(openPR) Anlässlich der Ausstellung „Macht und Freundschaft“ wechseln die riesigen Bronzeskulpturen ihren Standort
Die „Rossebändiger“ gelten als die bekanntesten Gruppen des russischen Pferdebildners Pjotr Clodt von Jürgensburg (1805-1867), über den Zar Nikolaus I. gesagt haben soll „er schüfe edlere Pferde als jeder preisgekrönte Hengst“. Im Auftrag des Zaren Nikolaus I. wurden die ersten beiden Gruppen auf der Anitschkow-Brücke in St. Petersburg aufgestellt, wo sie auch heute noch bewundert werden können. Berlin verdankt seine „Rossebändiger“ einer Schenkung des Zaren Nikolaus I. an seinen Schwager, den Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. Der Zar versprach ihm zwei Abgüsse, die in Begleitung des Künstlers im August 1843 in Berlin eintrafen. Sie fanden ihren repräsentativen Standort vor dem Portal IV des Berliner Stadtschlosses auf der Terrasse an der Nordfassade in Blickrichtung zum Lustgarten. Auch der König von Neapel erhielt im Jahre 1846 Kopien der „Rossebändiger“, die noch heute das zur Piazza del Re führende Portal des Palazzo Reale flankieren.
Nach der Zerstörung des Berliner Schlosses im Zweiten Weltkrieg mussten die Rossebändiger ihren angestammten Platz verlassen. Sie sind seither im Heinrich-von-Kleist-Park in Berlin-Schöneberg aufgestellt. In der Zeit, als der Alliierte Kontrollrat dort tagte, war der Park gesperrt. Die Skulpturen waren den Augen der Öffentlichkeit entzogen. Jetzt hat im Kleist-Park das Berliner Kammergericht seinen Sitz, und obwohl der Park seit Jahren zugänglich ist, sind die beiden bedeutenden Bronzeskulpturen aus dem öffentlichen Bewusstsein fast vollständig verschwunden. In der Ausstellung „Macht und Freundschaft. Berlin-St. Petersburg 1800-1860“, die vom 13. März bis 26. Mai 2008 im Martin-Gropius-Bau zu sehen sein wird, werden sie wieder ihre für die preußisch-russischen Beziehungen zentrale Rolle einnehmen: Sie bilden den Mittelpunkt der Ausstellung.
Am Dienstag, den 26. Februar 2008 um 9.00 Uhr sind Sie eingeladen, dem Einbringen und Aufstellen der fast vier Meter hohen und tonnenschweren Bronzeskulpturen im Lichthof des Martin-Gropius-Bau beizuwohnen. Weitere Details zu den beeindruckenden Exponaten erfahren Sie vor Ort von den Ausstellungsverantwortlichen und Kuratoren.
Bitte bestätigen Sie uns Ihre Teilnahme per Fax (030.78 71 55 08) oder per E-Mail (
„Macht und Freundschaft . Berlin – St. Petersburg 1800-1860“
Berlin, Martin-Gropius-Bau
13. März – 26. Mai 2008
Geöffnet: Mi - Mo von 10 bis 20 Uhr
Eintritt: 8 Euro / ermäßigt 6 Euro (inkl. Audioguide der Fa. Tonwelt in dt., russ., engl.)
Eine russisch-deutsche Ausstellung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und Gazprom Germania GmbH.
Unterstützt durch Dussmann AG & Co.KgaA, DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement, Kuhn & Bülow Versicherungsmakler GmbH, Gothaer Versicherungen, Wall AG.
Unsere Medienpartner:
rbb Fernsehen; rbb Inforadio; rbb Kulturradio; Der Tagesspiegel; tip Berlin; Landau Media
Weitere Informationen:
Tel.: +49 (0)331.96 94-202
www.spsg.de
www.gropiusbau.de
Begleitband:
„Macht und Freundschaft. Berlin – St. Petersburg 1800 - 1860“
Ca. 300 Seiten mit ca. 250 Farb- und 30 s/w Abbildungen, 22 x 27 cm
Koehler und Amelang, in der Ausstellung 24,90 €, im Buchhandel 29,90 €
Fotoinformation: Pjotr Clodt von Jürgensburg, Rossebändiger, zurückschreitend, 1842,
H 370 x B 169,5 x T 321 cm (Bronze ohne Sockel). Während des Ausstellungszeitraumes im Lichthof des Martin-Gropius-Baus.
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin. Foto: Jörg Freitag













