(openPR) Berlin-Wedding entwickelt sich langsam, aber stetig vom sozialen Brennpunkt zum Künstler- und Szeneviertel. Ende des Monats geht ein neues Projekt an den Start: der Kronenboden.
Das Quartiersmanagement gibt sich alle Mühe, das Berliner Stadtviertel weiter zu entwickeln. So entstand vor einigen Jahren schon die Idee der „Kolonie Wedding“. Leerstehende Ladenlokale werden lokalen Künstlern zur Verfügung gestellt. Preiswerte Ateliers, in denen auch andere Künstler ausgestellt werden. Die Räume werden bespielt, und die Gegend belebt sich. Die Theaterfotografin Karen Stuke hat bereits mehrfach diese Möglichkeit genutzt.
Jetzt steht ein neues Projekt an – im eigenen Raum, dem „Kronenboden“. Was für manchen klingt wie ein neues Kunstwort, ist ein sehr alter Begriff. „Der Kronenboden ist eigentlich der Dachboden über dem Zuschauerraum, wohin der Kronleuchter gezogen wird, um die Kerzen zu zünden oder zu löschen – und ihn aus der Sicht der Zuschauer in den höheren Rängen zu entfernen“, erklärt Stuke. Alles in allem ein schlichter Raum mit Kronleuchter. Und ein Raum für Kunst. Kunst in Kommunikation.
Neben Ausstellungen eigener Bilder oder anderer Künstler finden hier ab Ende des Monats auch Diskussionsrunden, Musikabende und ähnliche Veranstaltungen statt.
Am letzten Freitag im Februar ist auf dem Wedding „Kolonie-Tag“. Dann strömen die Schaulustigen über den Kiez – und können die erste Vernissage im „Kronenboden“ erleben. Der Sänger Hans Griepentrog, mit dem sich Stuke den „Kronenboden“ teilt, wird die Veranstaltung musikalisch untermalen. Vor dem Hintergrund der Bilder, die die Künstlerin mit der Camera obscura von den Bühnenbildern Gottfried Pilz‘ angefertigt hat, werden die Professoren Andreas Beaugrand und Franz R. Stuke über Theater und Fotografie diskutieren.
Damit geht der Wedding wieder in die richtige Richtung: sich zu einem Künstlerviertel zu entwickeln.











