(openPR) Attraktives Vortragsprogramm lockt hunderte Fachbesucher und Experten an. Ökologie und Nachhaltigkeit wird auch bei Sportartikeln zum Trend.
München, 01.02.2008 - Auf dem 7. Volvo SportsDesign Forum 2008 präsentierten sich während der Sportfachmesse ispo internationale Experten und Redner zum Themenfeld EcoDesign – Form follows Sustainability.
Die Sportindustrie entdeckt den Trend zur Nachhaltigkeit, Umweltverträglichkeit wird auch bei Sportartikeln und SportsDesign immer wichtiger.
Ob bei Lebensmitteln, Autos, Bekleidung oder Möbeln: Aus Alternativ wird Avantgarde, der Verkauf von Sportbekleidung aus wieder verwendbaren und ökologischen Materialien wird immer mehr für die Industrie ein Thema. Ausgewählte Fachvorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops und Ausstellungen informierten die Besucher gezielt über Trends bei Design und Materialien, Marketingstrategien und Zukunftsvisionen von ökologisch hergestellten Sportartikeln und Sportmode. Die Resonanz auf das Forum war enorm: Hunderte interessierte Zuhörer fanden sich am 29.01.2008 während der ispo auf dem Gelände der Messe München ein. Die Vorträge der Keynote Speaker und die Reden der Referenten waren ebenso gut besucht wie die Workshops und Ausstellungen.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sowie der bayerische Umweltminister Dr. Otmar Bernhard sprachen den Veranstaltern in ihren Grußworten Respekt und Wertschätzung bezüglich den Inhalten und Themen der Veranstaltung rund um nachhaltiges Produktdesign im Bereich der Sportartikelindustrie aus.
Mathilda Tham, Moderatorin der Veranstaltung, Expertin und Professorin für Mode und EcoDesign erläuterte mit ihrer Keynote in der Eröffnungsrede die Definition von ökologischem Design. „Höchste Funktionalität, herausragendes Design, nachhaltige Qualität und bezahlbare Preise sind die größten Herausforderungen für Hersteller und Designer. „Sie können nur mit dem relevanten Wissen und Kompetenz gemeistert werden. Die Sport- und die Modeindustrie ist dabei am Anfang und auf dem richtigen Weg“, so Mathilda Tham.
Simonetta Carbonaro, Professorin für Design Management und Humanistic Marketing ging in ihrem Vortrag über die ethischen und kulturellen Herausforderungen zum Thema Nachhaltigkeit vor allem auf den Verlust kulturellen Verhaltens in der Gesellschaft ein.
Stefan Jansson, Jonathan Disley, beides Volvo Designer und Niklas Gustavsson, Volvo Experte für Umwelt und Nachhaltigkeit sind als Team stets gefordert in vielen Aspekten weit in die Zukunft zu blicken und gaben auf der Bühne spannende Einblicke in ihre Ideen und Visionen über das Design der Zukunft.
L. Hunter Lovins, Gründerin der NGO Natural Capital Solutions und Trägerin des Alternativen Nobelpreises stellte in Anlehnung an ihr Buch "Natural Capitalism" ihre Theorie des ökologischen Kapitalismus vor.
Andrej Kupetz, Geschäftsführer des Rat für Formgebung, Redner und Jurymitglied des Volvo SportsDesign Award referierte über seine aktuellsten Designrichtlinien, die er auf Basis von kulturellen, ökonomischen Anforderungen und unter dem Aspekt von ökologischem nachhaltigem Design neu formuliert hat.
Dr. Georg Bauer von Atomic / Amer Sports beschrieb den Weg des Programms „We care“ von der Zielformulierung des Managements ökologische Verantwortung zu übernehmen und die CO2-Bilanz bei allen Produkten zu verbessern über Analysephase, gemeisterte Herausforderungen und erzielte Ergebnisse in Hinblick auf Profitabilität, Ökologie und Produktionsethik.
Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, preisgekrönte Weltklasseskiläufer stellten ihre Motivation vor, eine Firma für nachhaltig produzierte und komplett recyclingfähige Skibekleidung zu gründen.
Dr. Michael Braungart, Visionär, Materialspezialist, Umweltexperte erklärte seine Vision von „Cradle to Cradle“, mit der er ein System für intelligente Produkte mit einer ökologischen-, sozialen und wirtschaftlichen Dimension entwickelt hat. Ähnlich wie im Dematerialisierungsansatz unterwirft Braungart die Dinge einer genauen Stoffstromanalyse.
Peter Waeber, bluesign, Jill Dumain, Patagonia, Dr. Ali Ansari, Akademieleiter AMD sowie Umweltexpertin Ursula Tischner, econcept, zeigten in einem ecodesign lab live auf der Bühne wie durch Analyse der Produktionskette ökologisch intelligente Sportbekleidung hergestellt werden können. Dabei präsentierte bluesign erstmals den bluefinder™, eine innovative Datenbankanwendung für die Textilindustrie zur Recherche umweltschonender Komponenten und Materialien.
Die Kurzbiographien und Inhalte weiterer Referenten und Workshopleiter wie Jill Dumain (Patagonia), Mark Held (EOG Association for Conservation), Dr. Ali Ansari, (AMD), Ursula Tischner (econcept), Georg Schweisfurth (basic AG) oder Christian Hochfeld (Öko-Institut) finden Sie unter www.ispo-sportsdesign.com
Der Höhepunkt des Abends: Die Verleihung des 4. Volvo SportDesign Award 2008 – „EcoDesign - Form follows Sustanability“:
Am Abend wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung die Gewinner des Volvo SportsDesign Award 2008 zum Thema „EcoDesign – Form follows Sustainability“ gekürt. Teilnehmer aus Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland, Schweden und USA zählten zu den Preisträgern. Über 300 namhafte internationale Unternehmen und Designer hatten sich mit ihren Arbeiten um den bedeutendsten Preis für SportsDesign mit innovativen Konzepten zum Thema EcoDesign beworben.
Die Gewinner des Volvo SportsDesign Award 2008 „EcoDesign“
o Outdoor Equipment: Nextec srl., OutDry® Membransystem zur Wasserdichtung von Schuhen, Italien
o Ski Equipment: Grown Skis, Holzski, Deutschland
o Board Equipment: Amer-Salomon, Salomon Snowboards, SickStick, Frankreich
o Apparel: Klättermusen, Einride Jacket, Schweden
o Wheelers: Essedum, Cycle Caddy Streitwagen, Deutschland
o Accessoires: Plantaplast, BioGolfTee, Österreich
o Concepts: Max Koriath, “schöner bootfahren”, Weissensee School of Art Berlin, Deutschland
o Sonderpreis „EcoBrand of the Year“: Patagonia, USA
Resumée des Tages rund um Ökologie, Umwelt und Design:
Die Hersteller haben den Zeitgeist erkannt. Das Thema Nachhaltigkeit besitzt für die Sportartikelindustrie und SportsDesign eine hohe Relevanz. Es werden vermehrt recycelbare und natürliche Materialien eingesetzt ohne dabei deren Funktionalität aus dem Auge zu verlieren. Bei der Produktion von Sportartikeln wie Skiern und Snowboards ist die Entwicklung sehr erfreulich. Die Rückbesinnung auf den Einsatz von Naturmaterialien wie Holz oder schnell nachwachsenden Bambus etabliert sich im Markt. Auch der Einsatz von natürlichen und vollständig abbaubaren Werkstoffen, wie etwa Weizenstärke, wird immer mehr Nachahmer finden.
Mit der Ausarbeitung und Veröffentlichung der neuen EcoDesign-Richtlinien für ökologisch nachhaltiges Design durch den Rat für Formgebung ist ein großes Ziel erreicht worden. Designer haben jetzt eine klare Orientierungshilfe und können sich mit den Umwelt- und Materialspezialisten auf den ökologischen Weg zu einem besseren Design machen, das schön ist, die Umwelt schont und gleichzeitig gut für Gewissen und Gesundheit des Konsumenten ist. „Die Sensibilität gegenüber Umwelt- und Gesundheitsthemen nimmt zu. Bei SportsDesign bedeute Nachhaltigkeit eine ressourcenschonende Herstellung, eine lange Haltbarkeit und die Möglichkeit der Wiederverwertung zusammen mit einem formschönen ansprechenden Design“, so Andrej Kupetz, Geschäftsführer des Rat für Formgebung.
„Die Nachfrage der Verbraucher nach ökologisch bewussten Produkten ist eine große Chance und Herausforderung für Designer und Produktentwickler in der Sportartikelindustrie verstärkt wiederverwendbare und ökologische Materialien einzusetzen“, erklärte Veranstalter Tobias Gröber, Leiter ispo Group.
Wer das Volvo SportsDesign Forum zum Thema EcoDesign in diesem Jahr verpasst hat, kann sich unter www.ispo-sportsdesign.com umfassend informieren.









