(openPR) Beim Weltwirtschaftsforum in Davos war es einer der zentralen Tagungspunkte: Soziale Verantwortung. Internationale Konzerne sollten sich verstärkt für die Armen und Benachteiligten in der Welt einsetzen, so die Forderung von Politikern und Wirtschaftslenkern. Zwei Beispiele aus der Region zeigen, wie kleine Betriebe bereits wahr machen, was im Großen noch diskutiert wird.
Corporate Social Responsibilty (CSR) lautet die internationale Bezeichnung für das unternehmerische Verantwortungsbewusstsein. Der Begriff fasst betriebliche Maßnahmen zusammen, die über das wirtschaftlich Notwendige hinausgehen und einem sozialen Zweck dienen. Das Engagement ist dabei nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Viele, vor allem kleine Hilfsorganisationen und gemeinnützige Vereine, sind auf solche freiwilligen Leistungen von Betrieben angewiesen, um ihre Arbeit verrichten zu können.
Wie daher auch kleine und mittlere Unternehmen Gutes tun können, zeigen die Beispiele zweier Agenturen aus dem Ruhrgebiet, die dem regionalen Marketing-Netzwerk mediapolis angehören. Die Agentur Altmann Marketing aus Datteln etwa unterstützt mit einer Fördermitgliedschaft den Verein „Kleine Patienten in Not e.V.“, der sich um Kinder in Krankenhäusern kümmert. Darüber hinaus geht das Unternehmen einen pragmatischen Weg, um das an den Verein angebundene Kindernotruftelefon zu fördern. „Wir beziehen unseren Bedarf an Büromaterial über ein angeschlossenes Callcenter“, erklärt Oliver Altmann, Geschäftsführer von Altmann Marketing. Mit jeder Bestellung erhält das Notruftelefon einen Teilbetrag.
Auch C4C Consulting aus Gelsenkirchen engagiert sich regelmäßig in Projekten für soziale Belange. So unterstützt die Agentur den Verein ident.africa e.V., der sich unter der Schirmherrschaft von Heike Henkel für die Bildung armer Kinder in Afrika einsetzt. Und, ähnlich wie Altmann Marketing, hilft C4C gemeinnützigen Initiativen auf ganz praktische Art und Weise. Die Schildbergschule Mülheim beispielsweise erhielt ihren Webauftritt kostenfrei, der Kirchenkreis Mülheim bekommt einen Teil des Honorars für verschiedene Leistungen als Spende zurückerstattet und für die Volleyballer des VC 90 in Bottrop erstellt die Agentur kostenfrei Veranstaltungsplakate.
Angesichts solcher Meldungen liegt die Frage nahe, ob der Grund für diese Maßnahmen nicht vielleicht doch nur Profilierungsstreben ist? „Nein“, widerspricht Dr. Ulrich Pawlak von C4C, „unser Engagement hängen wir an keine große Glocke, das wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.“ Auf diese Weise veranschaulichen gerade kleine Unternehmen, was Corporate Social Responsibility auszeichnet.
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