(openPR) Heute ist die Region Flensburg Fjord ein Paradebeispiel für das harmonische Zusammenleben zweier Kulturen, aber das war längst nicht immer so …
- Eine Zeitreise durch die vielfältige Museumslandschaft am Flensburg Fjord
Die Flensburger Förde hat eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Ob auf der deutschen oder dänischen Seite – zahlreiche Schlösser, Museen und Ruinen deuten auf eine ruhmreiche, geschäftstüchtige aber auch kriegerische Vergangenheit hin.
Die Urlaubszeitreise beginnt im 12. Jahrhundert: Flensburg erwarb das Stadtrecht und somit wuchsen auch unaufhaltsam der Handel und natürlich die Seefahrt. Bereits um 1600 gehörte Flensburg zu den bedeutendsten Handelsstädten im Ostseeraum und wies eine größere Handelsflotte als Kopenhagen auf.
In zahlreichen Kriegen konnte die Stadt an der Förde allerdings die Vormachtsstellung nicht für sich behaupten und erblühte erst wieder im 18. Jahrhundert durch den Karibik-Handel mit dänischen Kolonien.
Urlauber können sich heute immer noch ein wenig in die Zeit zurück versetzen lassen – bei einem Besuch im Flensburger Rum-Museum oder im Ziegelei¬museum Cathrinesminde. Dort wurden zu den Hochzeiten des Kolonialhandels Ziegelsteine für Häuser im karibischen Westindien gebrannt. Beim Strandspaziergang sollten Touristen immer noch die Augen offen halten – vielleicht entdecken sie etwas von dem roten Stein.
Die historische Beweisführung geht weiter ins Jahr 1864, in dem sich Dänemark im Krieg mit Preußen und Österreich befand. Heute lässt sich die Dramatik immer noch erahnen, wenn man sich an den Schauplatz der Kriegsentscheidung begibt – zu den Düppeler Schanzen. In dem Geschichtszentrum in der Nähe von Sønderborg wird heute anschaulich gezeigt, unter welchen Bedingungen die Soldaten lebten und mit welchen Mitteln Krieg geführt wurde.
Und auch Spuren des 2. Weltkrieges gehören zum Gesamtbild. In der Nähe vom dänischen Padborg wurde das Fröslee-Lager – als deutsches Polizeigefangenenlager – von der deutschen Sicherheitspolizei errichtet. Heute sind noch der Hauptwachturm und eine Häftlingsbaracke im Originalzustand zu sehen. Sie beinhalten ein Museum, welches die Geschichte des Lagers von 1944-45 dokumentiert.
Friedlicher geht es seit jeher dagegen im Museumsdorf Unewatt zu. In der Region Angeln (auf deutscher Seite) gelegen, fühlt man sich um 100 Jahre zurück versetzt. In dem idyllischen Dorf Ortskern mit seinen sechs Museumsinseln wird bäuerliches Leben und altes Handwerk gezeigt. Nicht nur zahlreiche Veranstaltungen und interessierte Touristen füllen das Dorf mit Leben, es gibt noch tatsächlich Bewohner, die die Häuser mit Leben füllen. Zu sehen sind traditionelle landwirtschaftliche Gerätschaften, über das Müllerhandwerk bis hin zur Räucherei und der wasserradbetriebenen Buttermühle – die ganze Familie wird sich mit Begeisterung auf diese Zeitreise einlassen!
Ebenso wie im Museumsdorf erwarten den Besucher der Region Flensburg Fjord zahlreiche Plätze mit langer traditionsreicher Vergangenheit. In Harrislee in der Nähe von Flensburg sollten Touristen auf jeden Fall einen Abstecher zum ehemals größten Industriebetrieb Dänemarks machen, denn heute ist im liebevoll restaurierten Pförtner- und Badehaus das Museum Kupfermühle, eine frühere Kupfer- und Messingfabrik.
Ein Ausflug der königlichen Art ist durch einen Abstecher zur Sommerresidenz der dänischen Königin garantiert. Wenn Margrethe II. im Schloss Gravenstein zugegen ist, kann man jeden Mittag die Wachablösung ihrer Leibgarde beobachten. Ein weiteres beeindruckendes Bauwerk ist das Barockschloss Sønderborg, dort befindet sich die älteste noch spielbare Orgel Europas.
Die Reiseroute findet ihren Ausklang in wahrhaft idyllischer Umgebung – an der Wassermühle Vibæk. An bestimmten Tagen wird hier traditionelles Handwerk gezeigt. Die restaurierte Mühlenanlage ist aus dem 17. Jahrhundert und neben der Wind- und Wassermühle sind ebenfalls noch alle Wohn- und Nebengebäude erhalten.













