(openPR) Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechniken, auf der der Wandel zur Informationsgesellschaft fußt, hat zu einem bedeutenden Innovations- und Wachstumsschub innerhalb der Wirtschaft und der öffentlichen Verwaltung geführt. So erwirtschaftete die IT-Branche nach Angaben des Bundesverbandes BITKOM im Jahre 2005 mit fast 75 Milliarden Euro die höchste Wertschöpfung aller klassischen Industriezweige.
Die Ausschöpfung der Potentiale, die der Wandel zur Informationsgesellschaft eröffnet, schien anfänglich allein durch den technischen Fortschritt im Bereich der Informations- und Kommunikationstechniken bestimmt zu werden (z. B. durch höhere Übertragungsraten bei Internet- und Mobilfunkkommunikation (Stichwort: Breitband), gestiegene Leistungsfähigkeit von Prozessoren und Speichermedien oder RFID-Tags mit verbesserten Funktionalitäten). Mittlerweile rückt aber zunehmend ein weiterer Aspekt in der Blickwinkel: die IT-Sicherheit. Mit der zunehmenden Verbreitung von Informations- und Kommunikationstechniken haben natürlich auch die Abhängigkeiten und Risiken durch ihren Einsatz zugenommen. IT-Sicherheitsrisiken gefährden und beeinträchtigen dabei nicht nur bereits bestehende Anwendungen, sondern sie verhindern auch, dass sich Innovationen und darauf basierende Geschäftsmodelle und neuartige Leistungsangebote nachhaltig durchsetzen können. Das Ausmaß der Wohlfahrtseffekte, die durch den Wandel zur Informationsgesellschaft erzielt werden können, wird folglich maßgeblich durch das Know-how im Bereich der IT-Sicherheit mitbestimmt und IT-Sicherheit ist somit zu einem bedeutsamen Standortfaktor geworden - auf nationaler, aber auch auf regionaler Ebene. Darüber hinaus erzielt der Bereich IT-Sicherheit aber auch indirekt Wohlfahrtseffekte, die vor allem aus dem Schutz von sensiblen Informationen in Unternehmen und öffentlichen Institutionen, dem Schutz kritischer Infrastrukturen, dem Aufbau von Vertrauen bei Transaktionen über elektronische Netze und auch durch die Verhinderung von Kriminalität resultieren.
Die Studie liegt unter
http://www.hgi.rub.de/itsNRWstudie/ zum Download bereit.
Die Analyse verfolgt die zwei Hauptziele, (1) die nordrhein-westfälische IT-Sicherheitslandschaft darzustellen, um darauf aufbauend (2) die Bedeutung und möglichen Entwicklungsperspektiven des Bereichs IT-Sicherheit in NRW zu ermitteln. Ergänzend sollen erste konkrete Vorschläge benannt werden, die die ITSicherheitslandschaft in NRW stärken und weiter ausbauen könnten.
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Horst Görtz Institut für Sicherheit in der Informationstechnik
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Über das Unternehmen
Das Horst-Görtz Institut (HGI) ist mit neun Professoren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informationstechnik, Mathematik sowie E-Business und Jura und derzeit 50 Wissenschaftlern die größte Hochschuleinrichtung dieser Fachrichtung in Europa. Das HGI deckt nahezu alle Bereiche der modernen Kryptographie und IT-Sicherheit ab, unter anderem eingebettete Sicherheit, Kryptographie und kryptographische Protokolle, Neztwerksicherheit, sichere Betriebssysteme und Trusted Computing sowie Digital Rights Management. Das HGI besteht im Einzelnen aus:
* Lehrstuhl für Kommunikationssicherheit (Prof. Dr.-Ing. Christof Paar),
* Lehrstuhl für Systemsicherheit (Prof. Dr.-Ing Ahmad-Reza Sadeghi),
* Lehrstuhl für Netz- und Datensicherheit (Prof. Dr. Jörg Schwenk),
* Lehrstuhl für Kryptologie und IT Sicherheit (Prof. Dr. Alexander May),
* Mathematische und Algorithmische Aspekte der Angewandten Kryptologie (Dr. Roberto Avanzi, Juniorprofessor),
* Lehrstuhl für Stochastik (Prof. Dr. Holger Dette),
* Institut für Sicherheit im E-Business ((ISEB), Prof. Dr. Roland Gabriel (Geschäftsführender Direktor), Prof. Dr. Brigitte Werners, Prof. Dr. Georg Borges)
Die einzelnen Lehrstühle decken jeweils unterschiedliche Aspekte von IT-Sicherheit ab. Dabei findet eine enge Kooperation zwischen den beteiligten Lehrstühlen statt, so dass Fragestellungen aus verschiedenen, sich ergänzenden Blickwinkeln behandelt werden können. Dies zeigt sich auch durch die zahlreichen nationalen und internationalen Fachpublikationen auf Tagungen und in wissenschaftlichen Journalen.
Darüber hinaus ist das HGI einer der drei Initiatoren von ECRYPT, dem European Network of Excellence (NoE) in Cryptology. Die internationale Anerkennung, die das HGI schon kurz nach seiner Gründung genoss, spiegelt sich auch in den zahlreichen führenden Konferenzen wider, die das HGI organisiert hat. Hierzu gehören u. a. die AES 4 (Advanced Encryption Standard), CHES 2003 (Cryptographic Hardware and Embedded Systems), die ECC 2004 (Elliptic Curve Cryptography) und Trusted Computing Conference 2006 sowie 2009 die weltweit größte Kryptologie-Konferenz, die Eurocrypt. Zentrale Aktivitäten des HGI werden durch den Geschäftsführenden Direktor koordiniert. Das HGI ist international bestens mit renommierten Forscherschungsinstituten sowie Universitäten vernetzt. Weiterhin hält das HGI durch das Public-Private-Partnership eurobits sowie sein Kuratorium hält das Horst-Görtz Institut den Kontakt zur Praxis.
Mehr Informationen unter http://www.hgi.rub.de/