(openPR) Düsseldorf, 21.01.2008 - Das finnische Mobilfunkunternehmen Nokia hat die Schließung seines Bochumer Werks angekündigt. Dieses war in den vergangenen Jahren allein vom Land Nordrhein-Westfalen mit 60 Mio. E unterstützt worden. Die Bekanntgabe der Schließung erfolgt nur ein Jahr nach Auslaufen der 5-jährigen Bindungsfrist Ende 2006. Überzeugende Argumente für die Werkschließung fehlen, zumal Nokia in Bochum schwarze Zahlen schreibt. Allgemein entsteht der Eindruck, daß es den Finnen bei der Standortwahl lediglich um die Mitnahme von saftigen Fördergeldern ging. Der Düsseldorfer Wirtschaftsdienst 'markt intern' fordert, europaweit eine Schwarze Liste für Subventions-Abzocker zu erstellen mit der Folge, daß diese weder von der Europäischen Union noch von ihren Mitgliedsstaaten oder deren Bundesländern/Provinzen, Städten, Gemeinden und Kreisen während einer 25-jährigen Bannfrist weitere staatliche Förderungen erhalten.
Carsten Schmitt, 'markt intern'-Chefredakteur 'Mittelstand' betont: "Während mittelständische Unternehmen Subventionen meist nur vom Hörensagen kennen, investieren Großkonzerne heutzutage quasi nicht mehr ohne eine saftige Geldspritze der öffentlichen Hand. Die Folge sind regelrechte Fördergeld-Nomaden. Wenn ihre Kamele eine fruchtbare Oase abgegrast haben, ziehen sie zur nächsten weiter. Standorttreue und eine nachhaltige Entwicklung der lokalen Wirtschaft ist ein Fremdwort. Es kann nicht sein, daß ein solches Verhalten immer wieder mit staatlichen Geldern unterstützt wird. Denn diese stammen zu einem Großteil aus Steuereinnahmen von mittelständischen Unternehmen und deren Arbeitnehmern. Der Mittelstand darf die Töpfe füllen, die Großkonzerne dann leeren. Nur mit einer drastischen Sanktion eines solchen Verhaltens ist ein Umdenken zu erzwingen. Daher sagen wir von 'markt intern' den Politikern: 'Bei der Fördermittelvergabe hat Blauäugigkeit nichts zu suchen' und fordern die Schwarze Liste!"













