(openPR) Die Unternehmensberatung Titze GmbH und bbw Marketing Dr. Vossen & Partner haben unter dem Titel „Möbelmarkt Aktuell“ eine kontinuierliche Marktforschung für die Einrichtungsbranche gestartet. Die Studie Wohnraummöbel liegt nun vor, die Analyse der Polstermöbel wird in wenigen Tagen folgen.
Die Prognosen für die Möbelbranche waren für 2007/2008 durchweg positiv. Mittlerweile sind allerdings Einschränkungen angebracht. Alles in allem sprachen viele Signale und Indizien für ein positives Szenario. Jedoch hat die in diesem Jahr recht positiv angelaufene Konjunktur hat im zweiten Halbjahr deutlich an Kraft verloren. Zudem hatte der Möbelhandel am Anfang des Jahres 2007 doch stärker unter den Vorzieheffekten zu leiden. Derzeit wird das Möbelgeschäft der Hersteller, wie schon so oft, überwiegend vom guten Export getragen. Den Inlandabsatz hat die Normalität der Vorjahre wieder eingeholt.
Die Umsatzzahlen der Wohnzimmer- und Kleinmöbel stellten sich 2006 folgendermaßen dar. Rund 19 % des Einzelhandelsabsatzes im Bereich Möbel entfallen auf die Wohnraummöbel. Unter dem Thema Wohnraummöbel wurden im engeren Sinn Schrankwände, Sideboards / Highboards, Regale / Regalsysteme, Garderoben, Phonomöbel und Kleinmöbel zusammengefasst.
Der Umsatz zu Herstellerabgabepreisen der deutschen Produzenten von Wohnzimmermöbeln und Kleinmöbeln fiel von 1.586 Mio. € im Jahre 2000 bis auf 1.119 Mio. € in 2005. Nach einem kleinen „Zwischenhoch“ in 2006 geht der Umsatz in 2007 erneut zurück. Bei der Prognose des Handels für das Jahr 2008 werden dem Möbelfachhandel von 52% der Händler im Bereich Wohnraummöbel allerdings erneut deutlich bessere Aussichten zugeschrieben. Nur 15% sehen die Aussichten zukünftig als schlechter an. Im Mitnahmemöbelhandel sehen die Händler die Situation etwas anders. 44% der Händler glauben an eine nur gleich bleibende Entwicklung. Eine ähnliche Einschätzung geben die Händler für die Möbeldiscountmärkte und Möbel-SB-Märkte ab.
Beim Kauf von Wohnraummöbel zählt laut Aussage des Handels vor allem der Preis. Dies bestätigen fast 78% der Befragten. Trotzdem hat der Handel erkannt, dass für den Käufer auch die Formgebung / Design (75%), die Verarbeitungsqualität (75%) und die Beratung des Verkäufers (74%) ein wichtiges Kriterium beim Kauf von Wohnraummöbeln darstellen. Der Kauf eines Markenproduktes wird nur von 40% der befragten Händler als kaufentscheidendes Kriterium genannt.
Anders als bei anderen Warengruppen in der Möbelbranche dominieren bei Wohnraummöbeln eindeutig die Vertriebswege Möbelfachhandel und Möbelfachmärkte die Absatzsituation mit einem Umsatzanteil von beinahe 87%. Alle anderen Vertriebswege sind weniger bedeutend.
Wenn wir den Markt für Wohnraummöbel aus der Sicht des Insiders betrachten, sehen wir für die nächsten Jahre folgende Marktentwicklungen voraus:
•?? Die Konzentration im Handel wird bei Wohnraummöbeln weiter zunehmen.
•?? Eine zum Kauf motivierende Warenpräsentation wird immer wichtiger.
•?? Qualifiziertes Verkaufspersonal ist zwingend erforderlich.
• ??Kleinere Händler haben ohne Spezialisierung keine Überlebenschance.
• Die Nachfrage erfordert ein zielgruppengerechtes Angebot.
•?? Die reine Preisvermarktung endet häufig in der Pleite.









