(openPR) In unserer Hauptstadt boomen wieder die Salons - fast so wie vor zweihundert Jahren. Manche Werte und Ideale der damaligen Salonkultur können gerade heute wieder verwirklicht werden. Ein Salon wird zu einem improvisierten Gesamtkunstwerk menschlichen Lebens und menschlicher Gesellschaft, denn die Menschen prägen den Salon und der Salon prägt die Menschen.
An der Schwelle ins 21. Jahrhundert trägt der Salon im 21. Jahrhundert sowohl seinen historischen Vorbildern als auch den Umständen einer sich nach wie vor im Wandel befindenden Zeit in mehrfacher Hinsicht Rechnung. Er möchte Tradition mit Zukunft verbinden, Bewährtes mit Neuem vereinen. Damals versammelten sich Menschen verschiedenster Couleur im Kreise einer Salonière, um sich über aktuelle Themen der Zeit auszutauschen. In unserer heutigen Zeit haben wir keine Probleme, Informationen zu erhalten, ganz im Gegenteil, wir werden häufig damit überflutet. Im Zeitalter der Globalisierung, in der elektronische Netzwerke immer bedeutender werden, darf der Bedarf an persönlichen Gesprächsmöglichkeiten nicht unterschätzt werden oder gar in Vergessenheit geraten.
Der Salon bietet als Mikrokosmos kultureller, politischer, sozialer und wissenschaftlicher Auseinandersetzung wie keine andere gesellschaftlich inszenierte Form die Möglichkeit der Mitgestaltung. Er legt die Verantwortung der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung zurück in die Hände des Einzelnen. Der Salon im 21. Jahrhunderts muss in diesem Zusammenhang gewissermaßen als logische Entwicklung historischer und gegenwärtiger politischer, wirtschaftlicher und kultureller Strömungen verstanden werden, die zeitgemäßer kaum sein könnte.
Der Zutritt zu den Salons bedarf lediglich einer Anmeldung, eine Mitgliedschaft, o. ä. ist nicht erforderlich. Der Salonabend wird von der Salonière Thordis Lepak von Kostka eingeleitet und wo es notwenig ist moderiert, die jeweilige Debatte des Themenabends wird von Impulsreferenten wie Künstlern unterschiedlichster Ausrichtung oder ambitionierte Menschen aus Politik, Wirtschaft und Entwicklung initiiert.
Im ersten Salon im 21. Jahrhundert wird der Buchhändler und leidenschaftliche Literat Ralf Vogel aus dem Buch „Drivers“ von James Sallis lesen. In kürzester Zeit hat dieser Krimi den Platz 1 der KrimiWelt-Bestenliste erreicht. Bleibt abzuwarten, welch spannende Diskussion sich daraus ergeben wird. Doch auch für persönliche Gespräche wird ausreichend Zeit sein.
Es sind Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen – könnte ein Zitat besser auf den Salon im 21. Jahrhundert passen? Die Inhaber des Istasyon betreiben jedenfalls mit dieser Maxime ihr Cafe und Restaurant. Am 15.01.07 um 19.30 Uhr findet dort in Essen, Segerothstraße 119 der erste Salon im 21. Jahrhundert statt. (www.cafe-istasyon.de). Ein Eintrittsgeld wird im klassischen Sinne nicht erhoben, vielmehr regt die Initiatorin eine Bezahlung nach dem Werte-Prinzip an, d. h. jede(r) zahlt den Betrag, der ihm/ihr angemessen erscheint. Weitere Infos unter www.salonconcept.de oder (0201 8586368)









