(openPR) „Wenn der Mann nichts macht, ist der Rauswurf berechtigt“
MÜNCHEN / BERLIN – Im Gespräch mit dem Online-Frauenportal WomenWeb spricht Vera Int-Veen über den Medienumgang mit dem Thema Homosexualität, die Kindstötungen der vergangenen Wochen, Frauenbeschneidungen und den verstorbenen Rudi Carrell. Die RTL-Moderatorin prophezeit eine Rückkehr der Talkshow im deutschen Fernsehen. „Ich glaube, dass sie wieder zurück kommen werden, denn es gibt endlos viele Themen und Geschichten, über die wir reden können.“ Als Moderatorin habe sie im Moment keine Ambitionen, eine Talkshow zu leiten, „aber ich lebe nach dem Motto – sag niemals nie – und ich bin immer noch sehr neugierig.“
„Das ist ja kein Phänomen“
Zum Liebes-Outing ihrer ARD-Kollegin Anne Will und dem Medienumgang mit dem Thema Homosexualität fordert Int-Veen gegenüber WomenWeb: „Dafür sollten sich nicht nur Prominente einsetzen. Das ist ja kein Phänomen, was Menschen aus dem öffentlichen Leben vorbehalten ist. Meine Güte, ob Homo- oder Heterosexuell ist doch völlig egal. Finden wir uns damit ab. Es gibt auf der ganzen Welt und in jedem Bereich Homosexuelle“. Und das sei auch gut so, wie Vera Int-Veen mitteilte.
„Ich verstehe nicht, warum so etwas so geballt passiert“
Die Häufung von Kindstötung in den vergangenen Wochen geht auch an der RTL-Moderatorin („Helfer mit Herz“) nicht spurlos vorbei. „Natürlich berührt mich das. Generell und jeder einzelne Fall.“ Es sei nicht nachvollziehbar, warum so etwas Schreckliches auch noch so geballt passiert. „Es gibt da nicht eine Verantwortung der Medien, sondern eine Verantwortung von jedem einzelnen“, so Int-Veen im Gespräch mit WomenWeb. „Gehen wir mit offenen Herzen durchs Leben und achten auch auf unsere Mitmenschen. Ich kenne keinen Kollegen, der einen Fall von Verwahrlosung oder Kindesmissbrauch nicht sofort melden würde.“
„Wir müssen ganz offen darüber reden“
Als Botschafterin der Kindernothilfe engagiert sich Int-Veen gegen die grausame und schmerzhafte Beschneidung von Mädchen. „Das Thema darf auf keinen Fall tabuisiert werden. Wir müssen ganz offen darüber reden und die Menschen aufklären.“ Die gebürtige Kölnerin fordert dazu auf, sich von Vorurteilen zu lösen. „Ich glaube, das ist der bessere Weg, als Menschen einer komplett anderen Kultur zu verurteilen, damit erreichen wir nichts.“
„Er war ein Genie für mich“
Den verstorbenen Rudi Carrell vermisst die Produzentin sehr. „Über seinen Tod war ich wirklich traurig. Er war für mich ein Genie im Bereich Entertainment und hatte sein Leben lang Spaß an der Arbeit.“ Vera Int-Veen jobbte bereits während ihres Studiums als freie Mitarbeiterin bei Rudi Carrell.
„Ich mag Männer sehr gerne“
Hund oder Mann, für wen würde sich Int-Veen entscheiden? „Das kommt auf den Grund an. Wenn der Mann den ganzen Tag auf der Couch sitzt und nichts macht, der Hund aber die Zeitung reinbringt, dann ist der Rauswurf berechtigt.“ Ansonsten stehe sie auf der Seite des Menschen. „Ein Hund hat ja auch meistens ein dickeres Fell und ob Sie es glauben oder nicht – ich mag Männer sehr gerne“, so Int-Veen, welche sich 2006 erstmals zu ihrer Beziehung mit einer Frau bekannte und eine Retriever-Hündin besitzt. Das ausführliche Interview auf www.womenweb.de (Interview: André Puchta)
Foto: Susi Knoll/RTLII













