(openPR) "Die Traurigkeit der Drachen" - eine Fantasy-Geschichte der besonderen Art von Saskia Rögner - ist soeben im HolzheimerVerlag erschienen. Für die 25jährige Autorin ist es ihr Buch-Debüt. Es spielt in zwei verschiedenen Welten - Der Drachen- und der Menschenwelt.
Ein funkelnder Lichtschein blitzte durch die Dunkelheit, als sich das kleine, runde Amulett zu drehen begann. Es hing an einer Kette, die er zwischen den Fingern baumeln ließ. Bunte Flecken tanzten vor seinen Augen und schwebten in den Schatten um ihn herum.
Was für ein großer Tag das gewesen war! Wie lange hatte er auf diesen Augenblick gewartet? Wie lange hatte er sich in Geduld üben müssen? Endlich war er seinem Ziel einen riesigen Schritt näher gekommen. Er hatte den Silberfuchs erlegt. Einen von ihnen.
Er saß auf der Bettkante im Zimmer seines kleinen Sohnes, hielt die Kette in der einen Hand und das blutige Schwert auf den Knien. Noch schlief der Junge friedlich und still. Sein Vater lächelte versonnen vor sich hin, während das Licht wie Sterne um ihn herum erstrahlte. Diese Kette hatte ihr gehört, der Anhänger und sein Licht.
Greta Dura Silberfuchs, so hatte sie sich in dieser Welt genannt. Wie lange hatte er sie beobachtet? Wie lange hatte der richtige Moment auf sich warten lassen? An diesem Morgen hatte das Warten endlich ein Ende gehabt. Endlich hatte er die Kraft gefunden, dem Drachenblut entgegenzutreten. Endlich war seine Zeit gekommen. Endlich hatte sie ihm gehört.
Er hatte sie überrascht. Er hatte sie überwältigt. Schließlich hatte er ihr Blut vergossen. Und diese Augen! Ja, ihre Augen würde er nie vergessen, so voller Furcht und Entsetzen. Wie das Leben aus ihrem Blick gewichen war. In diesen Augen hatte er erkannt, dass sie nicht wie die Menschen war. Keiner von ihnen. Sie trugen das Blut der Drachen, sie kannten ihre Macht und irgendwann würde das alles ihm gehören. Der Drache würde ihm gehören.
Wieder betrachtete er den Jungen, der sich unter der Decke leise bewegte, dann aber wieder still lag und ruhig atmete.
Jetzt gab es nur noch wenige von ihnen. Auch ihre Zeit würde bald gekommen sein. Gretas Gefährte, Thomas Silberfuchs, nun, sein Leben würde verblassen in der Traurigkeit. Um ihn brauchte er sich nicht mehr zu kümmern. Für die Tochter aber, Greta Tarina Silberfuchs, für sie würde er noch einmal Geduld aufbringen müssen. Der richtige Moment würde kommen und dann würde sie das Schicksal des Drachen besiegeln. Ihr Tod würde den Drachen ewig an diese Welt binden, an diese Welt und an ihn.
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