(openPR) In der nächsten Sitzung des Schul-, Jugend- und Kulturausschusses des Marktgemeinderates Wendelstein wird über die Übernahme der Elternbeiträge durch die Gemeinde für Geschwister beziehungsweise Vorschulkinder in den Wendelsteiner Kindertageseinrichtungen entschieden. Das Thema kam durch einen im vergangenen Januar eingereichten Prüfungsantrag der SPD-Marktgemeinderatsfraktion auf die Tagesordnung. Ziel das Antrages ist, für junge Familien mit Kindern einen weiteren positiven Standortfaktor für die Ansiedlung in Wendelstein zuschaffen.
Standortfaktor Kinderfreundlichkeit
„Ziel unserer Initiative kann und wird es nicht sein, die bezüglich der Finanzierung des Kindergartenpersonals sehr mangelhaften Regelungen des neuen bayerischen Kinderbetreuungsrechts auszugleichen. Vielmehr geht es darum, unsere Gemeinde, die auch aufgrund der Geburtenzahlen nicht mehr wächst, für junge Familien attraktiver zu machen“, erklärt Fraktionssprecher Matthias Kelsch. Wendelstein müsse in seiner Entwicklung auch hier und da durch gemeindlich gesteuerte Maßnahmen unterstützt werden. „Wendelstein ist dazu in der Lage solche Strukturmaßnahmen zu machen“, ist er überzeugt.
Unbürokratisches Antragsverfahren
Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass die Gemeinde Wendelstein ab 1.9.2008 die Elternbeiträge für Geschwisterkinder in allen Betreuungsarten und die Kinder im Vorschulalter übernimmt. Ein symbolischer Beitrag, der durch Eltern zu tragen ist, muss jedoch erhalten bleiben: Um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen, zahlen Eltern lediglich einen Restbetrag von einigen wenigen Euro gestaffelt nach Buchungszeit, für die Differenzbetrag kommt die Gemeinde auf.
Anträge können dann durch die Eltern über die Kinderbetreuungseinrichtungen gestellt werden. Bedingung hierfür ist, dass die Geschwisterkinder eine Wendelsteiner Einrichtung besuchen und ihre Familie in Wendelstein wohnt. Sind die Kinder bereits in Fördermaßnahmen durch das Landratsamt, gilt das Angebot der Kommune nicht. Um die freiwillige Leistung zu erhalten, müssen Eltern einen Antrag über den Träger der Betreuungseinrichtung bei der Gemeinde einreichen. Weiterhin sollen auch Vorschulkinder im letzten Kindergartenjahr einmalig bezuschusst werden.
Die Übernahme der Elternbeiträge für Kinderbetreuungseinrichtungen durch die Marktgemeinde wird seit einem Antrag der SPD-Fraktion im Januar 2007 diskutiert. Nach einem Beschluss des Ausschusses im März diesen Jahres erfolgte die recht schwierige Prüfung der rechtlichen und finanziellen Vorraussetzungen.
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