(openPR) Graz - Abschlusspräsentation des europäischen Integrations-Projektes für Migrantinnen. Am Mittwoch, 12. Dezember 2007, wurden die Ergebnisse des Projektes, an dem Organisationen aus insgesamt fünf EU-Ländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Österreich, Schweden) mitgearbeitet haben, in Graz präsentiert. MoLi bedeutet: „Mothers improve their Life Skills“ („Mütter erweitern ihre lebenspraktischen Kompetenzen“).
„In jedem Land wurde mit den Teilnehmerinnen gemeinsam an unterschiedlichen Integrationsmodellen gearbeitet. „In einem zweiten Schritt haben wir dann gemeinsam Bedingungen und Möglichkeiten erkundet, diese Ideen in größere Integrationskonzepte einzubinden“, erzählt Mag. Doris Hoffmann, Leiterin des österreichischen Projekt-Teams.
Im Projekt MoLi, das über das EU-Programm INTI (Integration of third country nationals) sowie vom BMSK und Land Steiermark gefördert wurde, geht es um mehr als den Erwerb von Sprachkompetenz. Folgende Schwerpunkte wurden in das Projekt eingebracht:
• In Deutschland werden die Mütter von Migrantinnen zu Deutschkursen in die Schulen ihrer Kinder gebracht.
• In den Niederlanden wird Müttern ein Sprachkurs angeboten, während die Kinder in der Schule sind, wobei in diesem Falle Erziehungsfragen die Kursinhalte bestimmen.
• In Schweden geht es um die Gesundheit: Ergänzend zu den Sprachkursen werden den oft traumatisierten Migrantinnen Gymnastikkurse und Physiotherapie angeboten.
• In Österreich wurde ein „European Dictionary“, also ein EU-Wörterbuch für Migrantinnen, erarbeitet.
Fazit und Ausblick auf 2008
„Nun geht es darum, dass diese unterschiedlichen Modelle auch im Rahmen von größeren Integrationsstrategien praktisch umgesetzt werden“, so die Leiterin des österreichischen Projekts, Doris Hoffmann. Die GEFAS Steiermark war in Österreich gemeinsam mit dem Grazer Verein DANAIDA am Projekt beteiligt.
„In unserer Arbeit haben wir gezielt Problembereiche ausgesucht, die für Frauen mit Migrationshintergrund Hürden im täglichen Leben darstellen können. Dabei ging es uns nicht um ein Überstülpen von Verhaltensweisen, sondern um das Aufzeigen von unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten. Im Kurs ging es neben einer Verbesserung der Deutschkenntnisse um die Vermittlung von Kompetenzen, die Migrantinnen mit Kindern im Alltag etwa bei Arzbesuchen, in Schulfragen oder in kulturellen Belangen unterstützen.“
Im Rahmen dieses EU-Projektes wurde auch ein eigenes Projekthandbuch erarbeitet, das allen Mitarbeiter/innen im Integrationsbereich unter www.moliweb.net kostenlos als Download zur Verfügung steht. „Dieses Handbuch gibt einen kurzen Überblick über unsere Erfahrungen, Ergebnisse und Vorschläge aus der Praxis und enthält Beispiele der für das Projekt entwickelten Unterrichts- und Evaluationsmaterialien“, erzählt Doris Hoffmann und hofft auf eine in Zukunft möglichst große Verbreitung des Handbuches, weit über die Projektgrenzen hinaus.
Weitere Infos und Bildmaterial online unter:
http://www.moliweb.net
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Pressekontakt, Rückfragen:
GEFAS Steiermark
Mag. Doris Hoffmann
Projektleiterin MoLi









