(openPR) Es ist 7 Uhr morgens. Über den Wolziger See in Brandenburg fegt ein eisiger Wind. Die Sonne wirft ihre ersten Lichtstrahlen über die Baumkronen und lässt sie feuerrot am Horizont verglimmen. Auf dem See herrscht Leere, nur in der Ferne dröhnt ein kleiner Fischerkahn und zerschneidet die Stille. Beladen mit altertümlichen Netzen kreuzt der Fischer den See und verrichtet seine Arbeit.
Ein romantisches Märchen- nein, weit gefehlt. Dies ist der Alltag der Fischer vom Wolziger See.
Noch heute befischen sie das Gewässer nach alt überlieferten Methoden. Dutzende dünne Kiefernpfähle umspannt mit groben Netzen bilden dabei das Fanggerät, die sogenannte Reuse. Auf dem Hof der Fischer direkt an den Ufern des Sees qualmen schon die alten Räucheröfen, gefüttert mit dem Holz der Erlen, die majestätisch den See umsäumen. Der Fischer guckt gespannt in das flammende Räucherfeuer und legt noch drei Scheite nach. Beim vierten zögert er, blickt noch einmal in das Feuer und legt den Holzscheit schließlich zurück. Nun kommt der frisch gesalzene und gewürzte Aal in den Rauch. Der Fischer öffnet den Ofen und dicker Qualm schlägt ihm entgegen. Mit aller Behutsamkeit hängt er die Aale in den Rauch und schließt den Ofen. Im Hafen kommt gerade das Fischerboot an. Der frische Fang wird begutachtet und danach in verschiedene Netze sortiert. Nun sitzen die Fischer vor ihren Räucheröfen und geben ein wenig Fischerlatein zum Besten.
Jetzt stellt sich die Frage: wozu all dieser Aufwand? Die überlieferten Fangmethoden und das mühsame, langsame Räuchern über Erlenholz sind lang nicht so ergiebig wie die große Fischindustrie. Dort werden die Fische in computergesteuerten Öfen oder riesigen Räucherhallen in einer enormen Geschwindigkeit geräuchert und für den Verkauf fertiggestellt. Lächelnd öffnet einer der Fischer den Räucherofen und die Frage scheint sich fast zu erübrigen. Goldbraun und mit festen, saftigen Fleisch hängen die Aale im Rauch und lassen einem förmlich das Wasser im Munde zusammenlaufen. Es ist die Qualität, die den Unterschied macht.
Neuerdings kann man nicht nur im Ladengeschäft in den Genuss des Räucherfisches vom Wolziger See kommen. Der Fisch wird nun auch bundesweit versandt. In Frage kommt für den Fischversand nur Räucherfisch, da dieser auch ohne Kühlung versendet werden kann. Im Onlineshop der Fischerei am Wolziger See kann man den Fisch online kaufen.
Fischerei "Am Wolziger See" Gbr
Blossiner Seeweg 2
15754 Heidesee, Ortsteil Blossin
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Tel./Fax.: 033767/80456
St.-Nr.: 049/171/05338





