(openPR) Ohne ihn hätten John Wayne und Clint Eastwood sicherlich nicht so locker auf ihren Pferden gesessen. Ohne Sattel lässt sich schlecht reiten. Daher wird das Sattler-Handwerk auch zu den ältesten Handwerken gezählt. Einer, der das weiß wie keiner Anderer ist Hermann Josef Schnierle, der nun in seinem Fachbuch „Sachverstand ist Trumpf“ einen Wegweiser bietet für das Sattler- Raumausstatter- und Polstererhandwerk im 3. Jahrtausend.
Die Sachverständigen im Raumausstatter- und Sattlerhandwerk, alle Verzweigungen des Handwerks wie Autosattler, Fahrzeugpolsterer, Boots- und Planensattler, Möbelpolsterer und Raumausstatter-Restauratoren gehen in das neue Jahrtausend mit neuen Materialien, neuen Herausforderungen und neuen Erkenntnissen. Nur mit hochwertigen Produkten und Qualitätsmanagement kommt man voran und erreicht neue Arbeitsgebiete. Um seine langjährige Erfahrung weiterzugeben, erzählt Hermann Josef Schnierle in seinem Kompendium nicht nur Geschichten ums Sattlerhandwerk, sondern legt in seinem Buch auch rund 100 Gutachten, positiv sowie negativ, offen. Es sind spannende Gutachten über Bootsverdecke auf der Adria, Denkmalschutzplanen auf der Herrenchiemsee-Insel oder Zelt-Sturmschäden durch Orkan Lothar in Höhe von 1,5 Mio. DM.
Neue Maßstäbe
Innovativen Bestuhlungskonzepten und neuen Maßstäben durch individuelle Bautechnik und technische Kompetenz in allen Bestuhlungsfragen widmet Schnierle gleich ein ganzes Kapitel. Vom Panzersitz (6000 Stück für den Marder) bis zum Notarztsitz, vom Baggersitz zum Sportsitz, vom Bedienungssitz im Drehkran bis zum Crashsitz im Omnibus erzählt Schnierle praxisnahe und reale Geschichten rund um passende Sitze. Und weiter geht´s mit einer täglichen Ausruhbeschäftigung, die sich Schlafen nennt: Vom Schlafen im Krankenhaus (5400 Matratzenbezüge in den 80er Jahren) über das Schlafen im LKW bis hin zum Schlafen im Omnibus (für den Fahrer); und allgemein Sitze im Omnibus zum Umklappen.
Aber auch etwaige Leserfragen nimmt der Sachverständige für das Sattlerhandwerk vorweg: Wie komme ich zu lukrativen Aufträgen wie Theaterbestuhlungen, Luxus-Polstermöbel oder ähnliches. Schnierle muss es wissen, gründete er seine Firma schon 1966 als Autosattlerei. Durch ständige Expansion des Kundenkreises und Vergrößerung der Produktion sowie auch durch die Lehre des Firmengründers beim Bus-Bauer Göppel kam es ziemlich schnell zum Hauptarbeitsgebiet der Omnibusausstattung.
Erfahrung weitergeben
Im 5-Jahres-Rhythmus wurde der Betrieb vergrößert. Ebenso wie die Betriebsgröße hat sich das Fertigungsprogramm erweitert. Wurden zunächst reine Autosattlerarbeiten angeboten, kam schon in den 70ern die Omnibusausstattung hinzu. Die Omnibusausstattung und Wohnmobilsitzfertigung sind auch heute noch wichtige Arbeitsgebiete der Firma Schnierle. Die vielen Erlebnisse, die der Firmengründer in diesen 41 Jahren machen durfte, plus seine Erfahrung als Sachverständiger listet Schnierle hautnah und praxisbezogen in seinem Werk auf. Ein Leitfaden für alle, die sich für einen „wunderschönen Beruf“ (Schnierle) interessieren







