(openPR) Trotz der internationalen Finanzkrise und der Probleme im Nordirak ist Dr. Michael Frenzel, Chef der TUI, optimistisch: Bei der Jahrestagung des DRV in Belek bei Antalya zeigte er sich sicher, daß die Zahl der Türkeibesucher aus Deutschland wachsen wird.
In einem Interview, das Dr. Michael Frenzel am Rande der DRV-Jahrestagung in Belek bei Antalya der türkischen Presse gab, betonte der TUI-Chef, daß die Buchungen für die Sommersaison in Deutschland in wenigen Tagen beginnen werden. Trotz der internationalen Finanzkrise und den Problemen im Nordirak seien zur Zeit keinerlei Hinweise darauf zu sehen, daß dies die Türkeibuchungen deutscher Urlauber beeinflussen werde.
Für 2007 rechnet man in der Türkei mit einer Gesamtzahl von 21 Mio. Besuchern aus dem Ausland; 4 Mio. davon sind Deutsche, die weiterhin an der Spitze der Türkeibesucher stehen werden, obwohl sich die Zahl der Besucher aus Rußland und der GUS derjenigen der Deutschen anzunähern begonnen hat.
TUI-Chef Dr. Michael Frenzel sieht die Chancen für einen weiteren Anstieg der Türkeibesucher aus Deutschland sehr gut: „Wir sehen zur Zeit keine negativen Effekte,“ sagte er der türkischen Presse im Hotel Xanadu am Rande der DRV-Tagung. „Die Türkeiurlauber kümmern sich nicht um die Gebiete, in denen es Probleme gibt, sondern um Antalya. Sie schätzen ihr Land und die Gastfreundschaft ihrer Bürger sehr und fühlen sich in Antalya sicher. Deshalb glaube ich nicht, daß Operationen im Nordirak eine Auswirkung auf deutsche und andere Urlaubsgäste haben werden.“
Frenzel unterstrich, daß der Ausbau von Aktivitäten wie Golf und andere Sportarten bereits jetzt dazu geführt haben, daß die Saison in Antalya verlängert wurde, und daß dies auch die Zahl der Türkeibesucher aus Deutschland erhöht habe. Nun sei es wichtig, weitere Alternativen zum reinen Badeurlaub anzubieten. Frenzel betonte, daß die laufende Saison sehr gut gewesen sei und daß die TUI 2 Mio. deutsche Touristen in die Türkei gebracht habe. Die Türkei und Antalya entwickelten sich sehr schnell, und er rechne nun mit einem noch stärkeren Wachstum in den kommenden Jahren.
Frenzel fügte außerdem hinzu, daß sein Unternehmen in den kommenden Jahren auch daran denke, seine Hotelinvestitionen in der Türkei auszuweiten. Zu geeigneten Bedingungen könne man sowohl in Antalya als auch in der Umgebung weitere Robinson Clubs und Magic Life Clubs anlegen: „Wenn es gute Gelegenheiten geben sollte, werden wir weiterhin in diese Region investieren.“
Man sehe sich jedoch, so Frenzel, auch in anderen Gebieten der Türkei und vor allem an der Ägäis nach weiteren Investitionsmöglichkeiten um. Die strategischen Pläne für die Region werde man dann umsetzen, wenn man geeignete örtliche Partner finden könne. „Dazu haben wir kein bestimmtes Finanzvolumen vorgesehen,“ führte Frenzel aus, „Wir geben als Gruppe jedes Jahr einige Millionen Euro für Hotelinvestitionen aus. Es geht mehr darum, geeignete Projekte und Partner zu finden. Aber für uns ist die Türkei ein strategisch wichtiges Land für Investitionen, die uns noch weiter nach vorne bringen können. Hier wird immer noch ein touristisches Wachstum erwartet.“
Erinnert an die Tatsache, daß das türkische Ministerium für Kultur und Tourismus zur Zeit keine weiteren Hotelinvestitionen in Antalya befürworte, antwortete Frenzel: „In Antalya ist eine neue Kapazität entstanden, das ist wahr. Diese Kapazität muß nun weiterentwickelt werden, ohne die Märkte in Probleme zu bringen. Wir selbst wachsen nicht über unsere Kapazitäten hinaus. Es ist immer falsch, die Limits zu überschreiten. Andernfalls wird die Destination davon negativ betroffen, indem die Preise und die Qualität sinken. Angebot und Nachfrage müssen im Gleichgewicht sein. Es gibt viele Projekte, die zur Zeit im Bau sind. Es ist besser, Schritt für Schritt vorzugehen.“
Dr. Michael Frenzel betonte zusätzlich, daß das hohe Angebot an Hotels ein Problem bestimmter Regionen der Türkei sei. Vergleiche man die Türkei mit Spanien, dann müsse man sich vor Augen halten, daß alleine die Insel Mallorca mehr Gäste anziehe, als die Türkei. Die Türkei habe insgesamt noch viel mehr Potential, das es auszubauen gelte: „Die Türkei kann auf lange Sicht noch ein großes Zusatzwachstum erzielen, und man sollte diesem Wachstum keine Grenzen setzen. Aber man darf sich auch nicht ausschließlich auf Fünfsternehäuser konzentrieren.“











