(openPR) itchy feet, das Magazin für Bildung und Karriere im Ausland, Ausgabe 2008. Im Schuljahr 2006/07 nahmen rund 16.000 Jugendliche aus Deutschland an einem mindestens dreimonatigen, meist jedoch einjährigen Schüleraustauschprogramm teil. Fast die ganze Welt steht deutschen Jugendlichen mittlerweile offen, beliebtestes Gastland sind nach wie vor die USA.
Wie die Studie des unabhängigen Bildungsberatungsdienstes weltweiser belegt, boomt der Schüleraustausch und die Nachfrage nach freien Programmplätzen steigt. Ausgebremst werden viele motivierte Jugendliche jedoch durch die hohen Kosten, die längst nicht alle Eltern privat tragen können. Verglichen mit der Zahl der Interessenten, ist die Anzahl der jährlich vergebenen Stipendien verschwindend gering. Auslandsbafög kann beantragt werden, deckt aber meist nicht die tatsächlich anfallenden Kosten.
Thomas Terbeck, weltweiser, nimmt in seinem Artikel „Ein Privileg der Privilegierten“, der in der aktuellen Ausgabe des Magazins itchy feet unter der Rubrik High School erschienen ist, die Vertreter der Bildungsministerien sowie die Bundestagsabgeordneten in die Pflicht. Man müsse ein Äquivalent zum neuen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst weltwärts auflegen, welcher von der Bundesregierung mit immerhin 70 Millionen Euro gefördert werde, schreibt Terbeck. Bis genügend öffentliche Fördergelder zur Verfügung stehen, bleibt den finanziell schlechter gestellten Jugendlichen nur die Möglichkeit, sich um eines der wenigen Stipendien zu bewerben. „Einen Versuch ist es auf jeden Fall Wert“ – davon ist Terbeck überzeugt.

















