(openPR) San José - In Kalifornien sind in der Nacht zum Donnerstag die begehrten Tech Museum Awards verliehen worden. Die mit einer Viertelmillion US-Dollar dotierten Preise zollen Menschen Anerkennung, die ihre Talente mit Hilfe von Technologie zum Nutzen der Menschheit einsetzen. Als leuchtendes Vorbild wurde der Milliardär Gordon Moore beim Gala-Abend vor Wirtschaftsführern aus dem Silicon Valley mit dem Global Humanitären Award geehrt. Der 78jährige Intel-Gründer spendet einen großen Teil seines Vermögens für humanitäre Zwecke.
Die Tech Museum Awards waren in den Kategorien Gesundheit, Entwicklungshilfe, Gleichstellung, Umwelt und Bildung ausgeschrieben. Ausgezeichnet wurden am Donnerstag wie jedes Jahr fünf eher unbekannte Menschen, die eines gemeinsam haben: Sie setzen Technologie zum Nutzen der Menschheit ein.
Einer der fünf Tech Museum Awards ging nach Europa: Die britische Universität Cambridge hatte beschlossen, medizinische Schnelltests für eine Reihe von Krankheiten in der dritten Welt zu niedrigen Kosten abzugeben und dies durch Aktivitäten in Industrieländern zu finanzieren. Das Institut für diagnostische Entwicklungen wurde deshalb mit dem Swanson Foundation Gesundheitspreis ausgezeichnet.
Windkrafträder stellt eine Hilfsorganisation aus San Francisco für die arme Bevölkerung an der Karibikküste Nicaraguas auf, um diese mit Strom zu versorgen. Dafür erhielt die Freiwilligen von blueEnergy den Accenture Entwicklungshilfe-Preis.
Schon seit 30 Jahren verschenkt der Inder Devendra Raj Mehta Prothesen für Arme oder Beine an mittellose Behinderte. Damit hilft er Menschen in Afghanistan, Somalia oder dem Irak und wurde nun mit dem SanDisk Gleichstellungspreis geehrt.
Durch die Lachszucht geriet an den Küsten Chiles das ökologische Gleichgewicht durcheinander. Die chilenische Terram-Stiftung entdeckte, dass dagegen ein Kraut gewachsen ist: Nun pflanzen die Chilenen Seegras an, das die Natur wieder ausbalanciert. Dafür gab es den Intel Umweltpreis.
Den von Microsoft gestifteten Bildungspreis nahm ein junges Team aus Kanada entgegen. Es betreibt die Website www.TakingITGlobal.org. Dort können Jugendliche aus aller Welt ihre Ideen für gute Taten austauschen.
Geleitet wird das Museum in San José vom Münchner Kunsthistoriker Dr. Peter Frieß, zuvor einer der Direktoren des Deutschen Museums: „Das Silicon Valley steht für Erfindergeist. Wir würden uns wünschen, dass Hi-Tech weltweit mehr für humanitäres Engagement genutzt wird. Die Hälfte der Weltbevölkerung ist unter 25 Jahre alt. Wenn wir die Jugend gewinnen, unser Dasein auf der Erde zu verbessern, dann sind die richtigen Weichen gestellt.“
Nominierungen für die nächsten Tech Museum Awards sind ab sofort wieder möglich. Wer kluge Köpfe kennt, die Technologie zum Wohl der Menschheit einsetzen, sollte sie bis März 2008 vorschlagen (www.techawards.org).
The Tech Museum Awards
The Tech Museum of Innovation
201 South Market Street
San Jose, CA 95113, USA
001 (408) 795-6338
„The Tech Museum of Innovation“ in San José, Kalifornien










