(openPR) München, 2. November 2007 – Ungeachtet ihres wirtschaftlichen Erfolgs sind Betriebssysteme aus dem Hause Microsoft seit jeher umstritten. Doch so schlimm wie bei der aktuellen Windows-Version war es noch nie: Müde Performance, nervende Warnmeldungen, Probleme mit alter Software – die Kritik an Vista reißt nicht ab. Dieses Mal scheint ein großer Teil der Kundschaft die Schwierigkeiten aber nicht mehr klaglos hinnehmen zu wollen: Einem Bericht des Technikmagazins CHIP zufolge entscheiden sich viele PC-Käufer für einen Computer ohne Vista – schließlich gibt es erprobte Alternativen.
Markus Schmidt, Leiter des CHIP-News-Ressorts, sieht den weltgrößten Software-Hersteller unter Zugzwang: „Auf Druck der Kunden muss Microsoft jetzt ein vereinfachtes Downgrade-Programm anbieten. Das bedeutet: Wenn Sie Ihr Vista-Betriebssystem nervt, können Sie es kostenlos gegen das bewährte Windows XP eintauschen.“ Laut Schmidt ist das Downgrade-Angebot vor allem für Firmenkunden wichtig, deren IT-Landschaft oftmals mit enormem Aufwand auf XP abgestimmt wurde. Beim renommierten PC-Versender Dell sind die XP-Käufer im Business-Segment inzwischen sogar in der Mehrheit, wie Product Marketing Manager Christoph Kaub dem Technikmagazin bestätigte: „Der Großteil der Geschäftskunden wählt ein Downgrade auf XP, um Kosten zu sparen.“
Björn Bartsch, Unternehmenssprecher beim Online-Händler Alternate berichtet von ähnlichen Erfahrungen im Privatkunden-Bereich: „Viele unserer Kunden bestellen immer noch Windows XP Home.“ Neben der XP-Option eröffne die Vista-Krise Privatkäufern noch weitere Wahlmöglichkeiten, heißt es in dem Artikel weiter: „Die meisten PC-Händler bieten inzwischen auch Rechner ganz ohne Microsoft-Betriebssystem an, teilweise zu wesentlich niedrigeren Preisen.“
Laut CHIP lässt sich durch einen Verzicht auf Microsoft-Programme viel Geld sparen. Autor Markus Schmidt macht anhand eines Alternate-Angebots eine Beispielrechnung auf: „Einen Spiele-PC, der mit Windows Vista 1129 Euro kostet, bekommen Sie ohne Betriebssystem für 999 Euro – 130 Euro weniger. Falls Sie kein altes XP mehr haben, das Sie auf den neuen Rechner spielen können, sollten Sie über ein Linux-Betriebssystem nachdenken.“
Mit den meisten Linux-Systemen kommen inzwischen auch weniger versierte PC-Nutzer gut zurecht. Es gibt kostenlose Versionen wie Ubuntu oder opulenter ausgestattete kommerzielle Distributionen wie SUSE Linux. Neben dem Artikel zur Vista-Krise bietet die aktuelle CHIP 12/2007 den Käufern der DVD-Ausgabe einen besonderen Service: Auf der DVD finden sie die Version 10.3 von SUSE Linux, die sie gratis und dauerhaft ohne Folgekosten nutzen können. Die neue CHIP kommt am 2. November in den Handel.
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