(openPR) Lust und Erotik – diese Themen kamen in der Lyrik bisher allzu oft eher verschämt und verklemmt zur Sprache. Dem wollte die junge Verlegerin Doreen Knorr - Kasalka ihre eigene Sicht entgegensetzen. Sie rief dazu auf, erotische Gedichte einzureichen – bereits am ersten Tag gab es über 50 Einsendungen unterschiedlichster Autoren. Insgesamt wurden von Oktober bis Dezember 2006 knapp 700 Gedichte geschickt.
Teilweise geht es in den Texten recht heftig und deutlich zur Sache - allerdings immer mit Stil, manchmal mit Witz und niemals pornographisch. Prickelnde Erregung, hemmungsloses Verlangen, Hingabe und Dominanz, Ekstase, Verrat und Schmerz – all diese Facetten der Lust werden ausgelotet.
Weil darin auch viel Menschliches preisgegeben wird, verbergen sich die Autoren teilweise hinter Pseudonymen, zumal einige von ihnen in der Öffentlichkeit stehen.
Was schon das Coverfoto von Dieter Robbins – ein knackiger Po, kaum verhüllt von einem hauchzarten Gespinst – vermuten lässt, setzt sich im Buch fort: Zu sehen sind Aktbilder unterschiedlichster fotografischer Handschriften in Farbe und schwarz/weiß, von Frauen, Männern und Paaren. Magersüchtige Models kommen nicht vor. Gedacht ist die erotische Anthologie für Menschen, die zu ihrer Lust stehen und nackte Haut mögen.
TITELHELDIN SAPPHO: „Revoluzzerin“ des Altertums
Sappho, die bedeutendste Lyrikerin des klassischen Altertums, lebte etwa zwischen 650 und 590 vor Christus auf der Insel Lesbos, die damals ein bedeutendes kulturelles Zentrum war. Ihre klare, ausdrucksstarke und musikalische Sprache begeisterte selbst 200 Jahre nach ihrem Tod noch so, dass Platon sie damals als „zehnte Muse“ rühmte.
Doch Sappho machte nicht nur durch ihre Lyrik von sich reden. Sie gründete und leitete eine Schule für junge Mädchen, um ihnen musische Bildung zukommen zu lassen – revolutionär für die damaligen Verhältnisse in einer patriarchalischen Gesellschaft. Obwohl Musik, Gesang, Tanz und Poesie unterrichtet wurden, um die späteren Ehemänner der Mädchen damit zu erfreuen, betrachtete die Männerwelt die Schule der Sappho und ihr Bemühen um Bildung für Mädchen mit Argwohn. Sappho wurde verleumdet, ihr wurde lesbische Liebe (englisch: sapphism) unterstellt und sie wurde von der Insel verbannt. Im Mittelalter verbrannten kirchliche Saubermänner erotische Gedichte Sapphos, weil sie in ihren Augen „unanständig“ waren. Rund 95 Prozent ihrer Texte gelten heute als verschollen. Aufsehen erregte 2004 der Fund eines bisher unbekannten Sappho-Gedichtes: Altertumsforscher entdeckten es auf einem Papyrus, mit dem eine ägyptische Katzenmumie eingewickelt war.
VERNISSAGE UND LESUNG
Am 14. November 2007 wird das Buch mit Lesung und Vernissage in Dresden der Öffentlichkeit vorgestellt.
Unter dem Titel „Lust auf Sinnlichkeiten“ finden Vernissage und Lesung am 14. November 2007 von 19 Uhr bis Mitternacht im Ballsaal Rochwitz/Dresden (Hutbergstraße 1) statt. Ausgewählte Fotos, vorgetragene Lyrik, Musik von Moritz Töpfer (Klavier) und Nele Nitzsche (Gesang) sowie kleine lukullische Köstlichkeiten für den Gaumen werden geboten. Gastgeber sind Verlegerin Doreen Knorr - Kasalka und die Fotografen Daniel und Kathleen Mangatter. Karten zum Preis von zwölf Euro und weitere Informationen gibt es über www.das-spinnennetz-der-sappho.de.
Synonym Verlag Dresden
Verlegerin Doreen Knorr - Kasalka
Aspichring 38 a
01328 Dresden
Telefon 0351/3 14 14 75
Fax 0351/3 14 14 74
Mobil 0174/3 32 85 19
E-Mail: ![]()
DIE VERLEGERIN: Behauptet sich in einer von Spezialisten geprägten Branche
Es ist kein Zufall, dass es zwischen der historischen Figur der Sappho und der Verlegerin Doreen Knorr - Kasalka einige Parallelen gibt. So behauptet sich die erst 30-Jährige, verheiratet, zwei Kinder, in der zumeist von Spezialisten geprägten Branche. Ihr Wissen über das Verlagswesen hat sie sich komplett autodidaktisch angeeignet. So hat sie „Das Spinnennetz der Sappho“ selbst zusammengestellt und im Alleingang veröffentlicht. Sie entwickelte Idee und Konzeption, übernahm Kontaktpflege, Foto- und Textauswahl, Buchsatz sowie teilweise das Lektorat.
In ihrer Familie hatte niemand je etwas mit Lyrik oder der Literaturbranche zu tun. Zunächst bot Knorr - Kasalka das Manuskript anderen Verlagen an, doch deren Zusagen waren an Bedingungen geknüpft, die sie nicht akzeptieren wollte. 2006 gründete sie den Synonym Verlag, der sich besonders der Veröffentlichung von Anthologien und besonderen Ideen verschrieben hat. Zur Verlagsphilosophie gehören hohe Ansprüche an Qualität, Ehrlichkeit und Respekt im Umgang mit Autoren und Fotografen.
Doreen Knorr - Kasalka über ihr Buch: „Aus einem unterschätzten Abenteuer wurde Leidenschaft.“











