(openPR) Lia Lapithi Shukuroglou
DO YOU BELIEVE IN WATER?
JOURNEY 33onM
ORT: RYTMOGRAM - Landesmusikschule Bad Ischl
ERÖFFNUNG: Samstag, 20. Oktober 2007 – 20:00 Uhr
AUSSTELLUNGSDAUER: bis 13.11.07
Musik: MMag. Birgit Kain
Begrüßung:Hannes Heide, Kulturreferent der Stadt Bad Ischl
Zur Ausstellung spricht Mag. Dr. Peter Assmann, OÖ Landesmuseen
Eröffnung: S.E. Herr Kornelios Korneliou, Botschafter von Zypern in Österreich
Der Herbst 2007 ist in Bad Ischl der internationalen Kunst gewidmet. RYTMOGRAM zeigte im September den großen chilenischen Maler Roberto Matta, der weltweit zu den prominentesten Künstlern des abstrakten Expressionismus zählt. Nun folgt die Präsentation der bedeutendsten zypriotische Künstlerin: Lia Lapithi Shukuroglou, die vom Botschafter Zyperns in Österreich, Herrn Kornelios Korneliou eröffnet wird.
Lia Lapithi Shukuroglou studierte Kunst an der UCSC in Kalifornien, erwarb an der Universität Lancaster den Master of Philosophy, studierte anschließend Architektur in Canterbury und Education in Wales. Diese fundierte Ausbildung prägt ihr Werkschaffen, das große Themenfelder berührt, die geographische, politische, wirtschaftliche und soziale Dimensionen beleuchten.
Eine Reihe internationaler Beteiligungen brachten sie auch nach Wien, wo ihre Arbeiten „While Others Wait…We Share“ und „Medical Tourism“ im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft 2006 bei den „Rolling Boards“ vertreten waren. Ankäufe großer Museen (Centre George Pompidou 2007, MAK Wien 2006, …) stellen die Künstlerin in die Reihe der beachteten Europäischen Positionen.
Wir präsentieren aus der Reihe „DO YOU BELIEVE IN WATER“ die Serie „JOURNEY 33onM“. Die Reihe beschäftigt sich mit drei „Reisen“ und fokussiert einerseits die politische Situation Zyperns, andererseits zeigt sie verschiedene Aspekte von „Landnahme“ auf. Diese manifestiert sich teils aggressiv in kriegerischen Akten, teils durch Interventionen wie Zerstörung der Landschaft, der Ökologie und ganzer Ökosysteme. Lia Lapithi Shukuroglou stellt Fragen: „Ist die Natur noch zu retten? Können wir glauben, dass die scheinbare Unendlichkeit des Wassers der Meere die Erde retten und uns die letzte und endgültige Geborgenheit und Sicherheit vermitteln wird?“
Die Reise „330 nautische Meilen“ berichtet von einer Segeltour durch das Ionische Meer zum Sarnischen Golf. Jeder Punkt, an dem die Route geändert werden musste, wird durch die Künstlerin festgehalten – vgl. Abbildung 2. Lia Lapithi dokumentiert auf dieser Reise nicht die touristischen Highlights wie Sandstrand, Küste, historische Gebäude etc., sondern das Meer. Die Küstenlandschaft und damit die touristische Verortung ist zwar auf den Original Fotos, die im Format 6x6 vorliegen, abgebildet, das Original wird aber von der Künstlerin auf die Darstellung der Wasseroberfläche reduziert – vgl. Abbildung 3. In das Foto eingeblendet finden sich nautische Daten wie Koordinaten, Wassertemperatur, Tiefe das Meeres, Zeit, Wetterbedingungen, Windrichtung und Geschwindigkeit des Bootes.
Die gesammelten Daten sprechen eine universelle Sprache. Sie wirken wie eine Rückblende und verlangen von den Betrachtern einen Blick in die Vergangenheit, indem sie versuchen, ihre Betrachtung nicht nur auf das Meer zu beschränken, sondern die Daten auch zu entschlüsseln. Somit wird den Arbeiten die Beliebigkeit genommen – sie sind endgültig exakt verortet. Zeit wird bei der Betrachtung der Bilder zu einer bedeutsamen Komponente. Sie ist wie das Meer unendlich und kann von niemandem angehalten werden. Sie manifestiert sich als Teil eines anderen, größeren Systems, das nicht analog, sondern zyklisch verläuft.
44 Fotos dokumentieren so den Weg durch die mediterrane See. Sie wurden direkt auf transparentes Plexiglas gedruckt und lassen die Betrachter in ein virtuelles Meer eintauchen. Es gelingt Lia Lapithi Shukuroglou perfekt, die Unendlichkeit des Wassers erlebbar zu machen: Das Meer mutiert zur Palette der Künstlerin, es wird zu einem unendlichen Spiegel blauer Schatten. Das Spiel der Farben wird durch den Einfluss der Elemente (Wind, Regen, Sturm, Sonne, Dämmerung, Morgen …) bestimmt.
Es gab im Ablauf der Prozesse keine spannenden Momente, die den Zeitpunkt des Fotos definierten, es gab ausschließlich das Konzept, das den Fotoablauf bestimmte. Somit haben diese Bildwerke auch keinen Beginn, keinen Mittelteil und kein Ende – sie definieren Unendlichkeit und Weite. Ein DVD-Film begleitet die Installation, der durch Endlosschleifen der sich wiederholenden Wendepunkte diesen Aspekt besonders deutlich hervorhebt. Das Medium Wasser wird durch die Fotos bzw. den Film so gezeigt, als würde das Element Wasser ohne Materie existieren.
Jaques Cousteau: „Le cycle de la vie est lié d’une manière complèxe au cycle de l’eau”
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Kirchengasse 4
4820 Bad Ischl
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