(openPR) Queeres Kino steht immer auch in der Tradition von kämpferischen Aktivist_innen und innovativen Filmemacher_innen: Greta Schiller (USA) und John Greyson (Kanada) sind in diesem Jahr Ehrengäste der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg. Beide haben eine Reihe von Filmen im Gepäck, die sie in Sonderprogrammen bzw. einem intimen Gespräch vorstellen.
Joachim Post vom Organisationsteam der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg: „Wir freuen uns ganz besonders, dass es uns gelungen ist, zwei so wichtige Persönlichkeiten des queeren, unabhängigen Kinos nach Hamburg zu holen. Unser Publikum erwarten spannende Diskussionen und queere Filmgeschichte zum Anfassen!“
Bei Interesse an Interviews mit RegisseurInnen und Gästen wenden Sie sich bitte an Christoph Reiffert, Tel. 0179 9121728 /
Rosen für Greta Schiller
Greta Schiller ist eine der wichtigsten Filmemacherinnen des unabhängigen queeren Kinos. Im Jahr des hundertjährigen Jubiläums des im Film „Paris was a woman“ von ihr so wunderbar portraitierten Künstlerinnen-Paares Alice B. Toklas und Gertrude Stein widmen die LSF Hamburg Greta Schiller zwei Filmprogramme.
„Paris was a woman“, (20.10.07, 17.30 Uhr, Metropolis) stellt neben Stein und Toklas viele weitere in Paris lebende Künstlerinnen und Künstler der 20er-und 30er-Jahre vor. Welche(r) Freund(in) der schönen Künste wünschte sich nach diesem Film nicht, einmal die inspirierende Atmosphäre der Pariser Salons zu erleben! In die Welt des Jazz entführen die Dokus „International Sweethearts of Rhythm“ und „Tiny and Ruby: Hell Divin' Women“ (21.10.07,15 Uhr, Metropolis). Die International Sweethearts of Rhythm hatten keinen Swing, sie waren Swing. In einer Zeit, in der das musikalische Leben weitestgehend von Männern beherrscht wurde waren die Sweethearts eine gemischte All- Female Big Band, die einige der besten Musikerinnen der Zeit vereinte und mutig über jedwede Grenzen swingte. Die Sweethearts-Trompeterin Tiny wächst dem Publikum rasch ans Herz. So trifft es sich wunderbar, dass mit „Tiny and Ruby: Hell Divin’ Women“ ein Portrait der beeindruckenden Trompeterin und ihrer Lebensgefährtin Ruby gezeigt wird.
„Aids/Musik/Film“ – Ein Gespräch mit John Greyson
Der kanadische Filmemacher John Greyson ist eine Schlüsselfigur des New Queer Cinema. In unserem Workshop-Gespräch (19.10.07, 15 Uhr, B-Movie) gibt der langjährige Aids-Aktivist einen Einblick in zwanzig Jahre Filmschaffen - von den Anfängen im Kurzfilm über Spielfilme wie „Pissoir“ (1988) und „Lilies“ (1996) bis hin zu TV-Episoden der Kultserie „Queer as Folk“. Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, wie Aids zu Musik und Gesang in Beziehung gesetzt wird - von Pop bis Oper, von stumm bis aus vollem Halse. Greyson wird außerdem von seinen aktuellen Dreharbeiten in Südafrika erzählen, wohin ihn schon sein letzter Spielfilm „Proteus“ (2003) geführt hatte. Jetzt widmet er sich dort unter anderem dem Aidsaktivisten Zackie Ahmat. Der Workshop bietet eine einmalige Gelegenheit mit John Greyson persönlich über sein bisheriges Schaffen zu sprechen, und die Geschichten, Tricks und Kniffe zu hören, die sich hinter den Werken dieses facettenreichen Filmemachers verbergen. Ergänzend sind im Programm „8s“ (19.10.07, 22.30 Uhr, Studio) acht Kurzfilme Greysons zu sehen. Exklusiv für das Festival hat er acht seiner Kurzfilme zusammengestellt. Neben dem Erstling „Perils of Pedagogy“ on 1984 zeige wir auch “The Making of Monsters”, der den Teddy-Award als bester Kurzfilm gewann und weitere Werke aus den Jahren 1987-2003.
Nähere Informationen zu den Gästen
Greta Schiller
Die unabhängige amerikanische Filmemacherin Greta Schiller ist international bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Sie produzierte und führte Regie bei vielen preisgekrönten Dokumentarfilmen. Vorher hatte Greta Schiller bereits bei der historischen Dokumentation "Before Stonewall" Regie geführt und co-produziert. Der Film gewann eine Reihe bedeutender Preise, darunter auch den emmy als bester Dokumentarfilm, sowie eine emmy - Nominierung als ‘beste Regisseurin’. 1998 führte Schiller Regie bei dem Dokumentarfilm THE MAN WHO DROVE WITH MANDELA, der 1999 den TEDDY der Berlinale für den besten Dokumentarfilm erhielt. 2000 produzierte sie ESCAPE TO LIFE – THE ERIKA AND KLAUS MANN STORY (Regie: Andrea Weiss und Wieland Speck).
Der mehrfach preisgekrönte Dokumentarfilm I LIVED AT GROUND ZERO über den 9. September 2001 aus der Sicht eines Kindes kam 2002 heraus, gefolgt von RECALL FLORIDA über die 2002- Wahlkampagne von Janet Reno (2003). Greta Schiller gründete gemeinsam mit Andrea Weiss die Productionsfirma Jezebel Productions. (www.delicatessen.org)
John Greyson
1960 geboren, wuchs der Kanadier John Greyson in London, Ontario auf. 1980 zog er nach Toronto, wo er zunächst für Zeitschriften schrieb und als Video- und Performance-Künstler bekannt wurde. Nach mehreren Kurzfilmen veröffentlichte er 1988 mit „Pissoir“ seinen ersten Langfilm. Sein Aids-Musical “Zero Patience” (2006 im Filmtage-Programm) brachte ihm 1993 den Durchbruch als unabhängiger Filmemacher. Sein wohl bekanntester Film ist „Lilies“ (1996), eine ebenso dramatische wie kunstvolle Adaption des Theaterstücks Les feluettes von Michael Marc Bouchard. Greyson führte in den vergangenen Jahren Regie bei Spielfilmen und verschiedenen kanadischen und US-Serien (z.B. „Queer as Folk“). Seit 2005 ist er Assistant Professor for production am Department of Film der York University (Toronto).
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Die 18. Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg finden vom 16. - 21. Oktober 2007 statt. Sie werden unterstützt von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg
www.lsf-hamburg.de/presse
18. Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg
Festivalbüro
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Fax 040 340522
Unsere Büroleiterinnen Eva Rettberg und Mayté Richter sind Ihre Ansprechpersonen für alle Fragen rund ums Festival und das Team. Sie geben Ihnen kompetent Auskunft oder vermitteln den Kontakt zum zuständigen Teammitglied.
Christoph Reiffert
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