(openPR) Freuen sich chinesische Geschäftspartner über Pralinen beim ersten Kontakt? Trinkt man bei Geschäftsverhandlungen in Moskau den unumgänglichen Wodka „auf ex“ oder nippt man doch eher am Glas? Darf man sich in China und in der Türkei bei Tisch schnäuzen oder geht man dazu grundsätzlich auf die Toilette? Ist es ratsam, Besprechungen in der Türkei im Luxusrestaurant, im Hotel oder besser am Firmensitz zu führen? Sollte das frühe Ausscheiden Brasiliens bei der Fußball-WM 2006 während eines Geschäftsessens in Sao Paulo hinterfragt werden oder doch besser Tabu-Thema sein?
Ein unbewusst falsches Verhalten seinen potenziellen Geschäftspartnern gegenüber hat sich schon so manches Mal als verhängnisvoller Stolperstein auf internationalem Geschäftsterrain erwiesen. Wer weltweit tätig ist, ob als Unternehmer, Handelsvertreter oder Auslandspraktikant, kann in viele Fettnäpfchen treten. Eine im Vorfeld intensive Auseinandersetzung mit Kultur, Religion, Wertevorstellungen, Sitten und Gebräuchen im Zielland ist nach Erfahrungen der IHK nicht nur ratsam, sondern kann der entscheidende Schlüssel zum Erfolg sein.
Stefan Enders, Fachreferent im IHK-Geschäftsbereich International: „Uns vertraute Signale haben in der Fremde oft keine oder eine ganz andere Bedeutung.“ Während in Europa beispielsweise ein fester Händedruck als Ausdruck von Stärke und Entschlossenheit gilt, wird dies in China als ausgesprochen unhöflich empfunden. Enders: „Viele kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region tummeln sich jetzt geschäftlich in Asien und Lateinamerika und betreten dabei meist absolut kulturelles Neuland.“ Mit einem „Interkulturellen Handlungstraining“ will die IHK hier Abhilfe schaffen. Ausgewählt wurden Länder, mit denen bereits ein reger Handelsaustausch gepflegt wird und solche, die als künftige Märkte interessant für deutsche Firmen sind.
In einem dreistündigen kompakten Coaching mit anschließendem landestypischen Imbiss und Gelegenheit zum Austausch und individueller Beratung werden die Teilnehmer von versierten Trainern und Landes-Insidern fit gemacht. Zur Wahl stehen die „do’s und dont’s“ in den wichtigen Märkten Russland, China, Niederlande, Türkei und Brasilien.
Termine: 11. Oktober: Interkulturelles Handlungstraining Russland, 15. Oktober China, 18. Oktober Niederlande, 24. Oktober Türkei, 25. Oktober Brasilien, jeweils von 17 bis ca. 20 Uhr in der IHK Neuss. Kosten: 70 Euro. Es empfiehlt sich eine kurzfristige Anmeldung. Das Handlungstraining Brasilien dient auch als Vorbereitung für die IHK-Unternehmerreise vom 15. bis 23. Juni nach Brasilien. Info, Anmeldung und Flyer: Stefan Enders, Tel. 02131 9268-562,








