(openPR) (70914) - Wer in der Türkei als Europäer Auto fährt, sollte viel von dem vergessen, was er in Europa über geregelten Autoverkehr gelernt hat. So begann eine Pressemeldung vom 1. August diesen Jahres, in der die ATR über Eigenheiten des türkischen Straßenverkehrs berichtet hat. In einem zweiten Beitrag, der in der neuesten Ausgabe der einzigen deutschsprachigen Wochenzeitung für die Türkei erschienen ist, beschäftigt sich der Verfasser mit den besonderen Verhältnissen auf ländlichen Straßen.
ABSEITS DER FERNVERKEHRSSTRASSEN
Hier gilt ganz besonders, dass sich europäische Autofahrer auf völlig andere Situationen einstellen müssen, als sie es von den heute meist gut ausgebauten Straßennetzen ihre Heimatländer gewohnt sind. Gerade diese Landstraßen sind es, die uns in das in jeder Hinsicht reizvolle türkische Hinterland führen. Dabei ist der Begriff Hinterland nicht negativ gemeint, beschreibt aber nicht nur die landwirtschaftliche Lage, sondern auch den verkehrstechnischen Zustand der Straßen.
Und da wird man nicht selten an Lehrbücher aus deutschen Fahrschulen erinnert, deren Herstellungsdatum kurz nach dem Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist. Konsequenz: Die dort zu lesenden „antiquierten“ Hinweise über umsichtiges Autofahren haben in der Türkei noch heute ihre volle Gültigkeit.
Wer sich dies vor Augen führt, wird von den türkischen Straßen-Verhältnissen abseits der großen Fernverkehrsstraßen kaum überrascht sein, kann so schon manche Gefahrenquelle vorhersehen und sich darauf einstellen. Deutlich mehr gefährdet sind dagegen junge Leute, die bisher zum Beispiel nur in Deutschland, Österreich oder der Schweiz Auto gefahren und deshalb nur mit deren perfekten Straßenverhältnissen vertraut sind.
AM ENDE EINES JEDEN HÜGELS KANN EINE ÜBERRASCHUNG WARTEN
Eine der Grundregeln: Am Ende eines jeden Hügels – und sei er noch so klein - kann eine Überraschung warten. Die Angebote sind vielfältig und können eine Gefahr für die Autoinsassen, dass Auto und/oder andere Verkehrsteilnehmer sein.
«Beginnen wir mit der schlimmsten Überraschung, die uns hinter dem Hügel erwarten kann: auf der Straße spielende Kinder,» erläutert Jürgen P. Fuß, Chefredakteur der ATR, eine besonders kritische Situation. Fuß: «Je mehr wir uns von den Hauptverkehrsstraßen entfernen, umso weniger Autoverkehr gibt es. Das wissen auch die Kinder und deshalb ist es für sie fast eine Selbstverständlichkeit, auf den Straßen zu spielen.»
Die nächste Überraschung erwartet uns hinter einem Hügel, wo die Straße in einem scharfen Rechts- oder Linksknick weitergeht. Während unsere Geschwindigkeit noch vor dem Hügel angemessen war, können wir jetzt schon ein ganzes Stück zu schnell sein und von der Fahrbahn abkommen. Dort wird uns in der Regel aber kein befestigtes Bankett erwarten, sondern ein Graben oder noch Schlimmeres.
Eine andere Überraschung kann drin bestehen, dass die Straße hinter dem Hügel deutlich schmaler wird oder ein oder mehrere Schlaglöcher beträchtlicher Tiefe zu bieten hat. Vielleicht finden wir aber auch eine Kombination von Straßenverengung und Schlagloch vor. Wie auch immer, beides kann kritisch werden - und Schlaglöcher werden unserem (Auto) Fahrwerk nicht sehr gut bekommen.
Ein weiteres Risiko: Hinter jedem Hügel (genauso gut wie auch hinter jeder schlecht einsehbaren Kurve) muss der Autofahrer mit einem wie auch immer gearteten Verkehrsteilnehmer rechnen. Zu denken ist hier sowohl an ein Motorrad, ein langsam fahrendes Auto oder ein landwirtschaftliches Produktionsmittel, wie, Huhn, Schaf oder Kuh.
AM BESTEN: STETS BREMSBEREIT SEIN
Noch einmal Fuß: «So gilt in der Türkei immer noch die Empfehlung aus den alten deutschen Fahrschullehrbüchern: vor jedem Hügel bremsen – oder zumindest bremsbereit sein, das heißt: Fuß vom Gas und auf das Bremspedal. Doch wer die ATR-Ratschläge berücksichtigt, dem kann eine Autofahrt in der Türkei wunderbare Eindrücke von der Landschaft vermitteln und manches Mal auch nette Kontakte mit freundlichen Menschen - und das ist eine tolle Belohnung für das Abenteuer „Autofahren in der Türkei“.»
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