(openPR) Eine Milonga ist wie ein schönes Gedicht mit lauter Schreibfehlern. Die Schreibfehler sind allesamt männlicher Natur.
Ich bin mal wieder auf einer deutschen Milonga, wo genau, das spielt keine Rolle. Alle Frauen, gleich welchen Alters und welcher Körperform sind gut gekleidet und sehen klasse aus. Es macht Spaß sie alle anzuschauen mit ihrem jeweils individuellen Ausdruck. Dann betrachte ich die Männer. Bis auf einen oder zwei kann ich nicht erkennen, ob sie wirklich die Absicht hatten zum Tanzen zu gehen. Ihre Kleidung sieht nach Spazieren gehen im Wald, schnell noch etwas im Supermarkt holen oder einer Übungsstunde im örtlichen Sportverein aus.
Das Gespür dieser Männer für ihre Kleidung und ihre äußere Erscheinung geht gegen Null. Das es noch nicht ganz bei Null ist erkennt man daran, dass noch keiner in der Badehose erschienen ist, denn hier ist die Schmerzgrenze, die sogar der Gefühlsärmste bemerkt. Dass man die Frauen und die eigene Person ehrt, wenn man sich gut anzieht hat hierzulande scheinbar bisher kaum einer bemerkt.
'Wie gut kann ich die Frauen verstehen, die mit geschlossenen Augen tanzen und von Männern träumen, die nicht nur gut führen, sondern sich auch gut zu kleiden wissen.










