(openPR) Wenn eine Stadt sein Zentrum neu gestalten möchte, wird eine Brunnenanlage für die „neue“ Stadtmitte immer ein Thema sein. Die Stadt Ribnitz-Damgarten hat sich mit dieser Situation auseinander gesetzt und ist zu einem sehr guten Ergebnis gekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat diesen Brunnen jetzt eingeweiht.
Das steht er - er Bernsteinfischer in der seichten Brandung des Boddens und sucht die kostbaren braun-gelben Formungen aus Harz. Seine Familie beschäftigt sich derweilen am Strand. So war es wohl, als die Stadt Ribnitz-Damgarten durch das „Ostsee-Gold“ bekannt wurde. Die Stadt liegt am südlichen Rand der mit der Ostsee verbundenen Boddenkette. Der Ver-lauf ihrer Geschichte zeichnet sich in vielen Details der Stadt ab. Und somit waren die Vorgaben der Stadtväter für die Sa-nierung des Markt- und Kirchenumplatzes klar. Die Gestaltung sollte die Historie der Stadt widerspiegeln – die Geschichte der Stadt erzählen. Ein Brunnen sollte als Ort der Begegnung ent-stehen.
Das Landschaftsarchitekturbüro Krafft-Wehberg/WES&Partner, Berlin wurde nach einem Wettbewerb mit dieser Aufgabe be-traut. Für die einheitliche Entwicklung der Brunnenanlage fand sich schnell ein gut abgestimmtes Team von Fachfirmen zu-sammen. Krafft-Wehberg beauftragte die Wassertechnik Ros-tock mit der Entwicklung und Umsetzung der Vorstellungen der Stadt und die Natursteinwerk Rechtglaub-Wolf GmbH, Lübeck, sollte das Naturstein-Projekt und die Aufstellung fachlich um-setzen. Der Künstler Thomas Jastram aus Rostock gewann den Wettbewerb der Dramaturgiegestaltung und wurde mit der Erstellung der Bronzefiguren betraut.
Eine anspruchsvolle Aufgabe für alle Beteiligten. Die Brunnen-anlage umfasst ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 8,00 m. 12 Seitenteile mit einem Gewicht bis zu 3,50 to fassen die Brunnen-Innenfläche ein. Diese setzt sich aus 16 Pass-Stücken mit welliger Kontur wie ein Puzzle zusammen, mit Einzelgewichten von 2,00–4,00 to und Längen bis zu 4,00 m. Die Höhenpunkte der Innenfläche sind alle unterschiedlich und empfinden durch das entstehende Gefälle und die unterschied-liche Oberflächenbearbeitung den Strand am Bodden nach. Die Anlage weißt ein Gesamtgewicht von ca. 100,00 to auf.
„Eigentlich eine gute Aufgabe für unsere eigene Produktion“, sagt Andreas Wolf (59), Geschäftsführer des Natursteinwerks, „Es war aus Kostengründen jedoch chinesischer Granit ausge-schrieben. Aber auf unsere Partnerfirmen in China ist Verlass!“ In Eigenleistung und Zusammenarbeit mit der Wassertechnik und dem Architekturbüro wurde die Details der Gesamtanlage erstellt und die Produktion in China vorbereitet. „Die Endab-nahme vor Lieferung wurde durch unseren Junior Stefan Wolf (29) vor Ort gemacht, der in China in den letzten 7 Jahre viele Erfahrungen sammeln konnte und sich dort sehr gut auskennt,“ berichtet der Projektleiter Thomas Purbs (41) „Doch die Ab-nahme mit den Architekten und die Feinabstimmung der Ober-flächenbearbeitung musste in unserem Produktionswerk in Lübeck-Selmsdorf stattfinden – das war so schon in der Aus-schreibung vorgegeben,“ so Purbs weiter.
Der Brunnen wurde zur Endveredelung dann zusammenge-setzt. Die Verantwortlichen der Stadt Ribnitz-Damgarten, des Architekturbüros und die Fachleute des Natursteinwerks klär-ten vor Ort detailliert die Oberflächenbearbeitung, die von „Po-liert“ bis „Bossiert“ dem Brunnen eine naturgegebene Optik verleihen sollte.
Die Aufbauarbeiten vor dem Rathaus der Stadt verliefen erwar-tungsgemäß ohne große Schwierigkeiten. Das Team aus den Mitarbeitern der Wassertechnik Rostock und dem Naturstein-werk Rechtglaub-Wolf ist bereits durch viele Projekte sehr gut eingespielt.
Durch die gute Kommunikationsstruktur aller Beteiligten wur-den die Bronzefiguren des Künstlers Thomas Jastram direkt nach den Versetztätigkeiten fertig. Die Bersteinfischer-Familie wurde leicht in der Oberfläche vertieft befestigt – hat man doch so den Eindruck die Füße würden etwas im Sand verschwin-den – ein Anblick, der durch das eigens entwickelte Wellensys-tem noch verstärkt wird.
Die Übergabe an die Stadt wurde gemeinsam mit der Eröff-nung des großen Bernsteinfestes gefeiert. Mit dem Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklen-burg-Vorpommern Otto Ebnet (SPD) weihte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Brunnenanlage feierlich ein. „Ribnitz-Damgarten hat ein wunderschönes neues Zentrum erhalten wo ich vielleicht von Zeit zu Zeit verweilen werde.“ So übergab die Kanzlerin in ihrer ganz eigenen Freundlichkeit den Brunnen an die Bürger der Stadt, dessen Jüngsten ihn bei bestem Wetter sofort auf seine Belastbarkeit testeten.
Der Brunnen als neues Zentrum der Stadt auf dem historisch nachempfundenen Marktplatz, eingerahmt durch das klassizis-tische Rathaus, von Bürgerhäusern verschiedener Epochen und der Backsteinkirche St. Marin erzählt seine Geschichte:
Denn da steht er wieder – der Bernsteinfischer in der sanften Brandung des Boddens. Seine Tochter steckt die Füße in das kalte Nass, der Sohn spielt mit dem Hund und seine Frau be-hält den Überblick. So war es wohl, als Ribnitz-Damgarten durch den Bernstein bekannt wurde.
Natursteinwerk
Rechtglaub-Wolf
Stefan Wolf
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