(openPR) Österreichischer Kinostart des mit Spannung erwarteten Dokumentarfilms am 28. September 2007
In österreichischen Kinos startet am 28. September 2007 die mit Spannung erwartete Dokumentation der enkidu Filmproduktion von Alexander Binder über eine spektakuläre Tat, die die Nation vor 30 Jahren in Atem hielt: die Entführung des Fabrikanten Walter Michael Palmers (*1903; †1983) am 9. November 1977 vor seinem Haus in Wien Währing.
"Österreich sei schließlich keine Insel", hielt der damalige österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky der aufgeregten Öffentlichkeit entgegen. Während linksradikale Terroristen der deutschen RAF im „Deutschen Herbst“ 1977 mit Anschlägen, Geiselnahmen und Attentaten eine Blutspur des Terrors hinterließen, schien die Welle der Gewalt und Hysterie damals auch Österreich zu ergreifen.
Der 74-jährige Walter Palmers, Chef des größten österreichischen Textilkonzerns, wurde vier Tage festgehalten und kam schließlich gegen ein Lösegeld von 31 Mio. Schilling frei. Zwei Wochen später verhaftete die Polizei Thomas Gratt und Othmar Keplinger im schweiz-italienischen Grenzort Chiasso. Beide trugen die Waffen und 2 Mio. Schilling des Lösegelds bei sich. Die Entführung diente der Geldbeschaffung für die "Bewegung 2. Juni", einer Schwesterorganisation der RAF. 1979 wurden die Studenten Thomas Gratt zu 15 Jahren, Othmar Keplinger zu 5 Jahren und Reinhard Pitsch zu 6 Jahren Haft verurteilt.
Erstmals waren sie für die jetzt im Kino anlaufende Dokumentation zu Interviews vor der Kamera bereit. Ihre umfassenden Stellungnahmen verdeutlichen die Hintergründe und Konsequenzen der damaligen Tat.
„Es war wichtig, dass die Leute ihre Geschichte endlich selber erzählen und beim Erzählen mit ihrem Wissen von heute auf all die Gründe, Widersprüche und Ideen von damals stoßen - und zwar so, dass es sichtbar wird“, kommentiert Regisseur Alexander Binder seinen Film. Ende März 2006, kurz nach Beendigung der Dreharbeiten, nahm sich Thomas Gratt in Wien das Leben.
Der Filmemacher Alexander Binder arbeitet in seinem neuen Dokumentarfilm "Keine Insel" ein Stück österreichischer Geschichte auf, das bis heute nicht an Brisanz verloren hat.











