(openPR) Beim Fußball-Oberligisten Berlin Ankaraspor Külübü drohen die Lichter auszugehen. Das Jubiläumsjahr – der bis vor einem Jahr als Berliner Athletik Klub 07 firmierende Weddinger Verein wird 100 – könnte das letzte sein. Bei der Mitgliederversammlung vor 14 Tagen kam es zum ‚großen Knall’. Als auf Drängen einiger Mitglieder die fehlende Prüfung der Kassenbücher verlangt wurde, trat der Vorstand zurück.
Vor wenigen Tagen schließlich kündigte Kooperationspartner Ankaraspor (Türkischer Erstligist) die Partnerschaft und damit jeglichen Geldfluss auf. Seit dem steht beim BAK kein Stein mehr auf dem anderen. Alle festangestellten Mitarbeiter wurden gekündigt, nur noch sieben Spieler stehen zum Oberliga-Auftaktspiel gegen den SV Yesilyurt 73 zur Verfügung. Die Mannschaft soll mit A-Jugendlichen aufgefüllt werden.
Um die ehemaligen türkischen Vorstandsmitglieder zur Milde zu bewegen, flog Kadir Özdogan, sportlicher Leiter, am Montag nach Ankara. Er will mit den Verantwortlichen des ‚Partnervereins’ Ankaraspor sprechen und versuchen, den Berliner Club zu retten. Als „kritisch, ja dramatisch“, bezeichnet Michael Bartschek, ehemaliger BAK-Präsident, die derzeitige Lage. „Die Türken können uns doch nicht Knall auf Fall einfach hängen lassen.“ Bisher seien aus der Türkei etwa 500.000 Euro geflossen. Özdogan will nun erreichen, dass weiteres Geld kommt. Ansonsten droht das Ende des Vereins. Damit verbunden wäre auch die Abmeldung der Mannschaft aus dem Spielbetrieb. Jörg Pochert, Redakteur des Berliner Fußballportals „die-fans.de“, drückt die Daumen: „Auch wenn der BAK ein Club ohne großen Rückhalt in der Bevölkerung ist, so gibt es wie bei jedem Verein auch hier Fans und Freunde, die trauern würden. Um die täte es mir Leid.“, so der Journalist. „Wenn es jedoch stimmt, dass schon 500.000 Euro geflossen sind, kann ich die Misslage ganz und gar nicht nachvollziehen“. Andere Oberligavereine wie Ludwigsfelde oder Schöneiche kommen damit mehrere Jahre aus und erreichen vergleichbare Ergebnisse“.
Bernd Schulz, Präsident des Berliner Fußballverbandes (BFV), bezeichnete den möglichen Rückzug nach wenigen Wochen als „Armutszeugnis für die Oberliga“. In der heutigen Ausgabe der ‚Märkischen Allgemeinen Zeitung’ meinte Schulz weiter, dass er befürchte, „dass sich einige Vereine finanziell völlig übernehmen.“ Bereits in der vergangenen Saison machte die Oberliga Nordost Nord zahlreiche unschöne Schlagzeilen. Schönberg und Neuruppin zogen sich zurück, Yesilyurt trat zu einem Spiel nicht an. Schulz beklagte außerdem, dass jeder Verein „wie eine Blackbox“ sei, „in die wir keine Einsicht haben“.
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