(openPR) Mülheim, Juli 2007 - Viele Menschen scheuen den Gang zum Zahnarzt, weil sie dort häufig eine unangenehme Behandlung fürchten. Oft lässt allein das Geräusch des Bohrers den Patienten die Haare zu Berge stehen und verursacht ein flaues Gefühl im Magen. Solchen Patienten bieten einige Zahnmediziner mittlerweile fast schmerzfreie Behandlungsmethoden an, um den Zahnarztbesuch möglichst angenehm zu gestalten.
Schmerzfrei dank Laser
Dank eines neuartigen Lasersystems gehört die Angst vor dem Bohrer jetzt der Vergangenheit an. „Schmerzen entstehen in der Regel durch Vibrationen des Bohrers und durch Reibung. Mit Hilfe des Lasers lassen sich beide Schmerzquellen nun vermeiden“, erläutert Zahnspezialist Dr. Michael Weber, leitender Arzt der Zahnklinik Rhein-Ruhr in Mülheim. Während der Behandlung verdampft der Laser Wasser im Mund des Patienten, was Energie freisetzt, die der Experte dann zur Bekämpfung von Karies und Co. verwendet. Durch die im Vergleich zum herkömmlichen Bohrer sehr kleine Behandlungsfläche von nur 2 mm bleiben zudem große Teile des Zahngewebes erhalten. Weiterhin sinkt beim Lasereinsatz das Infektionsrisiko, denn der Lichtstrahl wirkt sterilisierend. Zu den Anwendungsmöglichkeiten der Lasertechnologie gehören neben Kariesbeseitigung noch Paradontose- und Wurzelbehandlungen sowie die Implantologie, das Bleaching sowie die Beseitigung von Süß-sauer- und Heiß-kalt-Überempfindlichkeiten an Zahnhälsen.
Moderne Waffen gegen Karies
Vollkommen schmerzfrei lassen sich kleine Kariesherde mit einem Spezialgel wie dem Carisolv-Gel behandeln. Schon nach einer Einwirkzeit von nur 30 Sekunden weicht die zähflüssige Substanz die erkrankten Zahnpartien auf, sodass der Arzt diese problemlos abschaben kann. Gänzlich lässt sich bei dieser Methode aber nicht auf den Bohrer verzichten. Um das Gel auf die erkrankten Stellen aufzutragen, bohrt der Spezialist den Zahnschmelz neben den erkrankten Partien an. Da dort aber keine Nerven liegen, verursacht dieser Vorgang keine merklichen Beschwerden. „Damit das Gel alle betroffenen Stellen erreicht, darf das Loch im Zahn aber nicht zu groß sein“, erklärt Dr. Weber. In Einzelfällen bietet sich auch eine Kombination aus Gel- und Lasereinsatz an. So besteht die Möglichkeit ein kleines Loch per Laser in den Zahn zu schmelzen, um dann durch die Lücke ein fotoaktives Gel bis zu der betroffenen Stelle einzuleiten. Ausgelöst durch die Energie des Lasers tötet der Wirkstoff dann die Kariesbakterien ab. Es gibt aber auch eine Möglichkeit auf den Laser zu verzichten. Bei beginnendem äußerlichem Befall lassen sich die Kariesbakterien einfach durch ein Druckluft-Aluminium-Gemisch abspülen.
„Intelligente“ Spritze
Mit der fast schmerzfreien Betäubungsspritze „The Wand“® überstehen kleine und große Patienten Behandlungen ohne nennenswerte Leidens- und Angstphasen. Hierbei handelt es sich um eine kleine softwareunterstützte Spritze, die der Zahn-arzt wie einen Kugelschreiber hält und punktgenau gebraucht. Zusätzlich kontrolliert ein Computer die gleichmäßige und exakte Abgabe des Betäubungsmittels. „Viele Patienten denken, dass die Schmerzen beim Spritzen nur durch den Einstich entstehen“, erklärt Dr. Weber. „In Wirklichkeit verursacht aber hauptsächlich der Druck des Spritzens das unangenehme Gefühl“. Durch die kontrollierte und gleichmäßige Abgabe der Wirkstoffe von „The Wand“® entsteht hier gar kein Schmerz.
Spezialtherapien für Angstpatienten
In einigen Fällen hilft Angstgeplagten auch Hypnose, was allerdings ein sehr gutes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient voraussetzt. Während der Behandlung registrieren die Patienten zwar, was mit ihnen passiert, sie fühlen sich aber abgelenkt und empfinden mögliche Schmerzen beim Bohren deshalb nicht so intensiv. Akupunktur unterstützt ebenfalls die Herstellung des seelischen Gleichgewichtes und verringert dadurch die Zahnarztphobie. Für Patienten mit starker Angst und umfangreichen Zahnsanierungen bieten Dr. Christoph T. Sliwowski, ärztlicher Leiter der Klinik und Spezialist für Implantologie in der Zahnklinik-Rhein-Ruhr, und sein Ärzteteam neben umfangreicher psychologischer Betreuung auch eine Behandlung mit Beruhigungsmitteln oder unter Vollnarkose an. „Viele Angstpatienten betreten über Jahre keine Zahnarztpraxis“, warnt Dr. Sliwowski. „Deshalb gilt unser Augenmerk besonders diesen sensiblen Menschen, damit bei ihnen gar nicht erst schwerwiegende Schäden an den Zähnen entstehen“.








