(openPR) Hamburg, Juli 2007 - Erstaunlich häufig liegen Schönheit und Schrecken nah bei einander. Selten jedoch so frappierend wie bei Marc Manns illuminierten jeweLIGHTs Schmuckstücken aus antiken Handelsperlen (Trade Beads). Die Glasperlen wurden in vorigen Jahrhunderten nicht selten gegen Sklaven eingetauscht.
Die Vielfalt an Farben und Formen der Handelsperlen inspiriert Marc Mann zu immer wieder neuen Entwürfen: Von duftig leichten Gespinsten wie „Disorder“ oder „Photophora“ bis hin zu materialbetonten Arrangements wie „Trash“. Das „Flowerchild Bracelet“ verknüpft extrem seltene und kostbare Perlen – die sogenannten „Green Annular Trade Beads“ – mit gesammelten Flaschenhälsen. Es entstand eine Kollektion an leuchtenden Schmuckstücken, die Armreife, Halsketten und Kopfschmuck umfasst.
Der Zauber der Resultate lässt Marc Mann den hohen Preis des Rohmaterials vergessen, ebenso die aufwändige Suche und die Mühen des anschließenden Reinigens und zeitintensiven Sortierens auf dem Leuchtpult. Nur durch diese Schritte erhalten die Schmuckobjekte jene Perlenqualität, die auch im Lichtschein optimal zur Geltung kommt.
„Meist erweist es sich als Trugschluss, durch Wiederverwendung alten Materials Kosten sparen zu können. Doch darum ging es mir von Beginn an nicht. Nicht die Verbilligung der Herstellung, sondern die Bereicherung des Endprodukts war das Ziel“ so Marc Mann über seine Arbeit.
Marc Mann schätzt besonders die Individualität und Unregelmäßigkeit der Perlen, die sich für ihn wohltuend von der sterilen Uniformität heutiger Massenware unterscheidet. Die Patina der alten Ware kontrastiert in den Schmuckobjekten mit der modernen Beleuchtungstechnik, welche die jeweLIGHTs illuminiert. Hierfür greift der Künstler auf Miniatur-LEDs zurück.
Zur Vorgeschichte seiner Rohmaterialien sagt Marc Mann: „Zuerst war ich beeindruckt von der Schönheit des Materials und seiner ausgeprägten Patina, noch ohne Kenntnis seiner Geschichte. Es war diese Faszination, die mein Interesse geweckt hat, mehr über seine Herkunft herauszufinden. Ich habe Bücher gelesen und im Internet recherchiert. Ein ganz wunderbarer Effekt wäre, wenn nun meine Schmuckstücke einen Anstoß gäben, sich mit diesem Stück europäisch-afrikanischer Beziehungen zu befassen. Dies wäre ein kleiner Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte.“
Materialkunde Trade Beads
Trade Beads, antike Handelsperlen aus Glas, wurden in europäischen Manufakturen hergestellt, um in großem Stil mit den afrikanischen Kolonien Handel zu betreiben. Gold, Palmöl, Elfenbein und auch Sklaven wurden gegen die bunten Glasperlen eingetauscht.
Ab dem 16. Jahrhundert florierte die Perlenherstellung in europäischen Zentren wie Venedig, Böhmen und Holland. Hier erreichte die Glaskunst ihre Blüte, und brachte eine Vielfalt von Herstellungstechniken, Farben und Formen hervor, die auf die regionale Herkunft einer Glasperle schließen lassen.
Heutzutage erleben diese Perlen eine Renaissance: Sie werden in gegenläufiger Richtung gehandelt. In West-Afrika (v.a. in Mali) ausgegraben, gesammelt und auf Strängen aufgezogen verkaufen regionale Zwischenhändler die Perlen bis nach Europa und in die USA. Hier avancieren die Perlenstränge („Trade Bead Strands“) zu begehrten Sammler-Objekten, was zu einer teilweise extremen Verknappung führt. Mitunter bewegen sich die Preise um mehrere hundert Dollar pro Strang.
Bezugsquelle jeweLIGHTs:
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