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Tagebuch eines Kopten in Ägypten

07.07.200713:27 UhrKunst & Kultur
Bild: Tagebuch eines Kopten in Ägypten

(openPR) August von Goethe Literaturverlag veröffentlicht Tagebuch eines Kopten in Ägypten von Magdi Wasef.

Der Ich Erzähler dieser Geschichte , ein junger Kopte aus Luxer gerät mit dem Beginn seines Ingenieur-Studiums in Assiut in eine islamistischen Fundamentalisten Hochburg . Sofort wird er als Ungläubiger bezeichnet, weil er Schweinfleisch isst , Musik hört und mit Frauen in der Öffentlichkeit spricht . Der Neuankömmling jedoch kämpft für Toleranz für Freiheit für Unabhängigkeit und Gewaltlosigkeit . Mit seine Studienkollegen Bahe und Sameh diskutiert er über eben diese Werte , die in der Stadt am Nil mit aller Macht unterdrückt werden , selbst in seinem Studium bekommt er Probleme aufgrund seiner offen geäußerten Meinung—Und dann trifft er auch noch auf Nani , eine gleichaltrige Studentin , in die er sich sofort verliebt . Doch Nani steht ganz unter dem Einfluß des Islam.



Die Kopten
Ursprünglich wurden die Ägypter von den Nicht-Ägyptern als „Kopten“ ( vom griechischen “ Aigyptos “, das im Deutschen zu Ägypten wurde ) bezeichneten. Die Ägypter selbst nannten sich Remenkimi . Im 1. Jahrhundert nach Christi Geburt wurde das Land vom Evangelisten Johannes Markus missioniert, und man kann sagen, dass die Ägypter mit der Wende zum 2. Jahrhundert vollständig christianisiert waren. Ab dem Jahr 641 n.Chr. begann die Eroberung des Landes durch arabische Muslime - seit damals wird der Begriff Kopten nur noch auf die einheimischen ( ägyptischen ) Christen angewendet .

Ungefähr 10 Millionen Ägypter sind koptische Christen, das sind ca. 13% der Gesamtbevölkerung ( meistens orientalisch-orthodox , ein Teil koptisch-katholisch ); der Rest verteilt sich auf griechisch-katholische und protestantische Christen sowie Juden.

Die christliche Minderheit in Oberägypten wird häufig benachteiligt und ist regelmäßig das Ziel von Terror und Schutzgelderpressungen radikaler Muslime. Große Probleme werden den Kopten auch in ihrer Religionsausübung gemacht – sie dürfen keine neuen Kirchen bauen und selbst kleinere Reparaturen bedürfen eines Präsidialerlasses.

Die Kopten beanspruchen für sich , die direkten Nachfahren der altägyptischen Bevölkerung der Pharaonenzeit zu sein.

Koptische Sprache und Schrift
Die altägyptische Sprache und die Sprache der Kopten sind ident. In der Schrift bedient man sich koptischen Buchstaben, die bereits seit dem 2. Jahrhundert nach Chr. angewandt wurden.
Die Entwicklung der Schreibung kann in vier Epochen unterteilt werden:
1. Hieroglyphen ( ab ca. 4000 vor Chr. Geburt )
2. Die Hieratische Schrift
3. Die Demotische Schrift ( Schreibart des Volkes )
4. Die Koptische Schrift ( entstand ungefähr 200 n. Chr). Heute findet sie in der Kirche und für die Niederschrift von Hymnen Verwendung ).
Nach der Christianisierung Ägyptens im 3. und 4. Jahrhundert entwickelte sich das Koptische aus dem Demotischen. Selbst nach der Eroberung durch die Araber blieb die Koptische Sprache noch einige Jahrhunderte lang die Alltagssprache Ägyptens, zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert wurde sie jedoch aufgrund der massiv propagierten Arabisierung weitgehend verdrängt, was schließlich im 17. Jahrhundert zu ihrem Aussterben als Verkehrssprache führte. Man nimmt an, dass sich die koptische Sprache jedoch in Oberägypten vereinzelt noch bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts hielt, wobei das Koptische nie die Funktion einer Verwaltungssprache in Ägypten innehatte. In christlich-byzantinischer Zeit bediente man sich dazu weiterhin des Griechischen und in islamischer Zeit des Arabischen. Koptisch wurde meist im privaten und im religiösen Bereich benutzt .

Heute findet das Koptische im Gottesdienst der koptischen Christen als Sakralsprache Verwendung, wobei viele junge Kopten in den letzten Jahrzehnten als Zeichen ihrer besonderen Identität innerhalb der ägyptischen Gesellschaft sich zunehmend wieder dem Koptischen zuwenden. Sie erwerben zumindest Grundkenntnisse der Sprache, sprechen jedoch im Alltag weiterhin Arabisch.

Die alte koptisch Sprache bestand aus fünf Dialekten. Sahidisch in Oberägypten und Bohairisch in Unterägypten waren dabei die wichtigsten und dienten auch als Literatursprachen . Achmimisch, Subachmimisch und Fayyumisch waren lokal begrenzte Dialekte . Die heute angewandte Liturgiesprache basiert auf dem Boharirischen .

Die erste koptische Grammatik wurde 1636 von dem Jesuiten Athanasius Kircher veröffentlicht. Das Koptische bedient sich eigener, aus dem griechischen Alphabet hergeleiteten Schriftzeichen, erweitert um 8 Zeichen demotischen Ursprungs. Im Gegensatz zum Demotischen konnten erstmals auch Vokale geschrieben werden , was heute für die Erforschung der Aussprache der ägyptischen Vorgängersprachen von Bedeutung ist .

Der Kalender
Die altägyptische Zeitrechnung, die Tausende von Jahren vor Christi Geburt entstand und derer sich die ägyptischen Bauern heute immer noch bei ihrer Arbeit in und mit der Natur bedienen, ist die gleiche wie die koptische Zeitrechnung, wobei die koptische Kirche den altägyptischen Kalender auch für die Berechnung der Festtage benutzen. Der koptische Kalender ist in zwölf Monaten mit je 30 Tagen unterteilt, zuzüglich der sogenannten kleinen Monate, die entweder 5 oder 6 Tage lang sind. Seit 284 n. Chr. wird dieser Kalender Märtyrerkalender bezeichnet.

Das Kirchenoberhaupt
Der Patriarch der alten Landeshauptstadt Alexandrien ist seit jeher das Oberhaupt der ägyptischen Kirche. Sein Amtssitz befindet sich seit dem 11 Jahrhundert in Kairo, im Kloster deir el Anba Rueiss. Sein traditioneller Titel lautet „Seine Heiligkeit der Papst von Alexandrien und Patriarch des Stuhles vom heiligen Markus“, ein weiterer Titel lautet „Seine Heiligkeit“ .Laut der auf den altkirchlichen Konzilien festgelegten Ordnung sind der römische Papst, der ökumenischen Patriarch von Konstantinopel/Istanbul und der Patriarch von Alexandrien die drei ranghöchsten Würdenträger der Christenheit . Seit 1971 amtiert Papst Shenouda 3. und ist der 117. Nachfolger des Evangelisten Markus. Heute ist er das Oberhaupt der Koptischen Orthodoxen Kirche, seine Vorgänger war der heilgemäßem (???) Papst Kyrillos 6.

Papst Shenude 3. hat 52 Bischöfe und 288 Priester geweiht, die den Glauben der koptisch-orthodoxen Kirche weit über die Grenzen Ägyptens hinaus getragen haben.
Koptische Kirchen außerhalb Ägyptens:
100 Kirche in den USA ……………..23 Kirchen in Europa .
13 Kirchen in Australien …………….7 Kirchen in Kanada
2 Kirchen in Libyen ………………………..5 Kirchen in sonstigen arabischen Länder.

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