(openPR) Gießen-Friedberg, den 2. Juli 2007 - Shoppen wäre nur halb so schön ohne ansprechende Verkaufsräume, interessante Ausstellungsflächen oder originelle Schaufenster. Früher waren Schauwerbegestalter für die ansprechende Dekoration zuständig, 2004 hat der vielseitige Ausbildungsberuf mit „Gestalter/-in für visuelles Marketing“ einen neuen Namen erhalten. Doch nicht nur der Namen hat sich geändert, auch das Aufgabenfeld wurde merklich erweitert. Schauwerbegestalter waren dafür zuständig, Dekorationen zu planen, Rohskizzen zu fertigen und Materialien auszuwählen, die dann in Schaufenstern oder Verkaufsräumen Verwendung fanden. Die Gestalter/innen für visuelles Marketing müssen darüber hinaus auch moderne Medien wie Grafik-, Bildbearbeitungs- und Layoutprogramme beherrschen. Denn die „brave Optik“ der 80er Jahre hat längst Platz gemacht für technisch anspruchsvolle Installationen, in denen oftmals auch die Funken sprühen. Produkte werden heutzutage nicht nur „ins rechte Licht gerückt“, sondern nach allen Regeln der Kunst inszeniert. Damit die Umsetzung auch bezahlbar bleibt, wurde Betriebswirtschaftslehre in die dreijährige Ausbildung integriert.
Keine leichte Aufgabe also für Aline Unverzagt, Stephanie Mattern, Patricia Keller und Florian Wolf, die als erste Auszubildende in diesem Berufsbild im Juni an der Gießener Willy-Brandt-Schule ihre Abschlussprüfung erfolgreich absolvierten, wie IHK-Ausbildungsberater Hans-Joachim Danne mitteilte. Geprüft wurden visuelle Verkaufsförderung, Projektplanung und -steuerung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Darüber hinaus hatte jeder Prüfling eine praktische Arbeitsaufgabe zu meistern. Hierbei konnten die jungen Leute ihrer Phantasie freien Lauf lassen und vom Ferrari bis zur aktuellen Herbstmode das präsentieren, was ihnen Spaß machte.
Die Mitglieder des Prüfungsausschusses, Klaus Müller (Marburg), Hubert Neubauer (J.H. Fuhr, Gießen), Bianca Frank (Sommerlad, Gießen) sowie Marcel Voss, Wennemar Rustige und Karl Heinz Hartmann (Willy-Brandt-Schule, Gießen) zeigten sich von den Leistungen der vier Prüflinge überzeugt und wünschten ihnen alles Gute für die Zukunft. An vier Standorten in Hessen – neben Gießen auch in Wiesbaden, Frankfurt und Kassel – werden Gestalter/-innen für visuelles Marketing ausgebildet. Fest steht schon jetzt, dass in diesem Jahr mehr Schülerinnen und Schüler an der Willy-Brandt-Schule dieses interessante Berufsbild erlernen werden.











