(openPR) Lyubov Chaykovska war letztes Jahr die Gewinnerin des „Charité Allianz Research Award“. Seit sie ein Kind war, wollte sie Medizinerin werden. 1996 hat sie in ihrem Heimatland der Ukraine an der Danylo Halytskyi Lviv National Medical University studiert und graduierte 2002. Jetzt forscht sie im Center for Cardiovascular Research.
Wie hast du von der ESC erfahren?
Ein Freund von mir hat davon erzählt. Er hat 2003 an der ESC teilgenommen. Letztes Jahr war auch für mich mein drittes Mal und da hab ich den „Charité Allianz Research Award“ gewonnen. Die zwei Jahre davor habe ich nichts gewonnen. 2006 bin ich eigentlich nur aus Spaß auf die ESC gekommen. Ich mag Berlin und die ESC ist immer toll gewesen. Jedes Mal habe ich interessante Leute kennen gelernt.
Wie hast du deinen Auftritt bei der ESC vorbereitet?
Das Abstract habe ich an einem Tag geschrieben. Das Forschungsprojekt an sich hat ungefähr sechs Monate gedauert. Ich hatte alle Ergebnisse und alles einbezogen und dann hab ich mein Abstract in 7 Stunden geschrieben. Die Vorbereitung der Power Point Präsentation ging schnell. Das hat nur zwei Stunden gedauert.
Worum ging es eigentlich in deinem Forschungsprojekt?
Meine Arbeit hieß „Intestinal Injury In Patients With Acute Necrotizing Pancreatitis“. Im Fokus standen Verletzungen der Dünndarmmucosa von Patienten mit schweren Formen von akuter Pankreatitis. Ich machte eine morphometrische Analyse der Höhe der Zotten bzw. Tiefe der Krypten der intestinalen Mucosa und berechnete das Verhältnis Zottenlänge/ Kryptentiefe. Ich fand heraus, dass bei Patienten mit akuter, nekrotisierender Pankreatitis eine gestörte Morphologie der Dünndarmmucosa vorliegt.
Wie hast du dich gefühlt als du das Stipendium gewonnen hast?
Ich war total überrascht. Damit hatte ich nicht gerechnet. Wie gesagt, ich bin ohne Erwartungen auf die ESC gekommen. Ich wollte Feedback für mein Forschungsprojekt, welches ich in der Ukraine gemacht habe. Es kam für mich so unerwartet, weil ich nicht das Ziel hatte das Stipendium zu gewinnen. Meine damalige Professorin meinte aber zu mir: Wenn du es nicht versuchst, dann wirst du es dein Leben lang bereuen.
Nachdem du die Stipendiumzusage hattest, sind irgendwelche
Probleme aufgetaucht?
Nein, nach Deutschland zu kommen beispielsweise war einfach. Ich bin mit den Unterlagen zur Botschaft und ich glaube dort hat die ganze Prozedur 10 Minuten gedauert. Als ich dann hier in Berlin war, gab es auch keine Probleme.
Meine Professorin hatte schon eine Wohnung für mich gemietet. Die ist übrigens sehr schön und gut gelegen. Ich mag Deutschland und bin 100% zufrieden.
Hast du seit dem du in Deutschland bist deine Familie gesehen?
Ja, ich war über Ostern in der Ukraine. Eigentlich lebt meine Familie gar nicht so weit weg. Die Stadt in der ich gelebt habe, liegt an der polnischen Grenze im westlichen Teil der Ukraine. Es sind nur 900 km von dort bis nach Berlin.
Wie ist die Arbeit im Center for Cardiovascular Research?
Die Kollegen hier sind sehr freundlich. Sie helfen mir sehr viel. Ich spreche kein Deutsch, da ich Englisch in der Schule gelernt habe.
Aber ich fange an zu lernen und besuche regelmäßig einen Deutschkurs. Aber hier sprechen alle Englisch mit mir und dafür bin ich sehr dankbar. Sie haben mir auch Berlin gezeigt. Letzten Freitag haben sie für mich sogar eine kleine Geburtstagsparty organisiert. Damit habe ich nicht gerechnet.
Was hast du bisher hier in Deutschland gelernt?
In der Ukraine war ich Chirurgin. Hier mache ich ähnliches nur mit Ratten. Unsere Forschung beschäftigt sich mit Nierentransplantation. Der Vorteil an Deutschland ist, dass ich hier das Equipment habe, was ich brauche. Diese Bedingungen erleichtern meine Arbeit sehr.
Wie hast du die ESC erlebt?
Alles war super organisiert. Ich kannte Berlin nicht. Also ich meine, als ich auf die ESC kam, haben die Leute mich gut eingewiesen. Außerdem, was ich sehr wichtig finde, habe ich klare Instruktionen bekommen, was ich machen soll-
te. Was ich auch gut fand war, dass der Raum, in dem die Präsentationen stattfanden, gut ausgestattet war. Auch die Helfer, die für die Technik verantwortlich waren, waren eine große Hilfe.
Die ESC war wundervoll und ich kann jedem empfehlen, einmal Teil dieser Konferenz zu sein.
Vielen Dank für das Gespräch.
European Students' Conference
Charitéplatz 1
10117 Berlin

















