(openPR) Die Visitenkarte einer Stadt ist ihr Erscheinungsbild. Leider ist dies oft getrübt durch zunehmende sogenannte „wilde“ Plakatierungen. Hierunter leidet nicht nur die Aufenthaltsqualität von Strassen und öffentlichen Plätzen, sondern auch der Finanzhaushalt der Städte und Gemeinden : Die Entsorgung der Wildplakate stellt für die öffentliche Hand einen massiven finanziellen, administrativen und zeitlichen Aufwand dar.
Besonders störend wird von vielen das ungeordnete Plakatieren an Laternenmasten empfunden. Selbst wenn die Plakate von der Stadtverwaltung genehmigt wurden, gibt es kaum Einflussmöglichkeiten auf Format und Erscheinungsbild der Plakatierung. Schon nach dem ersten Regenguss hängt dann schon mal die Tanzeinladung des örtlichen Junggesellenvereins in Fetzen herunter. Leider wird oft auch das Abhängen „vergessen“, so dass in manchen versteckten Ecken des Stadtgebietes noch Ostern für den vergangenen Karnevalsball geworben wird.
Mit einem neuen Konzept will die Stadt Dormagen (63.000 Einwohner) am Niederrhein eine deutliche Schneise in den Plakatwald schlagen. Zum Jahresbeginn 2007 hat die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) in Zusammenarbeit mit der Firma Hoffman Outdoor Media rund 60 hochwertige Citydisplays an hochfrequentierten Standorten aufgestellt. Das flexible Medium ist ausgelegt für Werbung im A0 Format, jedoch können auch kleinere Plakate ausgestellt werden.
Die Werbefirma stellt die beidseitig nutzbaren Citydisplays (1,20 Meter hoch, 0,9 Meter breit) Werbekunden der Stadt zur Verfügung. Nicht nur die üblichen Plakatnutzer können hier werben, sondern auch das regionale Gewerbe der Stadt hat die Möglichkeit, auf Aktionen aufmerksam zu machen. Um das Stadtbild einheitlich zu halten, kümmert sich das Außenteam der Hoffman Outdoor Media um die Befüllung und pünktliche Entnahme der Plakate. Darüber hinaus werden regelmäßige Kontrollfahrten durchgeführt, um eventuelle weitere wilde Plakatierungen aufzuspüren und zu entfernen.
Die Aufstellung der Displays war für die Kommune kostenlos. Pro Nutzungstag erhält die städtische Marketinggesellschaft in Dormagen eine Provision. Andere vertragliche Regelungen, wie z.B. Freianschlag für Kultureinrichtungen und gemeinnützige Vereine sind möglich. Die Vertragslaufzeit im Fall Dormagen erstreckt sich über fünf Jahre – ist also wesentlich kürzer als bei vielen anderen Formen der Außenwerbung.
Wie sind nun die Erfahrungen in Dormagen nach knapp einem halben Jahr mit den Citydisplays? Bei der Aufstellung der Displays gab es einige kritische Stimmen von Anliegern, dieses Problem konnte aber durch Umsetzungen schnell gelöst werden. Vandalismusschäden, vor allem an stark von Jugendlichen frequentierten Standorten sind aufgetreten, wurden aber zügig beseitigt. Bisher nur zögerlich genutzt wird das Angebot von örtlichen Unternehmen und Veranstaltern. Erreicht wurde allerdings eine deutliche Verbesserung des Stadtbildes. Das wilde Plakatieren an Laternenmasten ist – bis auf wenige Ausnahmen - verschwunden. „Wir haben kaum noch Beschwerden“, bestätigt auch Anita Hinkofer vom Dormagener Ordnungsamt. Eine abschließende Bewertung ist nach nur wenigen Monaten natürlich nicht möglich.
Für die Stadt Dormagen hat das neue Konzept auf jeden Fall noch eine zusätzliche positive Nebenwirkung. Der Hintergrund der Citydisplays wurde mit Eigenwerbung gestaltet. Immer wenn die Displays mal nicht mit Werbeplakaten belegt sind, erscheinen Hinweise auf die Hallenbäder oder die historische Zollfeste Zons.
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