(openPR) Halle (Saale), 27.04.07 - Viel mehr junge Menschen, als man gemeinhin denkt, erleiden im Laufe ihres Lebens eine Gefäßerkrankung. Diese kann sich in Form eines Hirnschlages oder Herzinfarktes schon in jungen Jahren bemerkbar machen. Aus persönlicher Betroffenheit im engsten Familienkreis hat der Designer Nikolai Burger im Rahmen eines Stipendiums der Kunststiftung Sachsen-Anhalt Fortbewegungsmittel gestaltet, die den Bedürfnissen dieser speziellen Zielgruppe gerecht werden.
„Wenn Menschen plötzlich behindert sind, leiden sie nicht nur unter ihrer körperlichen Schwächen, sondern auch den Reaktionen ihrer Umgebung. Diese Reaktionen reichen von zynischen Bemerkungen nach dem Motto „Sei doch froh, dass du sitzen kannst…“ bis hin zu Verniedlichungen“, erzählt der Designer aus seinen Erfahrungen, „Das ist natürlich keine große Hilfe für den Betroffenen“.
Auf der Suche nach Möglichkeiten, behinderten Menschen eine geeignete Form der Fortbewegung zu bieten, ließ sich der Designer von Comic-Superhelden inspirieren. „Comic-Superhelden sind in ihrem realen Leben eher schwach und gesellschaftlich wenig beachtet“ erklärt der Designer den Hintergrund seiner Idee, „Aber in Gefahrensituationen bekommen sie Superkräfte und können alle Hürden spielend überwinden.“ Diese Wandlungsmetapher machte sich Nikolai Burger für sein Projekt zu nutze. Er verband die … des Extremsports und dessen Ableger, dem Funsport und übertrug diese Kombination in den Lebensalltag behinderter Menschen.
Während normale Rollstühle bei Bordsteinkanten oder Treppen an ihre Grenzen stoßen, sind solche Hindernisse für die Fahrzeuge von Herrn Burger kein Problem. Sie bieten die Möglichkeit, mit den bestehenden Straßen- und Wohnstrukturen zurechtzukommen und Barrieren zu überwinden. Darüber hinaus lassen sich einige Modelle in der Höhe verstellen, so dass der Kontakt auf Augenhöhe immer gewährleistet ist. Durch die einzigartige Verbindung von Funsport und Rehatechnik sind die Fahr- und Flugzeuge von Nikolai Burger aber nicht ausschließlich für behinderte Menschen interessant. Die sieben unterschiedlichen Modell-Konzepte sollen der aktuellen Situation auf dem Rehamarkt neue Impulse geben und alle Beteiligten zum Weiterdenken ermutigen.
Nikolai Burger ist seit 2005 unter dem Label „atelierkaktus“ freier Designer in Halle.
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