(openPR) BRAUNSCHWEIG - Kritisch beobachten die mittelständischen pharmazeutischen Großhandlungen, die unter Pharma-Privat auf dem pharmazeutischen Großhandelsmarkt agieren, die Geschehnisse im deutschen Apotheken- und Arzneimittelmarkt. "Art und Zeitpunkt der Übernahme von DocMorris durch die Gehe-Muttergesellschaft Celesio" habe, wie Hanns-Heinrich Kehr, Geschäftsführer der Kooperation, erklärte "sehr verwundert".
Hatte man bei Gehe noch vor Monaten das Loblied auf den selbständigen Heilberufler Apotheker gesungen (Beispiel: die Verteidigung des Approbationsgebots für Apothekenleiter durch die Konzernspitze), so ließen die Pressemeldungen und Interviews der Celesio in den letzten Wochen erahnen, dass eine grundlegende Veränderung in der Unternehmenspolitik ansteht.
Anlass zur Sorge müssen der neue Zungenschlag und die Versuche geben, die Apothekerschaft zu verunsichern. Kehr: "Denn dass Europa bereits Weichenstellungen oder gar Fakten für den Fall des Fremdbesitzverbotes geschaffen hat, wie aus Stuttgart behauptet wird, ist schlichtweg falsch." Doch damit nicht genug: Celesio versuche auch noch, direkt Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Und zwar, indem man Bundestagsabgeordnete gezielt auffordere, sie sollten doch besser jetzt selbst Fakten schaffen, bevor europäische Gerichte dies tun! Im Klartext: Hier wird als Gewissheit suggeriert, was in Wahrheit höchst spekulativ ist.
Außer von der DocMorris-Klage vor dem Europäischen Gerichtshof droht den deutschen Apotheken keine Gefahr aus Europa. Diese Klage könnte Celesio als Mehrheitsgesellschafter aber sofort zurücknehmen, so Kehr. "Nur genau dies will das Unternehmen nicht." Celesio wolle sich nicht dem Wettbewerb stellen, sondern mit Hilfe europäischer Gerichte Druck auf die deutsche Politik ausüben um am Ende eine eigene Kette etablieren zu können.
Pharma-Privat habe sich als Kooperation starker selbständiger Unternehmen gegründet, um einer möglichen Übermacht weniger Konzerne auf dem deutschen Apothekenmarkt entgegenzutreten. Als die Alternative im Pharmagroßhandel biete man in diesen Zeiten der großen Verunsicherungen und Veränderungen ein breites Portfolio an Dienstleistungen, damit die selbständigen Apotheken den kommenden Wettbewerb in allen Facetten erfolgreich mitgestalten können. "Ein sich verändernder Markt hat Risiken, aber auch sehr viele Chancen. Diese Chancen möchten wir gemeinsam mit unseren Kunden nutzen", bekräftigte Hanns-Heinrich Kehr.
PHARMA-PRIVAT
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