(openPR) Eine Hörbuch-App, die in neun Sprachen ausgeliefert wird, ist technisch etwas anderes als eine App mit einer Tonspur. Die denk-media UG aus Köln hat in den vergangenen Monaten nicht nur an der sprachlichen Verbreiterung ihrer Familien-App gearbeitet, sondern auch den Katalog kontinuierlich ausgebaut. Mittlerweile stehen 21 Episoden zur Verfügung, die App wird nach Angaben des Unternehmens von rund 2.000 regelmäßigen Hörern genutzt. Parallel richtet sich der Blick verstärkt auf YouTube und die Produktion weiterer Geschichten. Gründer Peter Denk gibt Einblick in den aktuellen Entwicklungsstand.
21 Episoden, neun Sprachen: Wie die Hörbuch-App für Kinder und Familien wächst
Einundzwanzig Episoden stehen mittlerweile in der Klaus Bekker App zur Verfügung. Die Geschichten führen unter anderem nach Mallorca, Neuschwanstein, Wien, Berlin, München, an den Drachenfels und auf die Wartburg sowie nach Miami, Lech, London, Bonn, Amsterdam, Renesse, Paris, Tokio, an den Bodensee, nach Prag, New York, Freiburg und Venedig. London ist dabei bereits Schauplatz von zwei Episoden. Die Geschichten werden in neun Sprachen angeboten. Das klingt nach einem Übersetzungsprojekt, ist in der Praxis aber auch eine Architekturfrage: Namen, Ortsbezeichnungen und Redewendungen müssen so übertragen werden, dass die Handlung in jeder Sprache trägt, ohne dass der Bezug zum realen Schauplatz verloren geht. Für internationale Familien, in denen zu Hause eine andere Sprache gesprochen wird als in der Schule, entsteht daraus ein praktischer Nebeneffekt: Dieselbe Geschichte lässt sich in unterschiedlichen Sprachfassungen hören und vergleichen.
Musik, Sound und Geräusche: Das Update hinter dem Hörerlebnis
Die technische Weiterentwicklung betrifft auch die Tonebene. Die Episoden werden mit Musik, Soundeffekten und Geräuschkulissen gestaltet. Für Kinder ab fünf Jahren soll dadurch ein Hörerlebnis entstehen, das über eine reine Lesestimme hinausgeht. Aus Produktionssicht bedeutet dieser Schritt zusätzlichen Aufwand, insbesondere wenn Geschichten in mehreren Sprachfassungen angeboten werden. Peter Denk, der aus der Fernsehproduktion kommt und in den vergangenen zehn Jahren rund 15.000 ausgestrahlte TV-Minuten verantwortet hat, bringt dabei Erfahrungen aus der Bewegtbild- und Medienproduktion in das Kinderhörbuch-Format ein.
Rund 2.000 regelmäßige Hörer und wachsender Fokus auf YouTube
Mittlerweile wird die Klaus Bekker App nach Angaben des Unternehmens von rund 2.000 regelmäßigen Hörern genutzt. Gleichzeitig baut die denk-media UG ihre Präsenz auf YouTube weiter aus. Dort folgen dem Projekt derzeit rund 9.000 Menschen. Veröffentlicht werden vor allem Trailer sowie etwa zehnminütige Ausschnitte vom Anfang einzelner Geschichten. Vollständige Episoden sollen auf YouTube nur spontan und vereinzelt erscheinen – der komplette Umfang der Geschichten bleibt der App vorbehalten. In den kommenden Wochen soll insbesondere das mehrsprachige Angebot auf YouTube erweitert werden. Damit verlagert sich auch der Social-Media-Fokus des Projekts. Instagram und Facebook werden künftig nicht mehr kontinuierlich aktiv bespielt. Bei Neuveröffentlichungen sind dort jeweils drei bis vier Reels vorgesehen. Die längeren Inhalte und der Ausbau unterschiedlicher Sprachfassungen sollen dagegen verstärkt über YouTube stattfinden.
Neue Funktionen für Eltern: Download, Streaming und Übersicht
Parallel zur inhaltlichen Erweiterung wurde auch an der Benutzerführung gearbeitet. Startbildschirm, Navigation und die Umschaltung zwischen Download und Streaming wurden überarbeitet. Letzteres ist vor allem mit Blick auf Situationen ohne stabiles Netz relevant, etwa im Auto, im Zug oder im Ausland. Wer eine Episode vorab herunterlädt, kann sie unterwegs ohne laufenden Datenverbrauch abspielen. Innerhalb der App gibt es keine Fremdwerbung und keine Weiterleitungen nach außen; Kinder bewegen sich in einem geschlossenen Bereich. Genau dieser Punkt zählt laut Rückmeldungen von Nutzern zu den häufig genannten Argumenten, neben dem Umstand, dass Eltern nicht jedes Mal aufs Neue prüfen müssen, was ihr Kind gerade hört.
Neue Episoden: Von Tansania über die Bretagne bis nach Thailand
Durch weitere Unterstützung eines Investors kann die Produktion neuer Geschichten fortgesetzt werden. Als nächste Reiseziele sind unter anderem drei Episoden aus Tansania, eine Nilkreuzfahrt sowie eine Geschichte aus der Bretagne geplant. Danach sollen verstärkt jene Destinationen aufgegriffen werden, die sich Hörer gewünscht haben. Dazu zählen Dänemark, Istanbul, Thailand, Kenia und Kitzbühel. Weitere Schauplätze sollen folgen. Damit wächst die Klaus-Bekker-Welt nicht nur zahlenmäßig, sondern folgt zunehmend den Interessen der Hörerschaft. Entwickelt werden die Stoffe von Peter Denk, geschrieben von Autor Andy Cremer; zugleich befindet sich ein Autorenteam im Aufbau. Insgesamt arbeiten fünf Personen an dem Projekt.
Hören, planen, hinausgehen: Warum reale Orte den Unterschied machen
Der inhaltliche Ansatz unterscheidet sich von klassischen Kinderhörbüchern in einem wesentlichen Punkt: Die Schauplätze existieren tatsächlich. Nach dem Hören lässt sich der jeweilige Ort nachschlagen und bei Gelegenheit auch besuchen. Peter Denk beschreibt die Reihenfolge als Dreischritt: gemeinsam hören, danach planen, schließlich hinausgehen. Beobachtet hat er dabei, dass Kinder nach dem Hören von sich aus nach den Orten, Legenden und Hintergründen fragen. Die Hauptfiguren sind dabei bewusst keine Musterkinder. Sie sind gut, aber nicht brav – eine Setzung, die dem Anspruch folgt, Lebendigkeit und Fantasie nicht als Störung, sondern als Voraussetzung zu behandeln.
Zwischen App und Social Media: Klaus Bekker setzt auf langfristigen Ausbau
Dass eine weitere App zunächst auf Zurückhaltung stoßen kann, ist dem Kölner Unternehmen bewusst. Der Bildschirm ist umkämpft, und viele Eltern reagieren reserviert auf jeden zusätzlichen Download. Die Antwort darauf besteht weniger in Werbeversprechen als in konkreten Merkmalen: eine wachsende Auswahl an Geschichten, ein geschützter Bereich ohne Fremdwerbung und mehrere Sprachfassungen. Während YouTube künftig stärker für Trailer, Ausschnitte und mehrsprachige Inhalte genutzt wird, bleibt die Klaus Bekker App der zentrale Ort für die vollständigen Geschichten. Der Anspruch, an dem sich das Projekt messen lassen will, bleibt dabei deutlich formuliert: Klaus Bekker soll für Familien das werden, was Klassiker wie „Die drei Fragezeichen“ oder „Fünf Freunde“ für frühere Generationen waren – nur von Beginn an international angelegt. Mit inzwischen 21 Episoden, rund 2.000 regelmäßigen Hörern und zahlreichen weiteren geplanten Reisezielen ist die Grundlage für den weiteren Ausbau gelegt.
Weitere Informationen zur App, zu den verfügbaren Geschichten und zum Download finden Interessierte unter www.klausbekker.com.
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