(openPR) Initiative zur regionalen Zertifizierung von Handel und Dienstleistung im geographischen Westerwald.
Leuchttürme sind in der Seefahrt nicht wegzudenken. Ohne sie finden die Schiffe nicht in den Hafen.
Aber, was hat der Westerwald damit zu tun? Hier können wir Leuchttürme gebrauchen, die uns den Weg zum qualitativen, regionalen, mittelständischen, inhabergeführten Facheinzelhandel weisen.
Die Innenstädte werden heute immer noch durch den Einzelhandel geprägt. Kaufkraftabwanderung in die Ballungsgebiete ist dann oft der Anfang vom Ende einer sterbenden Stadt. Über 60% des Zielverkehrs in Innenstädte wird durch den Einzelhandel initiiert. Ist dieser Einzelhandel nicht mehr vorhanden, so stirbt eine Stadt. Leerstandsquoten von bis zu 20% sind hierbei keine Seltenheit. Aufgrund der hohen Verkaufsflächenzunahme, Deutschland ist auch auf diesem Gebiet Weltmeister, entstehen viele Wettbewerber auf der grünen Wiese und die Innenstadt blutet weiter aus.
Es fehlt an Beratungskompetenz und motivierten Mitarbeiter. Dies aber erwartet der Kunde. Der Handel ist gezwungen, sofern er überleben will, seine Situation kritisch zu überdenken und sich in der Gemeinschaft den Entwicklungen des Marktes zu stellen.
Es bieten sich auch heute noch jede Menge Chancen, dies besonders bei beratungsintensiven Produkten. Wer als Verbraucher intensiv die Preise im Internet vergleicht, erkennt daß wenn er ehrlich ist, der stationäre Einzelhandel gar nicht so schlecht abschneidet. Wenn er die Serviceleistungen einbezogen werden (kostenlose Anlieferung und Montage der Waschmaschine, Rücknahme und Entsorgung des alten Gerätes) dann hat der regionale Einzelhandel sogar Vorteile zu bieten. Aber, und dies ist das andere Problem, der Fachhändler kann seine Vorteile gar nicht so richtig vermarkten.
Wir brauchen im Westerwald Leuchttürme, beschrieb es Peter Paul Weinert auf einer Vortragsveranstaltung in Westerburg, Leuchttürme als Wegweiser und Vorbild für die Region.
Dies war das Stichwort für die zwei Agenturen, AMK – Agentur für Marketing & Kommunikation Jochen Monjau, Altenkirchen und empathie-concept Roland Schönberger, Westerburg, ein Leuchtturmkonzept, die „Wäller-Klassiks“ auszuarbeiten.
Was sind die Wäller-Klassiks?
Die „Wäller-Klassiks“ symbolisieren eine branchenübergreifende Initiative zur Qualifizierung und Zertifizierung des Westerwälder Handels und der Dienstleister.
Dies in einer in sich geschlossenen, mehrteiligen Maßnahme.
Nicht moderne Marketingstrategien, sondern Rückbesinnung auf die alten Kaufmannstugenden sind hierbei der Weg.
Umgesetzt und realisiert wird diese mehrstufige Qualifizierung mit zwei professionellen Marketing- & Kommunikationsagenturen. Nach Testeinkäufen, Betriebsbegehungen, Gruppenschulungen und Einzelcoachings, erhält der Betrieb einen individuellen Unternehmensbericht, mit Anleitungen zur praxisorientierten Umsetzung. Für die Folgezeit werden Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Natürlich stehen die beiden Westerwälder Agenturen auch danach beratend und aktiv zur Seite. Für „akute Fälle“ wird eine Beratungshotline eingerichtet.
Nach einer Abschlussprüfung werden den erfolgreichen Unternehmen eine Urkunde und ein Zertifizierungsschild mit Jahreszahl und Güteklasse, so wie es aus der Hotellerie bekannt ist, verliehen. Die Gültigkeit beträgt 24 Monate.
Teilnehmen können branchenübergreifend alle Einzelhandelsfachgeschäfte und Dienstleister des Westerwaldes. Im ersten Part ist die Teilnehmerzahl auf 20 Unternehmen begrenzt.
Hat der Westerwälder Kunde hiervon einen Nutzen?
Der Kunde kann beim Kauf in einem Wäller-Klassiks-Unternehmen sicher sein, daß er von motiviertem und geschultem Personal beraten wird. Dass in diesem Haus Servicestandards gepflegt werden und er im Falle einer Reklamation einen kompetenten Ansprechpartner vorfindet. Bei Unstimmigkeiten steht dem Kunden eine Clearingstelle zur Verfügung. Hier kann er Lob und Tadel anbringen und weiß, daß sich jemand um seine Belange kümmert.
Jochen Monjau













