(openPR) Egg, 20. August 2026: Pro Jahr werden in der Schweiz um die 100 Lang- und ca. 150 Kurzspielfilme realisiert. Zusammen mit den Fernsehproduktionen dürften es um die 500 Filme sein, die jährlich mit Schweizer Beteiligung realisiert werden. Umso erstaunlicher ist es, dass für den Schweizer Film kein öffentlich zugängliches umfassendes Filmverzeichnis existiert(e).
Das private Projekt filminfo.ch tritt an, diese Lücke zu füllen. Mit aktuell über 23000 Schweizer Filmen dürfte es das aktuell grösste öffentliche Schweizer Filmverzeichnis sein. Neben einer sehr umfassenden Liste auf der Unterseite https://filminfo.ch/cms/schweizer-filmverzeichnis kann in der webbasierten Datenbank gezielt nach Titeln, Personen (Regie, Schauspieler/innen), nach Zeitraum, Länge und Altersfreigabe gesucht werden.
Hinter dem Projekt steckt der passionierte Filmliebhaber und Privatsammler Urs Pfister. Seit dem Jahre 2021 sammelt er Filme und pflegt diese über eine Datenbank. Mit der Zeit wurde der Schwerpunkt auf Schweizer Filme verlagert, weil Urs Pfister es leid war, "nur" Hollywood-Schinken zu erfassen. Daraus ist eine Leidenschaft für Schweizer Filme entstanden. Über die letzten Jahre kamen so über 23000 Filme zusammen, die sich (digitaler erfasst) in seinem Archiv befinden.
Zu seiner Motivation meint Urs Pfister: "Das Schweizer Filmschaffen ist sehr vielfältig, es ist aber ausgesprochen schlecht dokumentiert. Der grösste Teil der Filme verstaubt irgendwo in einer Bibliothek auf einer DVD oder VHS-Kassette". Gemäss Urs Pfister lassen sich neuere Filme eher im Netz ausfindig machen, aber meist nur für einen kurzen Zeitraum. Dazu nochmals Urs Pfister "Oft erscheinen Schweizer Filme für ein paar Wochen bei SRF, RTS, RTI oder RTR, verschwinden danach aber von der Bildfläche".
Das öffentlich zugängliche Filmverzeichnis unter filminfo.ch wird automatisiert ab der internen Datenbank des Filmsammlers erstellt, Es wird in der Regel ein bis zweimal pro Woche aktualisiert. Urs Pfister hofft, dass mit diesem Verzeichnis das kollektive Schweizer Filmgedächtnis gestärkt werden kann.
Ergänzend dazu gibt es von Zeit zu Zeit begleitende Beiträge zum Schweizer Filmschaffen. Durch die private Trägerschaft und ein hohes Mass an Automatisierung ist filminfo.ch nicht auf staatliche Fördergelder angewiesen. Aufgenommen ins Verzeichnis werden alle Produktionen mit Schweizer Kontext. Das einzige Kriterium ist, dass ein Werk irgendwo verfügbar ist. Dazu nochmals Urs Pfister: "Schweizer Amateurfilme gehören genauso zum Kulturerbe wie die Verfilmung des Musicals 'Ewigi LIebi'"
Gemäss dem Filmemacher gibt es keine schlechten Filme, sondern "nur" Filme, die einem gefallen oder nicht. Bei der Recherche kommt es zuweilen vor, dass Filmemacher/innen kontaktiert werden, um Raritäten erfassen zu können. Viele der Anfragen verliefen positiv, einzig ein Filmemacher habe ihm beschieden, der Film sei zu schlecht, als dass er ihn in ein Archiv geben wolle. Das Werk trägt den passenden Namen ' L'affaire Suisse' oder auf Deutsch "Eine Schwizer Affäre". In diesem Sinne ist filminfo.ch 'L'affaire Suisse' für den Schweizer Film, auch wenn jetzt gerade dieser Film bislang den Weg nicht ins Verzeichnis fand.
















