(openPR) PRESSEMITTEILUNG
Alle reden über KI. Aber wer baut eigentlich die Welt, auf der sie läuft?
digiWiesn Summit rückt den Maschinenraum des KI-Booms in den Mittelpunkt – und die Frage, welche Rolle der deutsche Mittelstand darin spielen kann
München, August 2026. Das nächste KI-Modell. Der nächste Agent. Der nächste Chatbot. Während sich ein großer Teil der Debatte darum dreht, was künstliche Intelligenz alles können wird, gerät eine wesentlich handfestere Frage aus dem Blick:
Wer baut eigentlich die Infrastruktur, auf der diese neue KI-Welt läuft?
Rechenzentren, Energieversorgung, Kühlung, Netze, Hardware, Dateninfrastruktur und Cybersecurity sind die physische Grundlage des KI-Booms. Und genau dort könnte eine große Chance für deutsche und europäische Unternehmen liegen.
„Wir müssen nicht alle das nächste ChatGPT bauen“, sagt Werner Theiner, Gründer der digiWiesn. „Aber warum sollten wir nicht einen Teil des Maschinenraums der KI-Welt bauen?“
Diese Frage steht im Zentrum des ersten digiWiesn Summit am 21. September 2026 in München. Nach 19 Jahren bekommt die digiWiesn damit erstmals einen eigenen Summit.
KI wird zum Industriegeschäft
Künstliche Intelligenz wirkt digital. Ihre Infrastruktur ist es nicht.
Sie braucht Gebäude. Strom. Kühlung. Chips. Server. Glasfaser. Netzwerktechnik. Sichere Datenverbindungen. Und Unternehmen, die all das entwickeln, bauen und betreiben können.
Genau hier wird KI für den Mittelstand interessant.
Deutschland verfügt über starke Unternehmen im Maschinenbau, in Elektrotechnik und Automatisierung, bei Energie- und Kühlsystemen, Rechenzentrumstechnik, Sensorik, Netzinfrastruktur und IT-Security.
„Vielleicht stellen wir in Deutschland zu häufig die falsche Frage“, sagt Theiner. „Wir schauen nach Kalifornien und fragen: Wer entwickelt das nächste große KI-Modell? Mich interessiert genauso: Wer baut das Rechenzentrum dafür? Wer liefert die Energie? Wer verbindet die Systeme? Und wer sorgt dafür, dass das Ganze morgen noch funktioniert?“
Aus dem vermeintlichen Softwarethema KI wird damit ein Industrie- und Infrastrukturthema.
Wer kann es bauen? Wer kann es betreiben? Wer kann es schützen?
Diese drei Fragen ziehen sich durch den Summit.
Denn mit der wachsenden Bedeutung digitaler Infrastruktur wächst auch die Abhängigkeit von ihr.
Ein Ausfall betrifft längst nicht mehr nur einzelne Computer. Vernetzte Produktionsanlagen, Logistik, Energieversorgung und zunehmend KI-gestützte Prozesse machen Cybersecurity zur unternehmerischen Frage.
„Wir dürfen nicht erst alles miteinander verbinden und anschließend überlegen, wie wir es schützen“, sagt Theiner. „Security gehört in die Architektur.“
Beim digiWiesn Summit werden AI & Robotics, Infrastruktur und IT-Security deshalb bewusst nicht als getrennte Welten betrachtet. Hinzu kommen Mobilität und Space als weitere Technologiefelder.
Keine PowerPoint-Parade
Politische Grundsatzreden sollen am 21. September bewusst nicht den Tag bestimmen.
Im Mittelpunkt stehen Unternehmen, Technologien und konkrete Anwendungen.
Was können wir bereits? Was können wir selbst bauen? Wo sind wir abhängig? Wo entstehen neue Märkte? Und wo kann der Mittelstand mitverdienen?
„Wenn wir Unternehmern einen Tag lang erzählen, dass KI die Welt verändern wird, haben wir ihre Zeit verschwendet“, sagt Theiner. „Das wissen sie längst. Ich möchte sehen, was heute schon funktioniert – und wer daraus morgen ein Geschäft machen kann.“
Der Summit versteht sich deshalb nicht als weitere klassische KI-Konferenz. Showcases, kurze Impulse und persönliche Gespräche sollen unterschiedliche Branchen zusammenbringen.
Denn genau dort sieht Theiner ein weiteres Problem:
„Der Security-Experte besucht die Security-Konferenz, der Maschinenbauer seinen Branchentreff und die KI-Leute treffen die KI-Leute. Mich interessiert der Moment, in dem diese Menschen miteinander reden.“
300 Namensschilder sind noch kein Netzwerk
Dieser Gedanke gehört seit 19 Jahren zur DNA der digiWiesn.
Für Theiner bedeutet Networking nicht, möglichst viele Menschen in einen Raum zu stellen.
„300 Menschen mit Namensschildern sind noch kein Netzwerk. Die entscheidende Frage lautet: Wen müsste dieser Mensch kennenlernen, damit etwas passiert?“
Genau diese Begegnungen sollen beim Summit entstehen: zwischen Mittelstand und Technologieunternehmen, zwischen Anwendern und Entwicklern, zwischen Infrastruktur und Security und zwischen Branchen, die bislang wenig miteinander zu tun hatten.
Erst zeigen. Dann begegnen. Dann weiterreden.
Der Summit am 21. September ist der Auftakt einer bewusst aufgebauten digiWiesn-Woche.
Am 22. September folgt der 19. Weißwurst Kongress. Rund 150 geladene Persönlichkeiten kommen dort zum persönlichen Austausch zusammen – ohne klassische Vortragsbühne.
Ab 23. September gehen die Gespräche bei „O’gsogt is“ weiter. Dort bekommt dann auch die politische Perspektive bewusst mehr Raum.
Die Dramaturgie ist einfach:
21. September: zeigen, was Unternehmen können.
22. September: die richtigen Menschen zusammenbringen.
Ab 23. September: weiterreden – auch darüber, welche Rahmenbedingungen sich verändern müssen.
Theiner hat dabei einen ungewöhnlich einfachen Maßstab für den Erfolg des neuen Summit:
„Wenn am Abend alle sagen: ,Tolle Veranstaltung‘, ist mir das eigentlich zu wenig.“
Besser wäre ein anderer Satz:
„Da war heute jemand, mit dem telefoniere ich morgen.“
Denn hinter dem derzeitigen KI-Hype entsteht gerade eine neue industrielle Infrastruktur.
Die Frage ist nicht nur, welche KI wir künftig nutzen. Die Frage ist auch, wer an der Welt baut, auf der sie läuft.
















