(openPR) Die zunehmende Verbreitung von Kryptowährungen stellt Unternehmen und Finanzinstitute vor neue Herausforderungen im Bereich der Sanktions-Compliance. Während klassische Sanktionsverstöße häufig eindeutig gegen geltende Vorgaben verstoßen, erfolgt die Sanktionsumgehung durch Krypto oftmals über komplexe Transaktionsstrukturen, die sich formal innerhalb des rechtlichen Rahmens bewegen können, in der Praxis jedoch dieselbe Wirkung entfalten. Digitale Vermögenswerte, dezentrale Technologien und internationale Zahlungsströme erfordern deshalb eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Kontrollmechanismen und Risikobewertungen. Das Intensiv-Seminar „Deep Dive: Sanktionsumgehung durch Krypto“ der Akademie Heidelberg beleuchtet aktuelle Umgehungsstrategien, regulatorische Entwicklungen und praxisnahe Ansätze zur Identifikation kritischer Sachverhalte.
Neue Herausforderungen bei der Sanktionsumgehung mit Kryptowährungen
Die Digitalisierung des Finanzsektors eröffnet nicht nur neue Geschäftsmodelle, sondern schafft zugleich zusätzliche Möglichkeiten zur Umgehung internationaler Sanktionen. Insbesondere Peer-to-Peer-Transaktionen, Privacy Coins, Wallet-Strukturen, Smart Contracts oder die Einbindung von Akteuren in Drittländern erschweren die Nachverfolgung von Zahlungsströmen. Compliance-Abteilungen stehen vor der Aufgabe, verdächtige Muster frühzeitig zu erkennen und bestehende Kontrollsysteme an neue Risikoszenarien anzupassen. Gleichzeitig beeinflussen geopolitische Entwicklungen und regulatorische Anforderungen die Bewertung entsprechender Transaktionen zunehmend.
Risiken für Compliance und Sanktionsprävention
Die Identifikation sogenannter Red Flags gewinnt im Umgang mit Kryptowährungen erheblich an Bedeutung. Verschleierte Zahlungswege, Wallet-Adressen mit unklarer Herkunft, der Einsatz von Mixing-Diensten oder ungewöhnliche Transaktionsstrukturen können Hinweise auf Umgehungsversuche liefern. Das Seminar greift darüber hinaus aktuelle Fallbeispiele auf, darunter den international beachteten Fall Copper Technologies, und ordnet regulatorische Grauzonen sowie Reaktionen der Aufsichtsbehörden fachlich ein. Ergänzend werden geopolitisch relevante Risikoländer sowie aktuelle Entwicklungen aus den Jahren 2025 und 2026 im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Compliance-Praxis betrachtet.
Inhalte des Seminars
Im Seminar werden unter anderem folgende Themen behandelt:
- regulatorische Entwicklungen im Spannungsfeld von Technologie und Geopolitik
- Mechanismen und Typologien der Sanktionsumgehung mit Kryptowährungen
- Peer-to-Peer-Transaktionen, Privacy Coins sowie Smart-Contract-Modelle
- Umgehungsstrategien über Drittländer, Mining, Hacking und Spenden
- Analyse der Fallstudie Copper Technologies und weiterer Praxisfälle
- Red Flags im Krypto-Transaktionsverhalten und Detektionsansätze
- Herausforderungen der Geldwäsche- und Sanktionsprävention
- Aktuelle Entwicklungen und Diskussion zukünftiger Instrumente zur Durchsetzung von Sanktionen.
Zielgruppen des Seminars
Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende aus den Bereichen Sanktions- und Embargobestimmungen mit entsprechender Praxiserfahrung sowie an Fachkräfte aus Compliance, Geldwäsche- und Betrugsprävention, Recht, Zahlungsverkehr und Interner Revision. Ebenso angesprochen werden Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Wirtschaftsprüferinnen und Wirtschaftsprüfer mit Schwerpunkt Compliance. Damit wendet sich das Seminar an Fachkräfte, die regulatorische Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungen bewerten, überwachen oder organisatorisch steuern.
Referent
Referent ist Jan-Eric Dippel, Diplom-Jurist (LL.M.) sowie Geldwäschebeauftragter und Sanctions Officer (CASP). Er verfügt über langjährige Erfahrung in den Bereichen Bankenregulierung, Geldwäsche- und Sanktionsprävention und verantwortet in seiner beruflichen Praxis die Geldwäsche- und Sanktions-Compliance eines MiCAR-lizenzierten Kryptowerte-Dienstleisters. Darüber hinaus berät er Finanzinstitute und Krypto-Dienstleister zu regulatorischen Fragestellungen rund um Blockchain, Kryptowerte und Compliance.
Das Online-Seminar „Deep Dive: Sanktionsumgehung durch Krypto“ findet am 4. November 2026 statt. Weitere Informationen: https://www.akademie-heidelberg.de/seminar/deep-dive-sanktionsumgehung-durch-krypto













