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Graduiertenkolleg Contradiction Studies weiter gefördert

02.06.202613:43 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) „Die weitere Förderung ist ein großartiges Signal für die Bremer Contradiction Studies“, sagt Karen Struve, Professorin für Frankoromanistische Literaturwissenschaft, die gemeinsam mit Ingo H. Warnke das Sprecher:innenteam des Graduiertenkollegs bildet. Warnke, Professor für Interdisziplinäre Linguistik, ergänzt: „Das Kolleg wird weiterhin ein lebendiger interdisziplinärer Raum für internationale junge Forschende sein, die zu Dynamiken der Polarisierung in widersprüchlichen Welten arbeiten werden.“

Graduiertenkollegs sind interdisziplinäre Einrichtungen, die strukturierte Promotionsprogramme anbieten. In der ersten Förderphase arbeiteten 36 Promovierende und 3 Postdocs aus 15 Ländern im Graduiertenkolleg „Contradiction Studies“. Das Graduiertenkolleg ist Teil der Bremer Verbundforschungsplattform „Worlds of Contradiction“, die Forschung von über 100 Mitgliedern zur Komplexität von Widersprüchen in historischen und gegenwärtigen Konstellationen bündelt.

Professorin Jutta Günther, Rektorin der Universität Bremen, gratuliert Karen Struve und Ingo H. Warnke sowie dem gesamten Antragsteam: „Ich gratuliere Karen Struve und Ingo Warnke sowie allen Beteiligten sehr herzlich. Die uneingeschränkte Weiterförderung des Graduiertenkollegs ist eine große Anerkennung der bisherigen Leistungen und Ausdruck des Vertrauens in künftige Forschungsarbeiten unserer Forschenden in der frühen Karrierephase. Ihre Arbeiten sind ebenso originell wie gegenwartsbezogen. Die Befassung mit Widersprüchlichkeiten kann der Gesellschaft dabei helfen, aktuelle Konflikte und Krisen einzuordnen, anstatt sie vorschnell in einfache Gegensätze aufzulösen.“

Über das Graduiertenkolleg „Contradiction Studies – Widerspruch und Widersprüche in Dynamiken der Polarisierung“

Widerspruchsfreiheit gilt in Wissenschaft, Recht und besonders in der Logik als wichtiges Ideal. Das Kolleg untersucht, wie dieses Ideal zu den Widersprüchen des alltäglichen Zusammenlebens passt.

In der zweiten Förderphase liegt der Schwerpunkt auf Dynamiken der Polarisierung, die zwischen scheinbar gegensätzlichen Positionen entstehen. Das Kolleg interessiert sich dafür, wie sich Zusammenleben, gesellschaftliche Positionen und Artefakte jenseits einfacher Gegensätze verstehen lassen. Es setzt sich damit gegen vereinfachende Sichtweisen auf Gesellschaft und Weltbilder ein.

Dazu arbeiten Forschende aus den Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften interdisziplinär zusammen. Gemeinsam hinterfragen sie auch kritisch die häufig verwendete Vorstellung einer „polarisierten Gesellschaft“.

Im Graduiertenkolleg kooperieren Forschende aus Fächern von empirischer Kulturwissenschaft, Sozial- und Kulturanthropologie, Interdisziplinärer Linguistik, Literaturwissenschaft (Romanistik, nordamerikanische und postkoloniale Literaturen, Germanistische Mediävistik), Rechtswissenschaft bis zu Humangeographie, Politikwissenschaft, Philosophie und Religionswissenschaft.

Das Kolleg wird weiterhin global vernetzt arbeiten. Nicht zuletzt garantieren drei namhafte Mercator-Fellows ein hohes Maß an Internationalität.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Karen Struve
Frankoromanistische Literaturwissenschaft
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften
Sprecherin des Graduiertenkollegs
Universität Bremen
Telefon: +49 0 421 218- 68423
E-Mail: E-Mail

Prof. Dr. Ingo H. Warnke
Deutsche Sprachwissenschaft; Interdisziplinäre Linguistik
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften
Sprecher des Graduiertenkollegs
Sprecher der Verbundforschungsplattform Worlds of Contradiction (WOC)
Universität Bremen
Telefon: +49 0 421 218-68290
E-Mail: E-Mail

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