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Was Mitglieder von ihren Parteivorsitzenden erwarten

Bild: Was Mitglieder von ihren Parteivorsitzenden erwarten

(openPR) Welche Erwartungen haben Parteimitglieder an Parteivorsitzende? Während sich die Parteienforschung traditionell auf institutionelle und strategische Aspekte innerparteilicher Führung konzentriert, rückt dieses Buch die Persönlichkeit in den Fokus. Auf Grundlage einer Befragung von über 22.000 Mitgliedern der CDU, SPD und von Bündnis90/Die Grünen zeigt der Autor, dass gute Führungspersönlichkeit von Parteimitgliedern kognitiv systematisch verknüpft wird und sich zu drei idealtypischen Profilen verdichtet.

Die Ergebnisse machen deutlich: Mitgliederwirksame Führung ist nicht allein durch formale Ordnungsmodelle bestimmt. Persönlichkeit trägt maßgeblich zur Wahrnehmung und Akzeptanz politischer Führung bei. Dieses Buch untersucht Erwartungen an gute Parteivorsitzende aus Perspektive von Parteimitgliedern und verbindet damit Ansätze der politischen Führungs- und Parteienforschung. Die Forschungsfrage lautet: Wie lässt sich Mitgliederwirksamkeit durch die Persönlichkeit von Parteivorsitzenden erklären? Empirisch basiert die Studie auf einer Befragung von über 22.000 Parteimitgliedern aus B90/Die Grünen, CDU und SPD.

Mittels PCA werden drei idealtypische Führungsprofile identifiziert: 1) das Political Media Idol, 2) das Trust Beacon und 3) der Smart Commander. Die Analysen zeigen, dass die Erwartungen von Mitgliedern an Vorsitzende über strategisch-organisatorische Fähigkeiten hinausgehen und auch persönliche Eigenschaften und Führungsstile einschließen. Zudem legen die Ergebnisse der Studie nahe, dass im politischen Deutschland zu Beginn der 2020er-Jahre unter Parteimitgliedern die Idealvorstellung eines wertegeleiteten, integrativen und integren Vorsitzenden, der sich durch einen moderierenden Führungsstil auszeichnet, dominiert. Zugleich macht die Studie deutlich: Einer idealtypischen Erwartungshaltung der Mitglieder realtypisch zu entsprechen, würde aus Sicht von Parteivorsitzenden der Komplexität politischer Führung nicht gerecht. Was aus Mitgliederperspektive als zugeschriebenes und wünschenswertes Persönlichkeitsprofil erscheint, entpuppt sich letztlich als eines von mehreren Elementen 'guter' Parteiführungspersönlichkeit

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Marius Minas

Originalpublikation:
https://doi.org/10.3224/84743433

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