(openPR) Umfassendes Rettungskonzept mit ganzheitlichem Ansatz
bei
zukünftigen Walstrandungen und gesicherter Kostenübernahme
Bürgerteam kämpft um das Leben von „Hope“ – Expertenkonzepte liegen vor, Millionen-Finanzierung gesichert, Ministerium verweigert bislang die Genehmigung
Die Situation: Ein Wal kämpft ums Überleben – und die Uhr tickt
Seit mehr als 12 Tagen liegt ein juveniler Buckelwal in der Kirchsee vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht. Das Tier, der den Namen „Hope“ bekommen hat, ist am Leben – zeigt aktive Bewegungen mit seinen Flossen – doch die Zeit läuft ab. Ohne sofortiges Handeln droht dem Wal ein qualvoller Tod.
Buckelwale sind als „hochgradig wandernde Arten“ international anerkannt und gemäß UNCLOS (Art. 65 und 120) unter besonderen völkerrechtlichen Schutz gestellt. Hope ist damit nicht nur ein Tier in Not – er ist, völkerrechtlich betrachtet, ein Weltbürger in Seenot. Deutschland hat sich durch UNCLOS verpflichtet, Meeressäuger aktiv zu schützen – nicht lediglich ihr Sterben zu verwalten.
Großwale wie Hope gehören zum „Common Heritage of Mankind“ – zum Erbe der gesamten Menschheit. Ihr Schutz ist keine regionale Verwaltungsaufgabe, sondern eine internationale und moralische Verpflichtung. Gemäß Artikel 20a Grundgesetz hat der Schutz von Tieren Verfassungsrang als Staatsziel. Das Leben des Wals steht dabei eindeutig über dem Interesse an Forschungsergebnissen: Wenn wissenschaftliche Interessen das Überleben des Tieres gefährden, muss in der Abwägung das Leben Vorrang haben – das ist keine politische Meinung, sondern Verfassungsrecht.
Ein zusätzlicher Grund zur Eile: Die Bevölkerung verliert die Geduld
Die Stimmung vor Ort und in den sozialen Medien kippt. Zahlreiche Menschen drängen darauf, selbst ins Wasser zu gehen, um dem Wal zu helfen. Videos aus dem Gebiet verbreiten sich viral. Die Situation wird zunehmend unkontrollierbar. Dies ist ein zusätzlicher, gewichtiger Grund, Hope so schnell wie möglich aus der Kirchsee zu begleiten: Solange der Wal dort liegt, steigt das Risiko unkontrollierter Eigeninitiativen durch besorgte Bürgerinnen und Bürger. Eine geordnete, fachlich geführte Rettung schützt nicht nur das Tier – sondern auch die Menschen.
Jeder weitere Tag ohne Handeln ist ein weiterer Tag mit unkontrollierbarem öffentlichem Druck. Die wachsenden Kosten für das Land – und warum sie gesichert sind
Der Einsatz rund um Hope verursacht dem Land Mecklenburg-Vorpommern bereits erhebliche und weiter steigende Kosten. Während die Gemeinde Timmendorfer Strand für die Anfangsphase in Niendorf noch mit 40.000 bis 100.000 Euro kalkulierte, dürfte die Gesamtrechnung für MV aufgrund der langen Dauer seit Ende März und der intensiven Bewachung deutlich höher ausfallen.
Laufende Kostenfaktoren für das Land MV:
• Dauereinsatz der Wasserschutzpolizei
• Dauereinsatz im Bereich Weitendorf Hof
• Feuerwehr-Bereitschaft
• Speziallogistik und Gutachterkosten
• Tägliche Sicherung und Sperrmaßnahmen
Diese laufenden Kosten werden durch eine Rettung nicht erhöht – sie werden beendet. Denn: Walter Gunz, Gründer von MediaMarkt und Multimillionär, hat mehrfach öffentlich bekräftigt, die Kosten des Rettungseinsatzes vollständig zu übernehmen. „Für mich ist es eine Verantwortung im Leben, immer wieder etwas zu versuchen.“ – Walter Gunz, Gründer MediaMarkt Das Team hinter „Hope“
Das Rettungsteam setzt sich zusammen aus:
• Walter Gunz – Finanzierung
• Karin Walter-Mommert – Finanzierung & und Übernahme der Haftungszusage
• Jens Schulz – Koordinator und Initiator des Rettungseinsatzes
• Dirk Wippich – D&J Reinigung und Dienstleistungsservice GmbH
• Klaus Kraft – Tierrettung Greifswald e.V.
• Nadine Kraft – Tierrettung Greifswald e.V.
• Marianne Hess
• Veronika & Felix Bohnsack
• Christiane Freifrau von Gregory – Pressearbeit, Kommunikation & Beratung
Das Konzept: Ganzheitlich, erprobt und international abgesichert
Das vom Team entwickelte Rettungskonzept verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der das Wohlbefinden des Tieres, die logistischen Anforderungen vor Ort sowie eine geordnete Begleitung des Wals zurück ins offene Meer miteinander verbindet. Das Konzept wurde der internationalen Strandungsexpertengruppe „Stranded No More“ (SNM) – einer anerkannten Watchdog-Gruppe von Strandungsfachleuten – vorgelegt. SNM hat das Konzept überarbeitet, der konkreten Situation von Hope angepasst und zusätzlich ein eigenes, wesentlich detaillierteres Konzept in direkter Abstimmung mit dem Team erstellt.
Parallel dazu wurde beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Ostsee ein Antrag auf Baggerarbeiten im Bereich des Strandungsortes gestellt, um einen Fluchtkanal für Hope freizulegen. Beide Konzepte – das des Teams sowie das von SNM – liegen dem Ministerium vollständig vor.
Forderung: Unabhängige Zweitmeinung und vollständige medizinische Diagnostik
Das Rettungsteam hält eine unabhängige Zweitmeinung (Second Opinion) für unabdingbar. Das aktuelle Gutachten des Deutschen Meeresmuseums (DMM) basiert ausschließlich auf einer Sichtprüfung – das ist fachlich angreifbar und als alleinige Entscheidungsgrundlage nicht ausreichend.
Konkret fordert das Team folgende diagnostische Maßnahmen:
• Aerosol-Probe (Blow-Sample): Was Hope ausstößt, ist kein bloßer Wasserdampf, sondern ein biologisch aufschlussreiches Aerosol, das Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand ermöglicht.
• Blutentnahme: Zwei kleine, leise Boote fixieren sanft mit einem weichen Seil aus der Höhenrettung die Fluke. Tierärzte können so in wenigen Minuten Blut entnehmen. Leber-, Nieren- und Entzündungswerte sind entscheidend.
• Urinanalyse: Internationaler Standard bei gestrandeten Großwalen – gemäß NOAA-Protokoll sowie dem von SNM referenzierten US-Fall NY4236-10, bei dem Blutbild und Urinanalyse Routine waren.
Hope liegt seit Tagen unter massivem Stress in der Kirchsee. Eine gezielte Blutentnahme ist ein geringeres Übel als ein qualvolles Sterben ohne Diagnose. Das Ministerium benötigt harte Fakten, um die Entscheidung zwischen Abwarten und Rettung ethisch sauber treffen zu können.
Sollte eine Obduktion später zeigen, dass das Tier rettbar gewesen wäre, ist die aktuelle Strategie des reinen Abwartens rechtlich und ethisch nicht haltbar. Die Blutprobe ist die einzige Chance auf eine belastbare Diagnose – und damit auf eine fundierte Entscheidung.
Wenn die notwendige Expertise im Land nicht vorhanden ist, müssen externe Fachleute hinzugezogen werden – statt die Diagnostik als „unmöglich“ zu deklarieren. Die NOAA und internationale Strandungsexperten stehen bereit.
Der Appell: Handeln, solange Hope noch lebt
Am Freitag fand ein persönliches Gespräch zwischen Jens Schulz und Minister Backhaus statt. Das Rettungskonzept wurde ausführlich vorgestellt, erläutert und intensiv besprochen. Das Konzept wurde über Melanie Balter, Geschäftsführerin von Ostsee Limousine, direkt an Minister Backhaus übergeben. Dennoch wurde dieses Konzept – wie alle zuvor eingereichten – bislang abgelehnt.
Das Team appelliert eindringlich an das zuständige Ministerium: Die Konzepte liegen vor. Die Finanzierung ist gesichert. Die Experten stehen bereit. Hope lebt – noch. Jede weitere Verzögerung erhöht nicht nur die Kosten für das Land, sondern kann das Leben dieses Tieres kosten. Das Rettungsteam lädt den Walexperten des Ministers herzlich ein, sich aktiv oder beratend in das Rettungsvorhaben einzubringen. Seine Expertise wäre für das gesamte Team, die internationalen Fachleute und die Sponsoren eine wertvolle Bereicherung. Gemeinsam – nicht gegeneinander – kann Hope gerettet werden.
Auf einen Blick:
• Hope lebt – seit über 12 Tagen gestrandet in der Kirchsee
• Mehrere vollständige Rettungskonzepte liegen dem Ministerium vor
• Internationale Experten (Stranded No More) haben das Konzept validiert
• Die Kosten sind vollständig durch Walter Gunz gesichert
• Antrag auf Baggerarbeiten beim WSA-Ostsee wurde gestellt
• Der öffentliche Druck wächst – eine geordnete Rettung schützt auch die Menschen
• DMM-Gutachten basiert nur auf Sichtprüfung – Blutentnahme und Aerosol-Probe sind dringend erforderlich
• NOAA und SNM bestätigen: Blutbild und Urinanalyse sind internationaler Standard
• Das Leben des Wals steht über Forschungsinteressen – Verfassungsgebot (Art. 20a GG)
Pressekontakt:
Jens Schulz – Sprecher des Rettungsteams „Hope“
D&J Reinigung und Dienstleistungsservice GmbH
Tierrettung Greifswald e.V. als Schirmherr
Pressearbeit & Kommunikation: Christiane Freifrau von Gregory












