(openPR) Mit der Einrichtung des internationalen Standardisierungsgremiums ISO/IEC JTC 5 rückt der Digitale Produktpass (DPP) zunehmend in einen globalen Kontext. Was bislang vor allem im Rahmen europäischer Regulierung diskutiert wurde, entwickelt sich damit zu einer internationalen Fragestellung.
Im Zentrum steht dabei weniger die Frage nach der regulatorischen Relevanz des DPP, sondern die praktische Umsetzung. Entscheidend ist, ob sich aus bestehenden Anforderungen eine technisch und organisatorisch tragfähige Infrastruktur entwickeln lässt, die über Unternehmen, Branchen und Märkte hinweg funktioniert.
Der Digitale Produktpass wird häufig im Kontext von Compliance-Anforderungen betrachtet. Gleichzeitig entstehen mit ihm jedoch umfassendere Anforderungen an den Umgang mit Produktdaten. Dazu gehören unter anderem die eindeutige Identifikation von Produkten, die strukturierte Bereitstellung von Informationen sowie die Integration in bestehende IT-Systeme und Prozesse.
Mit der europäischen Ökodesign-Verordnung (ESPR) wird der DPP schrittweise zu einem zentralen Bestandteil regulatorischer Anforderungen. Parallel dazu arbeiten weitere Wirtschaftsräume an eigenen Ansätzen für Produktdaten und digitale Nachweise. Daraus ergibt sich die Herausforderung, unterschiedliche Systeme und Anforderungen miteinander in Einklang zu bringen.
Für Unternehmen bedeutet dies steigende Anforderungen an die Gestaltung ihrer Daten- und Systemlandschaften. Unterschiedliche Datenmodelle, Identifikationssysteme und Schnittstellen können zusätzliche Komplexität erzeugen, insbesondere in internationalen Lieferketten.
„Mit dem Digitalen Produktpass entsteht keine isolierte regulatorische Anforderung, sondern eine neue Form von Infrastruktur für Produktdaten“, sagt Thomas L. Rödding, CEO von Narravero. „Die zentrale Herausforderung liegt darin, diese Systeme interoperabel zu gestalten und international anschlussfähig zu machen.“
Die internationale Standardisierung spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Sie trägt dazu bei, gemeinsame Grundlagen zu schaffen und die Nutzung von Produktdaten über unterschiedliche Märkte hinweg zu ermöglichen.
Mit der weiteren Entwicklung des DPP wird sich zeigen, inwieweit es gelingt, regulatorische Anforderungen in ein konsistentes und global nutzbares System zu überführen.
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Wenn Produkte sprechen, wird Besitz zur Beziehung. Ein Tap oder Scan mit dem Smartphone, kein Download, keine App: Der Digitale Produktpass (DPP) gibt Produkten eine Stimme – und Menschen einen Grund zuzuhören. 













