(openPR) Der Sana-Klinikenkonzern wird die bisherige Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ablegen und die einer Aktiengesellschaft (AG) annehmen. Gleichzeitig erfolgt eine Aufstockung des Grundkapitals auf 120 Millionen Euro. Das hat für die weitere Entwicklung des Unternehmens und vor allem für den eingeschlagenen Wachstumskurs große Vorteile.
München, 18. April 2007. Der Aufsichtsrat der Sana Kliniken GmbH & Co. KGaA hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Umwandlung der Rechtsform in eine Aktiengesellschaft vorzubereiten. Der Formwechsel soll im Rahmen der Hauptversammlung am 20. Juni 2007 beschlossen werden. Anschließend ist die Eintragung ins Handelsregister zur zweiten Jahreshälfte vorgesehen. Mit der beabsichtigten baldigen Umwandlung will das Unternehmen den finanziellen und operativen Spielraum des derzeit 35 eigene Kliniken umfassenden Konzerns erweitern. Im Zuge dieser Entscheidung beschloss der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Erhöhung des Grundkapitals von 80 Millionen Euro auf 120 Millionen Euro vorzuschlagen.
Der Krankenhausmarkt in Deutschland befindet sich nach den Worten von Dr. Reinhard Schwarz, Vorsitzender der Sana-Geschäftsführung, derzeit in einem rasanten Wandel, der auch private Krankenhausbetreiber vor große Herausforderungen stellt. Insbesondere bestehe bei vielen Krankenhäusern in Deutschland ein gewaltiger Sanierungsbedarf bei zugleich steigenden Kosten. Vor diesem Hintergrund stelle die zukunftsorientierte Rechtsform der Aktiengesellschaft einen Meilenstein für Sana dar und ermögliche es, im Kerngeschäft „Kliniken“ noch erfolgreicher zu agieren. Zugleich rücke das Ziel näher, mit Sana an die Spitze der drei anderen großen Mitbewerber aufzuschließen. Das Unternehmen befindet sich derzeit auf Platz vier der privaten Klinikgruppen. Durch die Umwandlung und die Kapitalerhöhung erhöht sich die Kapitalkraft des Konzerns nachhaltig und ermöglicht ein flexibleres und zugleich größeres Engagement der Anteilseigner. „Die Aktiengesellschaft wird Sana einen Schub geben zu weiterem, profitablem Wachstum sowie zu noch mehr Innovation in der Gestaltung krankenhausinterner Prozesse“, betonte Schwarz. Nach Auffassung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Josef Beutelmann bekräftigen die PKV-Gesellschafter mit diesem Schritt ihr eindeutiges Bekenntnis, die Sana Kliniken weiter zu stärken und die Wachstumsziele nachdrücklich zu fördern.
Die Sana Kliniken haben 2006 mit 12.400 Mitarbeitern Erlöse von 792 Millionen Euro erwirtschaftet und damit den Umsatz um 4 Prozent gesteigert. 662.000 Patienten wurden versorgt (im Vorjahr 511.000). Dabei hat das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Neu hinzugekommen sind in 2006 Europas größtes Herzzentrum im niedersächsischen Bad Oeynhausen, das städtische Krankenhaus im bayerischen Pegnitz sowie zuletzt das Ohre-Kreis-Klinikum in Sachsen-Anhalt mit den Krankenhäusern in Haldensleben und in Wolmirstedt. Neue Häuser in der Managementverantwortung der Sana sind zum Jahresende das Elbe-Elster Klinikum sowie das Caritas Krankenhaus St. Josef in Regensburg.
Ein Börsengang der Sana Kliniken ist nicht geplant. In engem Zusammenhang mit der Rechtsformumwandlung stehen auch andere finanztechnische Maßnahmen, die das Unternehmen in jüngster Zeit ergriffen hat, zum Beispiel die Umstellung in der Rechnungslegung auf den internationalen Standard IFRS sowie das erst vor kurzem sehr erfolgreich platzierte Schuldscheindarlehen in Höhe von 120 Millionen Euro. Für größere Akquisitionen und Investitionen können damit ausreichend finanzielle Mittel aufgebracht werden. Sana als Aktiengesellschaft passe nach Schwarz` Worten gut zur Erfolgsgeschichte des Unternehmens.




