openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Schneller Weg zum hochspezifischen Eisensensor

19.01.2026 • 11:00 Uhr • Wissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Eisen ist ein essenzielles Spurenelement in biologischen Zellen. Die Konzentration des Elements und sein sogenannter Redoxzustand – es kann als Eisen-II zweifach ionisiert (Fe²⁺) oder als Eisen-III dreifach ionisiert (Fe³⁺) vorliegen – spielen in Stoffwechselprozessen wie der Zellatmung und bei mikrobiellen Stressantworten eine zentrale Rolle.

Dr. Athanasios Papadopoulos, Erstautor der nun in ACS Sensors veröffentlichten Studien: „Die Fähigkeit, labiles Eisen in Echtzeit und mit hoher Spezifität innerhalb von lebenden Zellen zu beobachten, war bislang stark begrenzt. Unser neuer Biosensor ‚IronSenseR‘ ermöglicht es nun, solche Experimente durchzuführen und die Verteilung und Funktion des Eisens in lebenden Zellen zu ergründen.“

Ein Forschungsteam des Zentrums für Strukturanalyse (Center for Structural Studies, CSS) der HHU hat dazu die neuartige computer-basierte Methode „CoBiSe“ entwickelt, um genetisch kodierte Fluoreszenz-Biosensoren einfach und schnell zu designen und herzustellen. Die Studienautoren beschreiben den mit der Methode realisierten hochselektiven Biosensor „IronSenseR“ für Eisen-II. Der Biosensor wurde erfolgreich in verschiedenen bakteriellen Systemen – darunter Escherichia coli, Pseudomonas putida und Corynebacterium glutamicum – eingesetzt, um Änderungen im intrazellulären Eisenpool zu beobachten. Die Anwendungsstudien erfolgten in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Julia Frunzke, Prof. Dr. Thomas Drepper und Prof. Dr. Michael Bott und dem Center for Advanced Imaging (CAi).

„Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung von Biosensoren, dem sogenannten Biosensor -Design, dar“, betont Prof. Dr. Sander Smits, Korrespondenzautor der Studie. „Mit ihm können wir die Eisendynamiken in lebenden Zellen besser verstehen.“

Dr. Christoph G. W. Gertzen, der zweite Korrespondenzautor, ergänzt: „Der Biosensor ermöglicht präzise Messungen zum Eisenstoffwechsel, um unter anderen auch mit Eisen zusammenhängende Erkrankungen weiter erforschen zu können. Die erfolgreiche Entwicklung macht Hoffnung, dass genetisch kodierte Biosensoren mittels ‚CoBiSe‘ auch für andere Metabolite und Metallionen schnell hergestellt werden können und darüber hinaus auch anderen maßgeschneiderte Proteine, etwa Enzyme.“

Neue Methode zur Biosensorentwicklung: „CoBiSe – Computational Biosensor Design“

CoBiSe ist ein computergestützter und strukturbasierter Ansatz. Mit ihm können gezielt solche Stellen an Bindeproteinen – die selektiv an interessante biologische Strukturen ankoppeln – ermittelt werden, in die wiederum Biosensor-Kassetten eingebettet werden können. Diese Kassetten tragen letztlich die fluoreszierenden Moleküle, die beispielsweise in Mikroskopen sichtbar gemacht werden und die so verraten, wo sich die gesuchten biologischen Strukturen befinden. Es ist dabei wichtig, dass die Biosensor-Kassetten die Funktion der Bindeproteine nicht beeinträchtigen. Smits: „Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren, die experimentell aufwendig und entsprechend langwierig sind, reduziert CoBiSe den Aufwand und die Zeit für die Entwicklung funktionaler Biosensoren deutlich und macht sie schneller einsetzbar.“

Der so entwickelte Eisen-Biosensors IronSenseR detektiert Eisen-II mit hoher Sensitivität, ohne auf Eisen-III oder andere zweiwertige Metallionen anzusprechen.

Einbindung in den Sonderforschungsbereich MibiNet

Das Projekt entstand im Rahmen des an der HHU angesiedelten Sonderforschungsbereichs SFB 1535 MibiNet, welcher mikrobielle Netzwerke erforscht. Hierbei sind Metabolit-basierte Kommunikationswege zwischen Mikroben von hoher Bedeutung. Die im dortigen zentralen Projekt (Z01) - durchgeführt von dem CSS gemeinsam mit dem CAi – entwickelten Biosensoren stellen ein herausragendes und nicht-invasives molekulares Werkzeug dar, um dynamische Veränderungen wichtiger Metabolite in lebenden Zellen nachzuvollziehen.

Originalpublikation:
Athanasios Papadopoulos, Manuel T. Anlauf, Jens Reiners, Seung-Hyun Paik, Aileen Krüger, Benita Lückel, Michael Bott, Thomas Drepper, Julia Frunzke, Holger Gohlke, Stefanie Weidtkamp-Peters, Sander H. J. Smits, Christoph G. W. Gertzen; A Novel Biosensor for Ferrous Iron Developed via CoBiSe: A Computational Method for Rapid Biosensor Design; ACS Sensors (2026)

DOI: 10.1021/acssensors.5c02481

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1301356
 402

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Schneller Weg zum hochspezifischen Eisensensor“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von idw - Informationsdienst Wissenschaft

Bild: Gemeinsam ins Studium: Hochschule Merseburg begrüßt neue Studierende
Gemeinsam ins Studium: Hochschule Merseburg begrüßt neue Studierende
Die aktuellen Immatrikulationszahlen bewertete Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß, kommissarischer Rektor der Hochschule Merseburg, positiv. „Die Immatrikulationszahlen sind schon jetzt auf dem ausgezeichneten Niveau des Vorjahres. Besonders erfreut sind wir über die deutliche Steigerung im Bachelorstudiengang Chemie- und Umwelttechnik mit einem Zuwachs von mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit unserem breit aufgestellten Studienangebot, der engen Verbindung von Theorie und Praxis und guten Studienbedingungen bieten wir jungen Menschen aus d…
Bild: Wie Menschen das Bewusstsein von Künstlicher Intelligenz beurteilen
Wie Menschen das Bewusstsein von Künstlicher Intelligenz beurteilen
Obwohl es bislang keinerlei wissenschaftliche Belege dafür gibt, suggeriert der derzeitige Hype rund um Künstliche Intelligenz inzwischen häufig, dass aktuelle KI-Systeme über irgendeine Form von Bewusstsein verfügen. Eine Studie der LMU zeigt das Gegenteil dessen, was die öffentliche Debatte vermuten lässt: Menschen vermeiden es, KI ein Bewusstsein zuzuschreiben, selbst wenn sich deren Verhalten nicht von dem eines Menschen unterscheidet. Jüngste Vorfälle rund um die KI-Modelle von OpenAI und Gemini lassen den Eindruck entstehen, dass diese…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Raumausstattung in Corona-Zeiten: Aus der Not Profit für alle machen
Raumausstattung in Corona-Zeiten: Aus der Not Profit für alle machen
… vor drei Monaten gearbeitet haben. „Jetzt haben wir das meiste davon in den virtuellen Raum verlagert, sind dadurch flexibler geworden und können unseren Kunden sogar schneller zeigen, wie wir ihre Vorstellungen realisieren würden.“ Was für viele einfach nur eine starre Videoberatung ist, hat Terstappen zu einem video- und webgestützten Spaziergang durch …
Lesen: schnell und effektiv
Lesen: schnell und effektiv
„Was ist davon wichtig, was nicht?“ Heutzutage ist das meistgenutzte Kommunikationsmittel der E-Mailverkehr, ein schneller und zudem kostenloser Weg für den Informationsaustausch. Doch in Unternehmen bleibt es nicht lediglich dabei Mails lesen zu müssen. Zusätzlich finden zahlreiche Bewerbungen, Briefe und von Mitarbeitern verfasste Texte den Platz …
HERMA 2010 wieder auf Paperworld
HERMA 2010 wieder auf Paperworld
… „Während andere Marken¬hersteller die Paperworld in Frage stellen, sehen wir in der Messe die Chance, unsere Offensive fortzusetzen“, erklärte HERMA-Geschäftsführer Sven Schneller jetzt die Motivation, 2010 wieder in Frankfurt auszustellen. „Unser diesjähriger Auftritt hat ordentlich Aufsehen erregt. Und das Händler-Feedback auf unsere Officer-Kampagne …
Bild: Neue Job-App von Yourfirm.de macht mobile Jobsuche noch bequemerBild: Neue Job-App von Yourfirm.de macht mobile Jobsuche noch bequemer
Neue Job-App von Yourfirm.de macht mobile Jobsuche noch bequemer
… Online-Jobbörse für den Mittelstand, hat als eins der ersten Jobportale in Deutschland die Website mobil optimiert. Neben der mobilen Version können Bewerber jedoch noch bequemer und schneller auf dem Smartphone nach den passenden Jobs mit der Yourfirm-App suchen. Nun gibt es die neue App-Version kostenlos im App-Store und bei Google Play. Die Jobbörse …
Bild: angewandte Spiritualität im Alltag - Der Weg zur inneren Mitte
angewandte Spiritualität im Alltag - Der Weg zur inneren Mitte
Ein persönliches, mehr-schichtiges Ungleichgewicht, ausgelöst durch ein Diktat von „immer schneller, immer mehr & immer präsent sein“, bringt im Leben vieler bekannte Folgeerscheinungen hervor wie z.B. • burn-out, • diverse Herzkrankheiten, • psychische Stress - Erscheinungsformen ausgelöst durch Angst & Druck, • Sinnlosigkeit u.v.ä.m.. …
Bild: Wachstum heißt das Schlüsselwort für die kommenden Jahre - Der Bambus-Code® am Puls der ZeitBild: Wachstum heißt das Schlüsselwort für die kommenden Jahre - Der Bambus-Code® am Puls der Zeit
Wachstum heißt das Schlüsselwort für die kommenden Jahre - Der Bambus-Code® am Puls der Zeit
… Unternehmen in Wachstumsfragen zu beraten. Er hat deshalb zur Förderung des Wachstums ein neues Verfahren, den „Bambus-Code®“, entwickelt, der systematisch Wege aufzeigt, wie ein Unternehmen schneller wachsen kann. Er besteht aus sieben Codes, von denen jeder einzelne einen begehbaren Weg zu mehr Wachstum aufzeigt. Angefangen bei der Ermittlung der Stärken …
Bild: angewandte Spiritualität im Alltag - Der Weg zur inneren Mitte
angewandte Spiritualität im Alltag - Der Weg zur inneren Mitte
Ein persönliches, mehr-schichtiges Ungleichgewicht, ausgelöst durch ein Diktat von „immer schneller, immer mehr & immer präsent sein“, bringt im Leben vieler bekannte Folgeerscheinungen hervor wie z.B. • burn-out, • diverse Herzkrankheiten, • psychische Stress - Erscheinungsformen ausgelöst durch Angst & Druck, • Sinnlosigkeit u.v.ä.m.. …
billiger-mietwagen.de entschnellt die Welt - Geduldige Internetnutzer können sparen
billiger-mietwagen.de entschnellt die Welt - Geduldige Internetnutzer können sparen
Je schneller, desto besser? billiger-mietwagen.de sagt „Nein!“ und wehrt sich gegen die immer schneller werdende Welt. Anlass ist die Zeitumstellung in der Nacht zum 30. März, durch die eine Stunde Zeit auf der Strecke bleibt. „Trotz Zeitknappheit Langsamkeit kultivieren“ heisst es deshalb bei billiger-mietwagen.de am Sonntag nach der Zeitumstellung …
Bild: FiveSpoons.com implementiert Facebook ConnectBild: FiveSpoons.com implementiert Facebook Connect
FiveSpoons.com implementiert Facebook Connect
Karlsruhe, 7. Februar 2012. Noch nie war der Weg zur eigenen Internetpräsenz für Gastronomen einfacher und schneller. Gleich ob Gourmet-Restaurant, Gasthaus, Dönerbude oder Bringdienst – jetzt mit noch weniger Klicks ein aussagekräftiges Profil auf www.fivespoons.com erstellen, um schneller und einfacher gefunden zu werden. Das Karlsruher Start-Up und …
Bild: KI macht Copywriter schneller und Firmen suchen Experten!Bild: KI macht Copywriter schneller und Firmen suchen Experten!
KI macht Copywriter schneller und Firmen suchen Experten!
KI verändert den Schreibprozess spürbar. Die Salevate GmbH zeigt, warum Copywriter heute schneller arbeiten und für Unternehmen dadurch noch wertvoller werden.KI verändert den Alltag im CopywritingCopywriting gehört zu den Bereichen, die durch KI besonders stark an Tempo gewonnen haben. Wer heute mit ChatGPT arbeitet, entwickelt Ideen schneller, erhält …
Sie lesen gerade: Schneller Weg zum hochspezifischen Eisensensor