openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Bericht über Datenschutzprobleme und wachsende Unzufriedenheit bei Hosting-Kunden

03.11.202510:42 UhrIT, New Media & Software
Bild: Bericht über Datenschutzprobleme und wachsende Unzufriedenheit bei Hosting-Kunden
Erfahrungsbericht: HostEurope, Microsoft-Cloud und die verlorene Datenhoheit (© M. Schall Verlag)
Erfahrungsbericht: HostEurope, Microsoft-Cloud und die verlorene Datenhoheit (© M. Schall Verlag)

(openPR) In einem aktuellen Blogbeitrag dokumentiert der Unternehmer und Verleger Markus Schall seine Erfahrungen mit dem Hosting-Anbieter HostEurope – und trifft damit offenbar einen Nerv.

Anlass ist die automatisierte Umstellung sämtlicher E-Mail-Postfächer auf Microsoft Exchange – inklusive Speicherung sämtlicher Inhalte in der Microsoft-Cloud, ohne ausdrückliches Opt-in der Kunden.

„Datenschutz ist für mich keine Option, sondern ein Prinzip“, schreibt Schall. „Ich kann nicht über Datenhoheit publizieren – und dann meine eigenen E-Mails ungefragt in eine US-Cloud schieben lassen.“

Das Thema betrifft Tausende Unternehmen, viele davon im sensiblen Kunden- oder Gesundheitsbereich.

DSGVO? Fehlanzeige: Automatische Migration ohne aktive Zustimmung

Besonders kritisch sieht Schall die automatisierte Migration der E-Mails in die Microsoft-Infrastruktur, ohne dass der Provider im Vorfeld ein aktives Opt-in eingefordert hätte. Damit werden personenbezogene Daten ohne aktive Zustimmung in großem Stil an Dritte übergeben – ein Vorgang, der unter DSGVO-Gesichtspunkten mindestens fragwürdig ist.

Zwar wurde die Migration in mehreren E-Mails angekündigt, doch angesichts der Flut an HostEurope-Nachrichten (bei Schall waren es 28 laufende Verträge und insgesamt mehr als 1.100 E-Mails im Kontext von Hosteurope im Postfach) war die entscheidende Information leicht zu übersehen – und wurde von vielen offenbar erst wahrgenommen, als der Umzug unmittelbar bevorstand oder bereits vollzogen war.

200 E-Mail-Konten? Dann mal eben 200 Euro mehr pro Monat

Der zweite große Kritikpunkt betrifft die Kostenstruktur. Mit der Umstellung auf Microsoft Exchange wird für jedes einzelne E-Mail-Konto eine monatliche Gebühr fällig – oft rund 1 Euro pro Adresse. Was sich bei kleinen Accounts noch harmlos anhört, kann für Unternehmen mit vielen Postfächern schnell in eine vierstellige Zusatzbelastung pro Jahr kippen.

Markus Schall: „Ich habe von Kunden gehört, die über 200 Postfächer verwalten. Für die bedeutet diese Umstellung 200 Euro Mehrkosten im Monat – bei exakt null Mehrwert.“ Für viele kleine Unternehmen ist das nicht mehr nachvollziehbar – und auch nicht mehr wirtschaftlich.

Unerwartete Nebenwirkungen: Kurzzeitiger Ausfall des Lizenzservers

Für Schall endete die Migration des Providers zur Microsoft-Cloud mit einer Migration zu einem anderen Anbieter. Der abrupt notwendige Umzug hatte auch technische Nebenwirkungen, die sich unmittelbar im Arbeitsalltag bemerkbar machten. So kam es infolge der Umstellung für mehrere Stunden zu einem Ausfall des Lizenzservers der eigenen ERP-Softwarelösung.

Zwar konnte das Problem zeitnah behoben werden – dennoch wäre es hilfreich gewesen, wenn eine frühzeitige Kommunikation an die betroffenen Kunden möglich gewesen wäre. Da der Migrationsdruck jedoch unmittelbar und ohne zeitlichen Vorlauf entstand, blieb dafür keine Gelegenheit. Für Anbieter mit hohem Anspruch an Erreichbarkeit und Verlässlichkeit ist dies nicht nur ärgerlich, sondern auch ein reales Risiko für die Kundenbindung.

Kündigung per Klick – aber bitte 28 Mal

Hinzu kommen massive Hürden bei der Vertragsbeendigung. Jeder einzelne Vertrag bei HostEurope – sei es eine Domain, ein Postfach oder ein Hostingpaket – muss manuell gekündigt werden. Mit zusätzlichen Abfragen, etwa zur Motivation des Wechsels oder zur Frage, ob man nicht doch noch bleiben wolle.

Ein System, das sich für viele nicht wie Kundenservice, sondern wie ein technisch gepolsterter Zwangsaufenthalt anfühlt. Markus Schall beschreibt den Kündigungsprozess als „ungewöhnlich aufwendig und übergriffig in der Kommunikation“.

Kein Platz mehr für Halbwahrheiten im Hosting-Markt

Der vollständige Blogartikel ist auf dem Blog von Markus Schall veröffentlicht. Er richtet sich vor allem an Selbstständige, IT-Verantwortliche und Datenschutzbeauftragte, die ihre Hosting-Entscheidungen nicht leichtfertig treffen wollen – und die zunehmend erkennen, dass Datenhoheit mehr bedeutet als ein SSL-Zertifikat und ein „Sicher“-Schloss im Browser.

Vollständigen Artikel lesen:
Zwangsmigration: Wenn E-Mails plötzlich in der Cloud landen

Markus Schall hat inzwischen den Anbieter gewechselt – zu einem deutlich günstigeren Dienstleister mit vollständiger Kontrolle über alle Daten.

Über den Autor

Markus Schall ist Softwareentwickler, Verleger und Betreiber mehrerer Fachportale rund um Digitalisierung, KI, Hosting und Systemintegration. Sein Verlag M. Schall Verlag publiziert mehrsprachige Sachbücher, satirische Beiträge (u. a. die Reihe „Herr von L’Oreot“) sowie kritische Artikel zu Themen wie Datenschutz, Wirtschaft und technologischem Wandel. Alle Inhalte erscheinen ohne externe Werbung, vollständig selbstgehostet und in bis zu neun Sprachen.

Häufige Fragen zur Pressemeldung

  1. Warum ist die Umstellung von HostEurope auf Microsoft Exchange problematisch?
    Weil sie ohne aktives Zutun der Kunden erfolgt ist. Nutzer wurden nicht gefragt, ob sie ihre E-Mails künftig in der Microsoft-Cloud speichern möchten – sie wurden schlicht umgestellt. Diese Vorgehensweise widerspricht dem üblichen Verständnis eines informierten Einverständnisses und stellt aus Sicht vieler Unternehmer einen massiven Eingriff in ihre Datenhoheit dar.
  2. Welche datenschutzrechtlichen Bedenken bestehen bei der neuen Lösung?
    Sobald E-Mails in einer externen Cloud gespeichert werden – insbesondere bei US-Anbietern – stellen sich Fragen zur DSGVO-Konformität. Daten von Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern könnten dabei in Drittländer übertragen werden. Ohne explizite Zustimmung und ohne transparente Aufklärung ist dies zumindest rechtlich fragwürdig.
  3. Welche Auswirkungen kann eine solche Zwangsmigration für Unternehmen haben?
    Neben dem Verlust der Kontrolle über die eigenen Daten kann es zu technischen Problemen kommen, etwa durch veränderte Einstellungen, Inkompatibilitäten oder plötzliche Ausfälle. Im konkreten Fall kam es sogar zu einem temporären Ausfall des Lizenzservers, der die Funktionsfähigkeit der ERP-Software beeinträchtigte.
  4. Wie sollten Unternehmen auf solche Entwicklungen reagieren?
    Unternehmen sollten regelmäßig prüfen, wo ihre Daten gespeichert sind und welche Rechte sie an diesen Daten behalten. Wenn ein Hoster ohne transparente Kommunikation grundlegende Strukturen ändert, ist das ein Warnsignal. Eine frühzeitige Migration zu einem alternativen Anbieter mit klaren Datenschutzstandards kann hier sinnvoll sein.
  5. Ist das Vorgehen von HostEurope aus juristischer Sicht haltbar?
    Das lässt sich nicht pauschal beantworten – es hängt davon ab, wie die vertraglichen Grundlagen formuliert sind. Dennoch dürfte es in vielen Fällen zumindest grenzwertig sein, Kundendaten automatisch in eine andere Infrastruktur zu verschieben, ohne explizites Opt-in oder ohne technische Alternativen anzubieten.
  6. Gibt es zuverlässige Alternativen zu HostEurope und Microsoft Exchange?
    Ja, es gibt zahlreiche Hoster im europäischen Raum, die auf Datenschutz und individuelle Serverlösungen Wert legen. Entscheidend ist, dass der Nutzer selbst bestimmen kann, wo und wie seine Daten verarbeitet werden – ohne sich einer pauschalen Cloud-Zwangslogik unterwerfen zu müssen.
Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1295392
 502

Pressebericht „Bericht über Datenschutzprobleme und wachsende Unzufriedenheit bei Hosting-Kunden“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von M. Schall Verlag

Bild: Was unsere Opas vom Krieg erzählten – persönliche Erinnerungen statt ParolenBild: Was unsere Opas vom Krieg erzählten – persönliche Erinnerungen statt Parolen
Was unsere Opas vom Krieg erzählten – persönliche Erinnerungen statt Parolen
Mit einem ungewöhnlich ruhigen und persönlichen Beitrag erweitert das Online-Magazin des M. Schall Verlags seine Reihe zeitgeschichtlicher Texte um eine Perspektive, die in aktuellen Debatten oft fehlt: das Erinnern ohne Anklage. Ausgangspunkt des Essays ist ein Gedanke, den Harald Schmidt kürzlich in einem Interview formuliert hat – nämlich dass unserer Gegenwart womöglich die Großeltern fehlen, die noch selbst vom Krieg erzählen konnten. Der Artikel nimmt diesen Impuls auf und verbindet ihn mit der eigenen Familiengeschichte. Im Mittelpun…
Bild: BRICS, der Westen und die Weltordnung: Orientierung in unsicheren ZeitenBild: BRICS, der Westen und die Weltordnung: Orientierung in unsicheren Zeiten
BRICS, der Westen und die Weltordnung: Orientierung in unsicheren Zeiten
Die Staatengruppe BRICS steht seit einigen Jahren zunehmend im Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Mit der Erweiterung des Bündnisses, wachsenden wirtschaftlichen Kennzahlen und immer neuen geopolitischen Interpretationen ist das Bedürfnis nach Einordnung groß. Ein aktueller Leitartikel auf dem Online-Magazin des M. Schall Verlags widmet sich deshalb ausführlich der Frage, was BRICS tatsächlich ist – und was nicht. Auf rund 8.000 Wörtern zeichnet der Beitrag die Entwicklung des Staatenverbundes von seinen Ursprüngen in der Finanzkrise bis …

Das könnte Sie auch interessieren:

Der globale Markt für Web Content Management wird voraussichtlich bis 2025 auf 15,70 Mrd. USD wachsen.
Der globale Markt für Web Content Management wird voraussichtlich bis 2025 auf 15,70 Mrd. USD wachsen.
Ricerca Alfa bietet einen kürzlich veröffentlichten Forschungsbericht zum Web Content Management-Markt an, der eine eingehende Analyse der Schlüsselfaktoren enthält, die den Markt beeinflussen. Es bietet auch wichtige quantitative und qualitative Marktinformationen, die Kunden dabei helfen, Faktoren zu finden, die zum weltweiten Marktwachstum beitragen. …
Bild: Warum Datenschutz eine Führungsfrage ist – und keine reine Rechtsfrage.Bild: Warum Datenschutz eine Führungsfrage ist – und keine reine Rechtsfrage.
Warum Datenschutz eine Führungsfrage ist – und keine reine Rechtsfrage.
… anderen Fokus: Datenschutz ist kein reines Rechtsthema, sondern eine unternehmerische Führungs- und Managementaufgabe.„In meiner täglichen Arbeit sehe ich, dass viele Datenschutzprobleme nicht an fehlendem Willen scheitern, sondern an fehlender Klarheit“, erklärt Alexander Kroes, Inhaber von Datenschutz Kroes. „Unklare Zuständigkeiten, fehlende Entscheidungen …
talkyoo informiert - Wie sicher sind unsere Telefonkonferenzen?
talkyoo informiert - Wie sicher sind unsere Telefonkonferenzen?
Gerade in Zeiten, wo ständig in der Presse irgend ein Bericht über Datenschutzprobleme oder Irrtümer bei Dateneingaben zu lesen ist, werden die Nutzer von Internet Anwendungen natürlich verunsichert. Dem Team von talkyoo ist es schon immer ein großes Anliegen gewesen, die Telefonkonferenzen nicht nur so günstig und einfach zu bedienen wie möglich zu …
Bild: Massive Datenschutzprobleme bei Versandapotheken - 74 % haben keinen datenschutzkonformen Online-ShopBild: Massive Datenschutzprobleme bei Versandapotheken - 74 % haben keinen datenschutzkonformen Online-Shop
Massive Datenschutzprobleme bei Versandapotheken - 74 % haben keinen datenschutzkonformen Online-Shop
Die Sparmedo Versandapothekenstudie 2015/2016 legt massive Datenschutzprobleme offen. Für den Kauf in Online-Shops sind die Angabe von persönlichen Daten (Name, E-Mail, Adresse) sowie z.T. sensible Bankdaten unerlässlich. Umso erschreckender ist es, wie sorglos die getesteten Versandapotheken damit umgehen. So belegt die Studie, dass sich weit über …
Interoute erneut „Leader“ im Gartner Magic Quadrant für „Managed Hybrid Cloud Hosting“ in Europa
Interoute erneut „Leader“ im Gartner Magic Quadrant für „Managed Hybrid Cloud Hosting“ in Europa
… wurde von Gartner zum vierten Mal in Folge als Leader im Magic Quadrant für Managed Hybrid Cloud Hosting in Europa positioniert. Der jährliche Bericht liefert Unternehmen eine objektive Beurteilung der Stärken und Fähigkeiten von Anbietern. Interoute bleibt weiterhin ein Leader im Bereich Managed-Infrastruktur-Plattformen mit besonderem Schwerpunkt auf …
SAS 70: Transparenz über interne Dienstleistungen und Geschäftsprozesse
SAS 70: Transparenz über interne Dienstleistungen und Geschäftsprozesse
… Unternehmen, die ihre Daten an externe Dienstleister auslagern, erwarten die Einhaltung höchster Sicherheitsanforderungen und eine unabhängige Bestätigung der Kontrollmechanismen. Der SAS 70 Bericht stellt einerseits klar die Wirksamkeit der Best Practice-Kontrollen nach ISO 27001 und ITIL heraus, die Interoute in den eigenen Managed Hosting-Betrieb …
Bild: Organisationsmodelle im Facility Management - fm.benchmarking Bericht 2016Bild: Organisationsmodelle im Facility Management - fm.benchmarking Bericht 2016
Organisationsmodelle im Facility Management - fm.benchmarking Bericht 2016
… geben eine unterdurchschnittliche Zufriedenheit an. Zudem erwarten weniger als ein Viertel der Befragten bei einer Fremdvergabe eine Verbesserung der Leistungsqualität. Insbesondere bei Unzufriedenheit empfiehlt sich eine regelmäßige Prüfung und Dokumentation der Leistungserbringung. Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass über die Hälfte der …
Bild: ADACOR Hosting nimmt an der Global Compact Initiative der UNO teilBild: ADACOR Hosting nimmt an der Global Compact Initiative der UNO teil
ADACOR Hosting nimmt an der Global Compact Initiative der UNO teil
… Global Compact aufzutreten und sich für die unternehmensinterne Einhaltung ihrer Prinzipien einzusetzen. ADACOR verpflichtet sich zudem, einmal im Jahr einen Bericht zu erstellen, in dem die Fortschritte in den entsprechenden Projekten beschrieben werden. Regeltreue und unternehmerische Gesellschaftsverantwortung sind keineswegs flüchtige Modetrends. …
Datenschutz – Neue Gefahren durch Social Media erkennen und vermeiden
Datenschutz – Neue Gefahren durch Social Media erkennen und vermeiden
Datenschutzprobleme bei der Social Media Nutzung nehmen zu Beim Online-Netzwerk Facebook gibt es offenbar eine neue Sicherheitslücke. Zahlreiche Anwendungen sollen unerlaubt Nutzerdaten auslesen und an Anzeigenkunden weitergeben, so ein Bericht des Wall Street Journals. Dies zeigt, dass eine größere Wachsamkeit also sowohl beim täglichen Umgang mit …
Über die Kundenzufriedenheit und über die Berichterstattung darüber in den Medien.
Über die Kundenzufriedenheit und über die Berichterstattung darüber in den Medien.
… Oktober 2009 wurde Mister J. K. aus Craigmont/Idaho zu unserem Kunden. Er beschwerte sich über die Qualität unserer Dienstleistung. Er veröffentliche einen Bericht über seine Unzufriedenheit in einer Zeitschrift des Grays Lake National Wildlife Refuge. In diesem Bericht schrieb er: Alle bis jetzt erhaltenen acht Partnerprofile taugen nichts. It isn’t much …
Sie lesen gerade: Bericht über Datenschutzprobleme und wachsende Unzufriedenheit bei Hosting-Kunden