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Crowd Innovation Summit rückt partizipative Innovationsforschung in den Fokus

23.10.202509:47 UhrMedien & Telekommunikation
Bild: Crowd Innovation Summit rückt partizipative Innovationsforschung in den Fokus

(openPR) Wie können Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam neue Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit finden? Diese Frage ist Ausgangspunkt von Crowdsourcing, das neue Ideen, Erfahrungen und Kreativität einer Vielzahl von Menschen, der sogenannten Crowd, für den Forschungstransfer nutzbar macht. Beim diesjährigen Crowd Innovation Summit standen Beispiele aus der angewandten Forschung, Crowdsourcing-Methoden und neue Tools im Mittelpunkt.

Crowdsourcing als Impulsgeber für Wissenschaft und Gesellschaft

Zur Eröffnung des Summits hielt Prof. Dr. Jakob Edler, Leiter des Fraunhofer ISI, die Keynote. »In einer immer komplexeren Welt bietet Crowdsourcing einzigartige Möglichkeiten, wissenschaftliche Arbeit zu öffnen und gemeinsam mit ganz unterschiedlichen Akteuren Lösungen zu entwickeln«, so Edler. In seiner Rede betonte er, dass partizipative Formate wissenschaftliche Prozesse transparenter und flexibler gestalten. Auch Prof. Dr. Carolin Bock, Professorin für Entrepreneurship an der Technischen Universität Darmstadt, warb für den Einsatz von Crowdsourcing in Forschung und Lehre: »Kollaborative Innovationsprozesse führen zu spannenderen Lösungen. Sie bereichern nicht nur die Wissenschaft und Lehre, sondern auch deutsche Unternehmen und Start-ups durch neue Impulse von Studierenden oder engagierten Bürger:innen.« In ihrem Vortrag stellte sie zudem ein Programm vor, das junge Menschen dazu befähigt, die notwendigen Werkzeuge zu erlangen und das unternehmerische Denken zu entwickeln, um eigene Crowd-Innovation-Projekte umzusetzen. Das Konzept stieß beim Publikum auf großes Interesse. »Crowdfunding-Kampagnen zeigen sofort, ob eine Idee überhaupt gesellschaftlich relevant ist«, ergänzte Tino Kreßner, Mitgründer von Startnext und Co-Initiator der Plattform SINN, in seinem Impulsvortrag. »Menschen, die sich an Crowdfunding- oder Crowdsourcing-Kampagnen beteiligen, stimmen mit ihrem Geld und ihren Ideen für Projekte ab, deren Zweck und Wirkung sie überzeugen.« Kurzfristige Gewinnmaximierung sei für das Engagement kein Kriterium, so Kreßner.

Leuchtturmchallenge Resilient City

Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Vorstellung der laufenden Leuchtturmchallenge Resilient City durch Forschende des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Gemeinsam mit dem Fraunhofer ISI ruft das Projektteam noch bis zum 10. November 2025 Interessierte zur Beteiligung an dem Ideenwettbewerb auf. »Die Herausforderungen unserer Städte – vom Klimawandel bis zur sozialen Ungleichheit – lassen sich nur bewältigen, wenn unterschiedliche Akteursgruppen in die Gestaltung resilienter Städte einbezogen werden und wir lernen, Veränderungsprozesse besser zu verstehen und gezielt zu beschleunigen«, erklärte Prof. Dr. Daniel Lang, Leiter der Gruppe Reallaborforschung gestalten am ITAS. Gemeinsam mit seinen Kolleg:innen erhoffe er sich von der Kooperation neue Ideen für resiliente, gerechte und zukunftsfähige Städte. Die vielversprechendsten Vorschläge sollen in den kommenden Jahren idealerweise als Pilotprojekte mit den Karlsruher Forschenden in verschiedenen Städten Deutschlands und international getestet, verbreitet und weiterentwickelt werden.

Deep Dives zu Crowd Impact, Crowd Education und Crowd Intelligence

In den Fachworkshops des Summits standen der persönliche Austausch und die Vernetzung im Fokus. Prof. Dr. Alexandra Moritz (Hochschule Koblenz) und Anne Becker-Mironici (Fraunhofer ISI) zeigten im Deep Dive Crowd Education, wie Studierende mit Hilfe von Crowdsourcing an unternehmerisches Denken und reale Herausforderungen von Start-ups herangeführt werden. In der Crowd Impact Session diskutierten Christoph Köller (Görgen & Köller GmbH) und Iliyana Madina (Fraunhofer ISI) mit den Teilnehmenden, wie sich die Wirkung von Crowdsourcing-Challenges messen lässt und welche neuen Innovationspotenziale daraus entstehen. Im Workshop zu Crowd Intelligence enstand um Jens Rockel (Fraunhofer ISI) und Reinhard Willfort (European Digital Innovation Hub) eine angeregte Debatte dazu, wie menschliche Kreativität, Expertise und künstliche Intelligenz sinnvoll zusammenwirken können.

Ausblick auf den Crowd Innovation Summit 2026

Die Diskussionen auf dem diesjährigen Summit zeigten, dass crowdbasierte Transfermethoden eine immer größere Rolle in Wissenschaft und Gesellschaft spielen – von der Lehre über die angewandte Innovationsforschung bis hin zum zukunftsgewandten Praxisbeispiel der Stadtentwicklung. Dr. Robin Bürger, Leiter der Gruppe Crowd Innovation am Fraunhofer ISI (Standort Leipzig) und einer der Hauptorganisatoren, resümierte: »Unser Ziel heute war es, die deutschsprachige Crowdfunding- und Crowdsourcing-Community in Berlin zusammenzubringen und weiter zu vernetzen. Zusammen mit unseren Partnern und allen Teilnehmenden sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Als eine der zentralen Veranstaltungen für die Fachcommunity haben wir intensiv über den aktuellen Forschungsstand, Zukunftsfelder im Bereich Innovation und Partizipation sowie neue crowdbasierte Transfermethoden diskutiert.« Der nächste Crowd Innovation Summit des Fraunhofer ISI findet im Oktober 2026 in Berlin statt. Die Fraunhofer-Innovationsplattform www.crowdinnovation.net bietet schon jetzt die Möglichkeit, aktiv an Crowd Innovation Challenges teilzunehmen und eigene Ideen einzubringen – aktuell etwa bei der laufenden Challenge Resilient City. Interessierte können noch bis zum 10. November 2025 mit ihren Vorschlägen für die Zukunft unserer Städte aktiv daran mitwirken.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Robin Bürger
Leiter der Gruppe Crowd Innovation
Telefon +49 341 231039-136
E-Mail: E-Mail

Jens Rockel
Stellvertretender Leiter der Gruppe Crowd Innovation
Telefon +49 341 231039-119
E-Mail: E-Mail

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