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In Schweinfurt in die Tiefsee eintauchen

13.10.202515:45 UhrIT, New Media & Software
Bild: In Schweinfurt in die Tiefsee eintauchen

(openPR) Forschende aus aller Welt warnen vor der fortschreitenden Umweltzerstörung, aber wie lassen sich Menschen nachhaltig dazu motivieren, die Natur zu schützen? Eine transdisziplinäre Kooperation an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) zwischen der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen und dem Studiengang Geovisualisierung arbeitet gerade an einer möglichen Antwort auf diese Frage.

Im Zentrum des ehrgeizigen Pilotprojekts steht ein virtueller und möglichst immersiver Tauchgang in die Tiefsee. Diese gilt als einer der letzten intakten Lebensräume der Erde, ist aber akut von Ausbeutung und Zerstörung bedroht. „Die moderne Hirnpsychologie zeigt, dass der Mensch seine Bequemlichkeit nur dann überwindet, wenn er von einem starken Motiv getrieben wird“, sagt Prof. Dr. Uwe Sponholz von der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen in Schweinfurt. „Und das stärkste Motiv, aktiv zu werden, ist erfahrungsgemäß die Liebe.“

Gemeinsam mit Stefan Sauer, Dozent für Geovisualisierung an der THWS, hat er deshalb einen kreativen Denkansatz mit Vorbildcharakter entwickelt: „Statt mit erhobenem Zeigefinger zur Besserung zu mahnen, müssen wir die Liebe zu diesem einzigartigen Lebensraum wecken. Indem wir eine Tiefsee-Erfahrung ermöglichen, ohne sie zu betreten und dabei kaputt zu machen, schaffen wir Bewusstsein für die Dringlichkeit des Schutzes.“ Dass diese These aufgeht, belege das Beispiel einiger weniger Superreicher: So investiere etwa der US-Milliardär Eric Schmidt seit einem exklusiven Besuch der Tiefsee enorme Beträge in deren Erforschung und Schutz.

Mehr als ein 3D-Kino

Aufgabe der Studierenden der Geovisualisierung sowie dreier Studierender der Wirtschaftsinformatik ist es, „ein Gefühl zu designen“ – in Form einer emotionalen Virtual-Reality-Anwendung für das Cave-System des MAVEL-Lab (Mixed Augmental Virtual Experience Learning). Das von Prof. Dr. Sponholz und Team betreute MAVEL-Labor in Schweinfurt ist seit kurzem einsatzfähig und kann für Feuerwehrübungen ebenso genutzt werden wie für einen virtuellen Produkttest. Der begehbare, zehn mal vier Meter große, multisensorische Erfahrungsraum lässt Besucherinnen und Besucher viel tiefer in virtuelle Welten eintauchen als ein 3D-Kino oder eine bloße VR-Brille. Sieben Projektoren sorgen für dreidimensionale visuelle Eindrücke, 240 Soundboxen schaffen eine täuschend echte akustische Umgebung. Gerade in Arbeit ist die Erzeugung von Gerüchen und haptischen Eindrücken. Bei einem ersten Besuch im MAVEL-Lab konnten sich die Studierenden selbst von der Qualität der virtuell erzeugten Welt überzeugen: Ein Student mit Höhenangst etwa hatte beim scheinbaren Aufstieg auf eine Felsnadel durchaus gemischte Gefühle.

Damit das Abtauchen in große Tiefen hautnah spürbar wird, braucht es eine möglichst realistische Umgebung: Dozent Stefan Sauer, selbst erfahrener Taucher, wünscht sich ein Tauchboot, echt wirkende Lichtverhältnisse und Geräusche, einen mit Korallen, schwarzen Rauchern und Manganknollen besiedelten Meeresboden sowie die Begegnung mit Tiefseebewohnern. All das muss als 3D-Modell nachgebaut und animiert werden. Für inhaltlichen Input konnte Sauer das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven gewinnen, das sich auf die Erforschung der Polarregionen und der Meere spezialisiert hat.

Durch die Zusammenarbeit in Teams und den bewusst transdisziplinären Ansatz sollen die Studierenden zugleich „wichtige Future Skills für das Arbeiten in der Zukunft erwerben wie Kollaboration, Kommunikationsfähigkeit, Empathie und kritisches Denken“, ergänzt Prof. Dr. Elke Stadelmann, die an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen Schlüsselkompetenzen lehrt und den Projektstart begleitet hat.

Bis zum Ende dieses Wintersemesters im Februar 2026 haben die Studierenden Zeit, die Tiefsee nach Schweinfurt zu holen – damit die Tiefsee eine Zukunft hat.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Uwe Sponholz
E-Mail

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